Zum Inhalt springen

Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Patrizier im antiken Rom einfach erklärt

Du lernst, wer Roms Patrizier waren, worauf ihre Macht beruhte und was sie von den Patriziern mittelalterlicher Städte unterschied.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Patrizier im antiken Rom einfach erklärt

Kurz gesagt

Patrizier gehörten zu den traditionell führenden Familien Roms. Plebejer gehörten nicht zu diesem Stand, konnten aber ebenfalls reich und mächtig sein. Später nannte man auch führende Familien mittelalterlicher Städte Patrizier.

Stell dir vor, deine Familie entscheidet mit darüber, welche wichtigen Aufgaben du übernehmen darfst. Im antiken Rom war die Herkunft für politische Macht wichtig. Aber auch Vermögen und der Zugang zu Ämtern spielten eine Rolle.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Im antiken Rom gehörten die Patrizier zu den traditionell führenden Familien. Sie bildeten einen Stand, also eine Gruppe, zu der man durch seine Herkunft gehörte. Plebejer gehörten nicht zu diesem Stand. Die Wörter bezeichnen also nicht einfach reiche und arme Menschen.

Auch unter den Plebejern gab es reiche und einflussreiche Familien. Ein Beispiel sind die Gracchen, eine plebejische Familie, die seit Generationen zu den führenden Familien Roms gehörte. Patrizier und Plebejer darfst du außerdem nicht mit allen Einwohnern Roms gleichsetzen.

Definition

Patrizier

Angehörige des Standes der traditionell führenden Familien im antiken Rom. Die Gesamtheit dieses Standes heißt Patriziat.

Beispiel: Die Familie der Gracchen

  1. 1Die Gracchen waren Plebejer.
  2. 2Ihre Familie gehörte seit Generationen zu den führenden Familien Roms.
  3. 3An ihnen erkennst du: Ein Plebejer konnte zu einer mächtigen Familie gehören.

Teste dich

LeichtWas unterscheidet Patrizier von Plebejern?

Alles auf einen Blick

Patrizier

  • Stand

    Patrizier und Plebejer unterschieden sich durch ihre Zugehörigkeit, nicht einfach durch reich und arm.

  • Macht

    Familie, Ämterzugang und Vermögen konnten sich als Grundlagen politischer Macht verstärken.

  • Konflikt

    Plebejer waren politisch ausgeschlossen und davon abhängig, wie andere ungeschriebene Regeln verstanden und anwendeten. Das schürte die Ständekämpfe.

  • Ergebnisse

    Plebejer erhielten schrittweise mehr Rechte. Besonders wohlhabende Plebejer gewannen Macht.

  • Stadtpatriziat

    Mittelalterliche Führungsschichten einzelner Städte waren keine Fortsetzung des römischen Standes.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Wie konnte Vermögen bei Abstimmungen helfen?

  1. 1Aufgabe: Erkläre die Bedeutung von Vermögen in der Zenturiatsversammlung, einer Versammlung römischer Bürger.
  2. 2Feststellen: Vermögende hatten in dieser Versammlung ein höheres Stimmgewicht.
  3. 3Erklären: Ihre Stimmen zählten stärker. Damit hatten sie bei Entscheidungen mehr Einfluss.
  4. 4Abgrenzen: Hier geht es um Vermögen. Die Zugehörigkeit zum Patrizierstand ist eine andere Grundlage von Macht.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zum Münchner Stadtpatriziat In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die Gracchen gehörten trotz ihrer seit Generationen führenden Familie zu den . Das höhere Stimmgewicht in der Zenturiatsversammlung beruhte auf dem . Den Schutz der Plebejer verbesserte Recht.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Patrizier

LeichtWelche frühen Vorteile sicherten den Patriziern Macht?
MittelWie konnten Plebejer während der Ständekämpfe Druck ausüben?
SchwerFür wen wurden die Beschlüsse der plebejischen Versammlung verbindlich?

Weiterlesen in Geschichte