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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Kolonisation: Antike Gründung und Kolonialherrschaft

Du lernst, wie griechische Siedlungen entstanden, was spätere Kolonialherrschaft ausmachte und warum ihre Folgen lange bleiben können.

0 von 10 Aufgaben gelöst

Kolonisation: Antike Gründung und Kolonialherrschaft

Kurz gesagt

Kolonisation bedeutet, dass Menschen Land außerhalb ihrer bisherigen Heimat in Besitz nehmen und besiedeln. Bei der griechischen Kolonisation entstanden neue Städte. Neuzeitliche Kolonialherrschaft bedeutete dagegen, fremde Gebiete zu beherrschen und wirtschaftlich zu nutzen.

Neue Siedlungen konnten dort entstehen, wo bereits andere Menschen lebten. Deshalb musst du fragen: Wer nahm Land in Besitz, wer bestimmte darüber und wer hatte Nachteile? Du vergleichst griechische Stadtgründungen mit späterer Fremdherrschaft.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

5 Abschnitte

Kolonisation bedeutet, dass Menschen Land außerhalb ihrer bisherigen Heimat in Besitz nehmen und besiedeln. Dieses Land kann unbewohnt sein. Es kann aber auch schon anderen Menschen als Lebensraum dienen.

Die „Große Griechische Kolonisation“ fand etwa zwischen 750 und 550 v. Chr. statt. „V. Chr.“ bedeutet „vor Christus“ und bezeichnet Jahre vor dem Beginn unserer Zeitrechnung. „N. Chr.“ bedeutet „nach Christus“ und bezeichnet Jahre nach diesem Beginn. Einzelne griechische Stadtgemeinden schickten Gruppen aus, die neue Städte gründeten. Eine solche Stadtgemeinde hieß Polis. Die Gründungen wurden nicht gemeinsam von einer Zentrale aus geleitet.

Auch griechische Siedler gerieten mit Einheimischen in Konflikt. Ihre Kolonien waren aber nicht auf Ausbeutung angelegt: Im Vordergrund stand die Landnahme. Bei neuzeitlicher Kolonialherrschaft beherrschten Staaten dagegen fremde Gebiete und nutzten sie für wirtschaftliche Vorteile und mehr Macht. „Neuzeit“ bezeichnet hier die spätere Zeit, in der etwa Spanien über Gebiete in Amerika herrschte. Griechische Stadtgründung und neuzeitliche Fremdherrschaft sind deshalb nicht gleichzusetzen.

Definition

Ausbeutung

Ausbeutung bedeutet hier: Herrschende nutzen die Arbeit oder den Besitz anderer Menschen für ihren eigenen Vorteil und schaden diesen Menschen dabei.

Merke: Landnahme kann Konflikte auslösen. Trotzdem sind die Gründung einer Siedlung und die Beherrschung eines fremden Gebiets unterschiedliche Vorgänge.

Teste dich

MittelWelche Aussage unterscheidet die beiden Vorgänge richtig?

Alles auf einen Blick

Kolonisation

  • Unterscheidung

    Griechische Kolonisation bedeutete vor allem Landnahme und Stadtgründung; neuzeitliche Kolonialherrschaft bedeutete Fremdherrschaft.

  • Griechische Gründungen

    Gründe waren unterschiedlich gewichtet. Es entstanden neue Städte, aber auch Konflikte mit Einheimischen.

  • Rechtfertigung

    Eroberer beriefen sich auf Glaubensverbreitung. Spätere Befürworter behaupteten kulturelle Überlegenheit. Solche Begründungen sind von den Handlungen zu unterscheiden.

  • Deutsche Herrschaft

    Landentzug und Ausbeutung belasteten die Ovaherero und Nama. Sie leisteten Widerstand; deutsche Truppen und Behörden verübten schwere Gewalt.

  • Fortbestehende Folgen

    Politische Unabhängigkeit beseitigt übernommene Einrichtungen und wirtschaftliche Beschränkungen nicht sofort.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Die Schritte einer griechischen Gründung ordnen

  1. 1Aufgabe: Erkläre den häufigen Weg von der ersten Siedlung bis zur Ausdehnung ins Hinterland.
  2. 2Ausgangspunkt: Eine griechische Stadtgemeinde schickte Siedler aus. Meist schlossen sich Menschen aus anderen Städten an.
  3. 3Erste Siedlung: Oft wählten die Siedler eine küstennahe Insel oder eine Halbinsel.
  4. 4Weiterer Schritt: Nachdem sie ihre Stellung gesichert hatten, dehnten sie sich auf das Festland oder ins Hinterland aus.
  5. 5Ergebnis: So kannst du einen häufigen Ablauf beschreiben. Die Wörter „meist“ und „oft“ zeigen, dass nicht jede Gründung gleich verlief.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zum Handeln der Nama In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Die „Große Griechische Kolonisation“ fand etwa zwischen statt. Spanische Herren sollten die ihnen zugeteilten Indigenen im Glauben unterrichten. Den Widerstand der Nama führte im Oktober 1904 an.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Kolonisation

LeichtWie sicher ist die Erklärung, dass zu viele Menschen in einigen griechischen Herkunftsstädten lebten?
MittelWelche Aussage beschreibt die Pflichten spanischer Herren und ihr Handeln zutreffend?
SchwerWas erklärt Eckerts Hinweis auf die übernommene Wirtschaftsordnung der ersten unabhängigen afrikanischen Staaten?

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