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Geschichte · Klasse 7–10 · aktualisiert

Kolonialherrschaft: Formen, Gewalt und Folgen

Du lernst, wie Kolonialherrschaft funktionierte, warum Menschen Widerstand leisteten und wie du koloniale Quellen und Folgen prüfst.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Kolonialherrschaft: Formen, Gewalt und Folgen

Kurz gesagt

Kolonialherrschaft bedeutet Fremdbestimmung durch eine von außen kommende Macht. Sie entscheidet vor allem nach eigenen Interessen über ein Gebiet und seine Bevölkerung. Militär, Verwaltung und Zwang helfen ihr, diese Herrschaft durchzusetzen.

Wer bestimmt über Land und Arbeit? Unter Kolonialherrschaft setzte eine fremde Macht wesentliche Entscheidungen durch. Du untersuchst ihre Ziele und Mittel, den Widerstand der betroffenen Menschen und die Folgen der Gewalt. Die Grafik ist ein didaktisches Schema zur Erklärung, keine historische Originalquelle.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Bei Kolonialherrschaft bestimmt eine von außen kommende Macht über ein Gebiet und seine Bevölkerung. Sie setzt wichtige Entscheidungen vorrangig nach ihren eigenen Interessen durch. Für die beherrschten Menschen bedeutet das Fremdbestimmung.

Allgemeines Machtstreben ist weiter gefasst: Eine Macht versucht, ihren Einfluss zu vergrößern. Einfluss kann auch bestehen, ohne dass ein Gebiet offiziell eine Kolonie ist. Deshalb bedeutet Machtstreben nicht schon, dass eine Kolonie besteht.

Definition

Fremdbestimmung

Andere setzen wesentliche Entscheidungen über die betroffenen Menschen durch. Bei Kolonialherrschaft kommt diese Macht von außen.

Teste dich

MittelWelche Aussage beschreibt das Verhältnis von Machtstreben und Kolonialherrschaft?

Alles auf einen Blick

Kolonialherrschaft

  • Fremdbestimmung

    Eine äußere Macht entscheidet vorrangig nach ihren eigenen Interessen über Gebiet und Bevölkerung.

  • Formen

    Stützpunkt-, Beherrschungs- und Siedlungskolonien hatten unterschiedliche Aufgaben und konnten sich verbinden.

  • Durchsetzung

    Militär, Verwaltung, Abgaben und Arbeitszwang gehörten zu den Mitteln kolonialer Herrschaft.

  • Widerstand und Gewalt

    Ovaherero und Nama wehrten sich gegen deutsche Fremdherrschaft. Deutsche Truppen begingen einen Völkermord.

  • Quellenprüfung

    Forderungen und Beschuldigungen zeigen die Sicht und Absicht ihres Verfassers.

  • Folgen

    Das Ende deutscher Kolonialherrschaft 1919 brachte der Bevölkerung nicht automatisch Unabhängigkeit.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Von Trothas Forderung Schritt für Schritt prüfen

  1. 1Aufgabe: Erkläre, was General von Trothas Forderung „Das Volk der Herero muss jedoch das Land verlassen.“ über ihren Verfasser zeigt.
  2. 2Verfasser bestimmen: General von Trotha war der deutsche militärische Befehlshaber. Die Forderung stammt aus seiner öffentlichen Erklärung vom 2. Oktober 1904.
  3. 3Absicht erschließen: Mit der Drohung wollte er die Vertreibung der Ovaherero erzwingen.
  4. 4Aussage begrenzen: Der Satz belegt seinen Herrschaftsanspruch. Er belegt keinen freiwilligen Entschluss der bedrohten Menschen.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zum Verlust der deutschen Kolonien In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Kennzeichnend für Siedlungskolonien waren dauerhaft ansässiger Kolonisten. Das deutsche Kolonialreich entstand ab . Deutschland verlor seine Kolonien , ohne dass ihre Bevölkerung damit automatisch unabhängig wurde.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Kolonialherrschaft

LeichtWelches Merkmal kennzeichnet eine Siedlungskolonie?
MittelWelche Zuordnung trennt koloniale Motive von Mitteln der Herrschaft?
SchwerWelche Erklärung verbindet den Widerstand der Ovaherero und Nama mit seinen Ursachen?

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