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Geschichte · Klasse 7–10 · aktualisiert

Deutsche Kolonien: Herrschaft, Gewalt und Folgen

Du lernst, wo deutsche Kolonien lagen, wie Fremdherrschaft durchgesetzt wurde und warum Widerstand, Gewalt und Folgen bis heute wichtig sind.

0 von 10 Aufgaben gelöst

Deutsche Kolonien: Herrschaft, Gewalt und Folgen

Kurz gesagt

Deutsche Kolonien waren Gebiete unter deutscher Fremdherrschaft. Ab 1884/85 beanspruchte das Deutsche Reich Gebiete in Afrika; Besitzungen im Pazifik kamen hinzu. Deutschland verlor seine Kolonien 1919, doch damit wurde ihre Bevölkerung nicht automatisch unabhängig.

Wer bestimmt über Land, Arbeit und Rechte? In deutschen Kolonien waren diese Möglichkeiten ungleich verteilt. Du untersuchst, wie die deutsche Kolonialmacht ihre Herrschaft durchsetzte und wie sich kolonisierte Menschen dagegen wehrten. Die Übersichtsgrafik ist ein vereinfachtes Lernschema, keine historische Originalquelle aus der damaligen Zeit.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

5 Abschnitte

Ab 1884/85 beanspruchte das Deutsche Reich, der damalige deutsche Staat, Gebiete in Afrika: Togo und Kamerun in Westafrika, Deutsch-Südwestafrika im heutigen Namibia und Deutsch-Ostafrika. Hinzu kamen Besitzungen im Pazifik, einem Ozean.

Deutsch-Ostafrika umfasste Gebiete des heutigen Tansania, Ruanda und Burundi. Die damaligen Kolonialgrenzen entsprachen nicht den heutigen Staatsgrenzen. Setze Deutsch-Ostafrika deshalb nicht mit dem gesamten heutigen Tansania gleich.

1919 verlor Deutschland seine Kolonien. Für die Bevölkerung bedeutete das nicht automatisch Unabhängigkeit, also die Möglichkeit, ohne fremde Herrschaft über sich selbst zu bestimmen.

Definition

Kolonie

Eine Kolonie ist ein Gebiet unter der Herrschaft einer Macht, die ursprünglich von außerhalb kommt.

Merke: Das Ende deutscher Herrschaft und die Unabhängigkeit der kolonisierten Bevölkerung sind nicht dasselbe.

Teste dich

LeichtWie lässt sich Deutsch-Ostafrika räumlich einordnen?

Alles auf einen Blick

Deutsche Kolonien

  • Einordnung

    Deutschland beanspruchte ab 1884/85 Kolonialgebiete in Afrika; Besitzungen im Pazifik kamen hinzu.

  • Motive

    Wirtschaftliche Erwartungen und politische Ziele sind von rassistischen Rechtfertigungen zu unterscheiden.

  • Abhängigkeit

    Geldsteuern nötigten in Ostafrika zur Erwerbsarbeit. In Südwestafrika drängten Landverlust und Schulden viele Menschen in Abhängigkeit.

  • Widerstand und Gewalt

    Ovaherero und Nama verfolgten eigene Ziele; deutsche Vernichtungspolitik führte 1904–1908 zum Völkermord.

  • Nachwirkungen

    Koloniale Herrschaft betrifft weiterhin Landverteilung, Erinnerung und Mitsprache.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Die Wirkung von Geldsteuern in Ostafrika erklären

  1. 1Aufgabe klären: Erkläre, wie Geldsteuern Menschen in Deutsch-Ostafrika zur Erwerbsarbeit drängten.
  2. 2Ausgangspunkt bestimmen: Die Steuern mussten in Geld bezahlt werden.
  3. 3Zusammenhang erklären: Menschen mussten Geld verdienen, um diese Forderung erfüllen zu können. Die Steuern nötigten sie dadurch zur Erwerbsarbeit.
  4. 4Begünstigte benennen: Plantagen und die Produktion für den Verkauf ins Ausland profitierten davon.
  5. 5Ergebnis formulieren: Geldsteuern waren damit ein Mittel, Menschen in wirtschaftliche Abhängigkeit zu drängen.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu Land und Abhängigkeit in Südwestafrika In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Das Deutsche Reich begann , Kolonialgebiete in Afrika zu beanspruchen. Togo und Kamerun lagen in . Der Völkermord an Ovaherero und Nama dauerte .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Deutsche Kolonien

LeichtWo lag Deutsch-Südwestafrika?
MittelWelches Ziel gehörte zum Widerstand kolonisierter Menschen?
SchwerWas kannst du aus der historischen Bezeichnung „Schutztruppe“ folgern?

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