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Geschichte · Klasse 5–8 · aktualisiert

Goldene Bulle: Königswahl und Kurfürsten

Du lernst, wie die Goldene Bulle die Königswahl regelte, wer die sieben Kurfürsten waren und welche Rechte ihre Macht stärkten.

0 von 8 Aufgaben gelöst

Goldene Bulle: Königswahl und Kurfürsten

Kurz gesagt

Die Goldene Bulle war ein kaiserliches Gesetzbuch von 1356. Sie regelte vor allem die Königswahl: Die sieben Kurfürsten wählten mit Mehrheit. Zugleich sicherte sie wichtige Rechte der Kurfürsten.

Wer durfte einen König wählen? Im Heiligen Römischen Reich, einem Reich mit vielen einzelnen Herrschaftsgebieten, entschieden darüber sieben Kurfürsten: Das waren Fürsten mit dem Recht zur Königswahl. Du erfährst, wie ihre Wahl ablief und warum sie auch in ihren eigenen Gebieten mächtig waren.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

3 Abschnitte

Die Goldene Bulle war ein kaiserliches Gesetzbuch von 1356. Kaiser Karl IV. wollte damit die Ordnung im Heiligen Römischen Reich festigen. Zuvor hatte es immer wieder Machtkämpfe um die Königswürde gegeben. Genaue Wahlregeln sollten solche Kämpfe verhindern. Viele Regeln hielten Verfahren fest, die sich schon zuvor entwickelt hatten.

Nur die sieben Kurfürsten durften den König wählen. Nach dem Tod eines Königs musste der Erzbischof von Mainz die Kurfürsten innerhalb von 30 Tagen nach Frankfurt am Main zusammenrufen. Ein Erzbischof ist ein hoher kirchlicher Amtsträger. Die Wahl fand dort in der Bartholomäuskirche statt. Die Wähler mussten feierlich versprechen, ohne geheime Absprachen und ohne Bezahlung zu entscheiden.

Die Stimmen wurden in einer festen Reihenfolge abgegeben. Trier begann, Mainz stimmte zuletzt ab. Die Mehrheit genügte; die Zustimmung aller Wähler war nicht nötig. Auch ein Kurfürst konnte zum König gewählt werden und dabei für sich selbst stimmen.

Der gewählte König erhielt die vollen Herrschaftsrechte. Seine Wahl brauchte keine Zustimmung des Papstes, des Oberhaupts der katholischen Kirche. Davon zu unterscheiden war die Krönung zum Kaiser: An dieser Feier durch den Papst wurde grundsätzlich festgehalten.

Definition

Kurfürsten

Kurfürsten waren die Fürsten, die das Recht hatten, den König zu wählen.

Beispiel: Die letzte Stimme

  1. 1Der Erzbischof von Mainz gab seine Stimme zuletzt ab.
  2. 2Seine Stimme konnte den Ausschlag dafür geben, wer die Mehrheit erhielt.

Teste dich

LeichtWelche Stimmen brauchte ein Bewerber, um König zu werden?

Alles auf einen Blick

Goldene Bulle

  • Wahlverfahren

    Die Mehrheit der Kurfürsten genügte zur Königswahl.

  • Papst

    Die Königswahl brauchte seine Zustimmung nicht; die Kaiserkrönung war davon zu unterscheiden.

  • Wähler

    Drei geistliche und vier weltliche Kurfürsten durften wählen.

  • Eigene Rechte

    Münzen, Zölle und Gerichte stärkten die Macht der Kurfürsten in ihren Gebieten.

  • Ungeteilte Gebiete

    Die Regel sollte verhindern, dass Wahlstimmen geteilt oder vermehrt wurden.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Die Gerichtsrechte der Kurfürsten erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre, warum die Gerichtsregeln die Macht der Kurfürsten stärkten.
  2. 2Regel feststellen: Die Menschen unter ihrer Herrschaft durften nur vor das kurfürstliche Gericht geladen werden und kein anderes Gericht anrufen.
  3. 3Wirkung erklären: Ihre Rechtsstreitigkeiten blieben damit bei den Gerichten des Kurfürsten.
  4. 4Ergebnis formulieren: Die Kurfürsten hatten nicht nur bei der Königswahl Einfluss. Auch in ihren Gebieten sicherten ihnen die Gerichtsregeln Macht.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu den Gebieten der Kurfürsten In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Zur Königswahl in der Bartholomäuskirche kamen die Kurfürsten nach . Bei der Stimmabgabe begann der Erzbischof von . Bei den weltlichen Kurfürsten war der eheliche Sohn als Nachfolger vorgesehen.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Goldene Bulle

LeichtWelcher dieser Kurfürsten gehörte zur weltlichen Gruppe?
MittelWelche Rolle hatte der Papst nach den Wahlregeln?
SchwerDie Kurfürsten sollten jährlich mit dem Kaiser beraten. Wie passt das zu ihren weiteren Rechten?

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