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Geschichte · Klasse 7–13 · aktualisiert

Friedensschluss in Geschichte: Westfälischer Friede

Du lernst, wie der Westfälische Friede zustande kam, welche Regeln er schuf und wie du seine Erfolge und Grenzen beurteilst.

0 von 9 Aufgaben gelöst

Friedensschluss in Geschichte: Westfälischer Friede

Kurz gesagt

Der Westfälische Friede besteht aus zwei Friedensverträgen von 1648. Sie beendeten den Dreißigjährigen Krieg im Reich und regelten religiöse und politische Streitfragen. Den Konflikt zwischen Frankreich und Spanien lösten sie jedoch nicht.

Eine Unterschrift unter einem Vertrag löst noch nicht jedes Problem nach einem Krieg. Truppen müssen abziehen, Streitfragen brauchen Regeln. Am Westfälischen Frieden untersuchst du, wie aus Verhandlungen eine Friedensordnung entstand und wo ihre Grenzen lagen.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Wenn Kämpfe aufhören, ist rechtlich noch nicht unbedingt Frieden. Das zeigt der Erste Weltkrieg: Der Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918 beendete die Kampfhandlungen, aber nicht den Kriegszustand. Ein Waffenstillstand ist eine Vereinbarung, die Kämpfe einzustellen.

Beim Westfälischen Frieden wurden zwei zusammengehörige Friedensverträge ausgehandelt. Sie beendeten den Dreißigjährigen Krieg im Heiligen Römischen Reich. Dieses Reich umfasste Herrschaftsgebiete und Städte unter einem Kaiser. Die Verhandlungen fanden in Münster und Osnabrück statt; beide Verträge wurden am 24. Oktober 1648 in Münster unterzeichnet.

Mit den Unterschriften war die Umsetzung noch nicht abgeschlossen. In Nürnberg folgten Verhandlungen über die Auflösung von Truppen und Entschädigungen, also Ausgleichsleistungen. Die reichsrechtlichen Regeln von Münster, Osnabrück und Nürnberg blieben bis zum Ende des Reiches 1806 Bestandteile seiner Verfassungsordnung. Damit sind die grundlegenden Regeln gemeint, nach denen Herrschaft ausgeübt wurde.

Definition

Kriegsbeendigung, Friedensschluss und Friedensordnung

Kriegsbeendigung betrifft das Ende eines Krieges; ein Ende der Kämpfe allein reicht dafür rechtlich nicht unbedingt aus. Friedensschluss meint die Einigung auf Frieden. Friedensordnung bezeichnet die Regeln, die das Zusammenleben nach dem Krieg ordnen sollen.

Merke: Unterscheide das Ende der Kämpfe, die Einigung auf Frieden und die Regeln für die Zeit danach. Auch nach einem Friedensschluss kann seine Umsetzung weitere Verhandlungen verlangen.

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LeichtWelche Zuordnung beschreibt eine Friedensordnung?

Alles auf einen Blick

Friedensschluss

  • Unterscheidung

    Das Ende von Kämpfen, die Einigung auf Frieden und eine Ordnung für die Zeit danach sind nicht dasselbe.

  • Verhandlungen

    Unterschiedliche Interessen, militärischer Druck und Regeln für die Gespräche prägten den Friedensschluss.

  • Bestimmungen

    Der Frieden regelte religiöse Streitfragen und die Rechte von Kaiser und Reichsständen.

  • Umsetzung

    Nach den Verträgen waren weitere Verhandlungen über Truppen und Entschädigungen nötig.

  • Urteil

    Langer rechtlicher Bestand war ein Erfolg; ungelöste Konflikte und religiöse Ausschlüsse waren Grenzen.

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Das Normaljahr als Regel zur Streitlösung erklären

  1. 1Aufgabe: Erkläre, wie das Normaljahr den Streit um kirchlichen Besitz regeln sollte.
  2. 2Bestimmung nennen: Für den evangelischen und katholischen Besitz war der Stand vom 1. Januar 1624 maßgeblich.
  3. 3Wirkung erklären: Der Besitz sollte diesem Stand entsprechen oder auf ihn zurückgeführt werden. Damit gab es einen festgelegten Maßstab für den Streit.
  4. 4Grenze beachten: Die kaiserlichen Erblande waren davon ausgenommen.
  5. 5Ergebnis formulieren: Das Normaljahr regelte den Besitzstreit anhand eines festen Zeitpunktes, galt aber nicht ohne Ausnahme im ganzen Reich.

Fehler finden

Prüfe die Aussagen zu den Rechten der Reichsstände In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Direkt und ohne Vermittlung verhandelten die Gesandten des Kaisers, der Reichsstände und Schwedens in . Von der rechtlichen Anerkennung auf Reichsebene ausgeschlossen blieben die . Die reichsrechtlichen Regeln des Friedens blieben bis zum Ende des Reiches Bestandteile seiner Verfassungsordnung.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Friedensschluss

LeichtWas beendete der Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918?
MittelWas zeigt die Niederlage des Kaisers bei Jankau im März 1645?
SchwerWelches Urteil passt zu den gescheiterten Verhandlungen zwischen Frankreich und Spanien?

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