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Biologie · Klasse 9–10 · aktualisiert

Räuber-Beute-Beziehung einfach erklärt

Lies zeitversetzte Bestandskurven und verstehe, was das Räuber-Beute-Modell erklärt und wo seine Grenzen liegen.

0 von 13 Aufgaben gelöst

Räuber-Beute-Beziehung einfach erklärt

Kurz gesagt

In einer Räuber-Beute-Beziehung beeinflussen sich die Bestände zweier Arten: Mehr Beute kann die Räuber vermehren; mehr Räuber können danach die Beute verringern. Im einfachen Modell erreicht die Beute ihren Hochpunkt zuerst. In der Natur wirken weitere Faktoren mit.

Eine Räuber-Beute-Beziehung verbindet die Bestandsentwicklungen zweier Arten: Viel Beute ermöglicht mehr Räubern das Überleben und die Fortpflanzung. Mehr Räuber verringern anschließend die Beute. Wegen dieser Rückkopplung können beide Bestände zeitversetzt schwanken.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Stell dir ein Gebiet mit Hasen und Füchsen vor. Finden die Füchse viel Beute, können mehr von ihnen überleben und Junge aufziehen. Dadurch nimmt der Fuchsbestand zeitverzögert zu. Mehr Füchse fressen mehr Hasen, sodass deren Bestand sinkt. Wird die Beute knapp, nimmt später auch der Fuchsbestand ab. Nun können sich die Hasen wieder stärker vermehren. Eine Population umfasst alle Individuen einer Art in einem bestimmten Gebiet. Die Populationsgröße ist ihre absolute Anzahl. Die Populationsdichte gibt dagegen an, wie viele Individuen je Fläche oder Volumen vorkommen. Nicht jede Ernährung von totem Material bildet eine solche Rückkopplung. Aasfresser, Detritusfresser und Destruenten töten keine lebende Beutepopulation, deren Größe sie durch Jagd unmittelbar verändern.

Definition

Räuber-Beute-Beziehung

Eine Räuber-Beute-Beziehung ist eine längerfristige Wechselwirkung zwischen den Populationen verschiedener Arten. Der Räuber profitiert von der Nahrung, während die Beute geschädigt wird. Betrachtet werden nicht einzelne Tiere, sondern die Bestände beider Arten.

Merke: Die Beute verändert sich zuerst. Der Räuberbestand reagiert zeitverzögert auf das veränderte Nahrungsangebot.

Beispiel: Der typische Ablauf lautet

  1. 1Wenige Räuber ermöglichen eine Zunahme der Beute.
  2. 2Viel Beute begünstigt die Vermehrung der Räuber.
  3. 3Viele Räuber verringern die Beutepopulation.
  4. 4Beutemangel lässt anschließend die Räuberpopulation sinken.
  5. 5Bei wenigen Räubern kann sich die Beute erholen.

Teste dich

LeichtWelche Aussage beschreibt die Rückkopplung richtig?
MittelNach einem Rückgang der Räuber nimmt die Beute zu. Was ist die passende Erklärung?

Alles auf einen Blick

Räuber-Beute-Beziehung

  • Rückkopplung

    Viel Beute begünstigt Räuber; Viele Räuber verringern Beute

  • Kurven

    Beute erreicht Hochpunkt zuerst; Räuber folgt zeitverzögert

  • Lotka-Volterra-Modell

    periodische Schwankungen; konstante Mittelwerte ohne Eingriff; verschobene Mittelwerte bei fortgesetzter Entnahme

  • Grenzen

    Weitere Arten und Ressourcen; Klima, Krankheiten und Lebensraum; Kurvenmuster ist kein Kausalitätsbeweis

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Deute zwei Bestandskurven

  1. 1In einem gedachten Diagramm erreichen Heuschrecken ihren Hochpunkt vor insektenfressenden Vögeln.
  2. 2Das passt zur Modellidee: Viele Heuschrecken können mehr Vögel ernähren.
  3. 3Wachsen die Vogelbestände danach, kann der Fraßdruck auf Heuschrecken steigen.
  4. 4Die Kurven allein beweisen die Ursache nicht; prüfe auch Nahrung, Wetter und andere Feinde.

Fehler finden

Was zeigen zwei Kurven? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Im einfachen Modell steigt zuerst die . Der Räuber folgt . Eine passende Kurve ist ein auf die Beziehung.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Räuber-Beute-Beziehung

LeichtWelche Population erreicht im einfachen Modell zuerst ihren Hochpunkt?
MittelWas folgt auf einen starken Rückgang der Beute typischerweise mit Verzögerung?
SchwerIn einem See schwanken zwei Arten zeitversetzt. Gleichzeitig ändern sich Temperatur, Pflanzenangebot und Konkurrenz. Welche Schlussfolgerung ist am besten begründet?

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