Biologie · Klasse 7–8 · aktualisiert
Nahrungsnetz: Aufbau, Pfeile und Energiefluss
Verbinde Nahrungsketten zu einem Netz und leite Folgen von Veränderungen ab, ohne mehr zu behaupten als das Modell zeigt.
0 von 9 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Ein Nahrungsnetz verbindet mehrere Nahrungsketten eines Ökosystems. Seine Pfeile zeigen von der Nahrung zum Fresser und machen Verzweigungen sichtbar: Eine Art kann mehrere Nahrungsquellen oder Fressfeinde haben. Das Netz hilft bei begründeten Vorhersagen, bleibt aber ein vereinfachtes Modell.
Ein Nahrungsnetz verbindet mehrere Nahrungsketten. Es zeigt, welche Organismen einander als Nahrung dienen. Jeder Pfeil führt vom Futter zum Fresser. Anders als eine einzelne Kette zeigt das Netz auch Verzweigungen und alternative Wege.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
4 Abschnitte
Eine Nahrungskette zeigt nur einen ausgewählten Weg, etwa Samen → Maus → Fuchs. Eine Maus kann im betrachteten Modell auch Nüsse und Insekten fressen; Fuchs, Katze oder Greifvogel können sie fressen. Werden diese Beziehungen verbunden, entstehen mehrere Wege mit gemeinsamen Organismen. Das ist ein Nahrungsnetz.
Ein Netz bildet reale Beziehungen besser ab als eine einzelne Kette, aber nicht vollständig. Ein Pfeil steht nur für eine im Modell berücksichtigte Fraßbeziehung. Zum Zeichnen notierst du zuerst die Organismen, klärst für jedes Paar, wer gefressen wird, und zeichnest den Pfeil zur fressenden Art. Prüfe danach, ob ein Organismus mehrere Nahrungsquellen oder mehrere Fressfeinde hat.
Definition
Nahrungsnetz
Ein Nahrungsnetz ist ein Modell aus mehreren verbundenen Nahrungsketten. Gemeinsame Organismen und zusätzliche Fraßbeziehungen erzeugen Verzweigungen.
Merke: Eine Kette zeigt einen Weg; ein Netz zeigt mehrere verbundene Wege. Jeder Pfeil führt vom Futter zum Fresser.
Teste dich
Der Pfeil zeigt nicht die Bewegungsrichtung des Jägers. Er zeigt, wohin Stoffe und gebundene Energie mit der Nahrung gelangen. Produzenten wie grüne Pflanzen und Algen bauen mithilfe von Licht aus anorganischen Stoffen Biomasse auf. Konsumenten fressen Pflanzen oder andere Tiere. Pflanzenfresser sind in ihrer jeweiligen Beziehung Primärkonsumenten; ihre Fresser sind Sekundärkonsumenten. Weitere Stufen können folgen. Ein Allesfresser kann auf unterschiedlichen Wegen verschiedene Stufen einnehmen.
Destruenten bauen tote organische Reste und Ausscheidungen ab. Dazu gehören viele Pilze und Bakterien; Regenwürmer können Material zerkleinern. Beim Abbau können anorganische Stoffe frei werden, die Produzenten erneut nutzen. Reste entstehen auf jeder Trophiestufe. Deshalb lassen sich Destruenten nicht als bloßes Ende einer einzigen Kette einzeichnen.
Definition
Trophiestufe
Eine Trophiestufe ist die Ernährungsposition in einem betrachteten Fressweg. Im Netz kann ein Allesfresser je nach Nahrung verschiedene Positionen einnehmen.
Beispiel: Eine Verbindung lesen
- 1Gegeben ist Wasserpflanze → Insektenlarve → kleiner Fisch.
- 2Die Wasserpflanze wird von der Larve gefressen; der Fisch frisst die Larve.
- 3Die Wasserpflanze ist Produzentin, die Larve Primärkonsumentin und der Fisch in diesem Weg Sekundärkonsument.
Teste dich
Im folgenden vereinfachten Modell werden Wasserpflanzen von Insektenlarven, Enten und einigen kleinen Fischen gefressen. Kleine Fische fressen auch Insektenlarven. Größere Fische und Greifvögel fressen kleine Fische. Greifvögel fressen in diesem Modell außerdem Enten und größere Fische. Die Wasserpflanzen sind die Produzentenbasis.
Ein Hauptweg lautet Wasserpflanzen → Insektenlarven → kleine Fische → größere Fische → Greifvögel. Dazu gehören weitere Pfeile: Wasserpflanzen → kleine Fische, Wasserpflanzen → Enten, kleine Fische → Greifvögel und Enten → Greifvögel. Wasserpflanzen ernähren mehrere Konsumenten; Greifvögel nutzen mehrere Beutetiere. Jeder Pfeil muss zu einer der vorgegebenen Beziehungen passen. Das Modell zeigt nicht alle möglichen Beziehungen im See.
| Nahrung | Fresser im Modell |
|---|---|
| Wasserpflanzen | Insektenlarven, Enten, kleine Fische |
| Insektenlarven | kleine Fische |
| Kleine Fische | größere Fische, Greifvögel |
| Enten und größere Fische | Greifvögel |
Teste dich
Mit der Nahrung werden Stoffe und chemisch gebundene Energie übertragen. Produzenten speichern einen Teil der Lichtenergie in Biomasse. Konsumenten nutzen Energie für Lebensvorgänge; Energie wird schließlich als Wärme abgegeben. Daher gelangt nur ein Teil in neue Biomasse höherer Trophiestufen. Destruenten bauen tote Reste und Ausscheidungen ab und machen Stoffe erneut für Produzenten verfügbar. Stoffe können kreisen; Energie fließt gerichtet und muss meist als Sonnenlicht neu hinzukommen.
Nimmt im Seenetz die Zahl kleiner Fische ab, steht größeren Fischen und Greifvögeln diese dargestellte Beute seltener zur Verfügung. Insektenlarven könnten seltener gefressen werden und zunehmen. Greifvögel könnten andere dargestellte Beute stärker nutzen. Das sind Möglichkeiten, keine sicheren Zahlen oder Folgen. Das Netz enthält weder Bestandsgrößen noch die Stärke der Beziehungen; weitere Nahrung, Konkurrenz und Umweltbedingungen können fehlen.
Merke: Leite zuerst die direkt betroffenen Pfeile ab. Eine genaue Vorhersage braucht zusätzliche Daten über Bestände, Alternativen und Umweltbedingungen.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Nahrungsnetz
Verbindung
Gemeinsame Arten verknüpfen mehrere Ketten.
Verzweigung
Eine Art kann mehrere Nahrungsquellen oder Fressfeinde haben.
Pfeile
Sie zeigen von der Nahrung zum Fresser.
Rollen
Produzenten, Konsumenten und Destruenten haben verschiedene Aufgaben.
Energie
Sie fließt gerichtet und wird schließlich als Wärme abgegeben.
Vorhersage
Netzfolgen sind ohne Zusatzdaten begründete Möglichkeiten.
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Ein Netz aus drei Wegen ergänzen
- 1Aufgabe: Gegeben sind Eiche → Raupe → Rotkehlchen und Eiche → Maus → Eule. Im Modell frisst die Eule auch Rotkehlchen. Ergänze den fehlenden Pfeil.
- 2Übernimm die beiden vorgegebenen Wege. Ergänze Rotkehlchen → Eule.
- 3Die Eiche verbindet beide Wege. Zur Eule führen nun Pfeile von Maus und Rotkehlchen.
- 4Die Wege bilden ein Netz. Das Modell behauptet nicht, dass die Eule nur diese beiden Nahrungsquellen hat.
Fehler finden
Ein Wiesenmodell nach einem Ausfall prüfen In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Richtig: Die Eidechse verliert eine dargestellte Nahrungsquelle, hat im Modell aber noch Käfer. Ohne weitere Daten ist Aussterben nicht sicher.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Ein Nahrungsnetz verbindet mehrere . Pfeile zeigen vom zum Fresser. Ohne Bestandsdaten sind Vorhersagen .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback