Biologie · Klasse 7–8 · aktualisiert
Produzenten, Konsumenten und Destruenten erklärt
Ordne Lebewesen nach ihren Aufgaben ein und bestimme Konsumentenordnungen in einer Nahrungskette.
0 von 8 Aufgaben gelöst
Kurz gesagt
Produzenten bauen aus anorganischen Stoffen Biomasse auf. Konsumenten übernehmen organische Stoffe durch Nahrung; ihre Ordnung hängt davon ab, wen sie in einer konkreten Nahrungskette fressen. Destruenten bauen tote Reste ab und machen Bestandteile wieder nutzbar.
Produzenten bauen Biomasse auf, Konsumenten fressen Produzenten oder andere Konsumenten und Destruenten zerlegen totes organisches Material. Gemeinsam ermöglichen diese drei Gruppen, dass Stoffe in einem Ökosystem erneut verfügbar werden. Auf dieser Seite lernst du, Organismen nach ihrer Funktion einzuordnen und ihre Beziehungen in einer Nahrungskette zu erklären.
Deine Lernziele
Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.
3 Abschnitte
Entscheidend ist die Funktion eines Organismus im betrachteten Nahrungsgefüge. Produzenten wie Pflanzen und Algen bauen aus anorganischen Stoffen organische Biomasse auf; verschiedene Bakterien können das ebenfalls. Sie sind autotroph, also beim Aufbau organischer Stoffe nicht auf Nahrung aus anderen Lebewesen angewiesen.
Konsumenten sind heterotroph: Sie übernehmen organische Stoffe mit der Nahrung. Dazu gehören Pflanzenfresser, Fleischfresser und Allesfresser. Destruenten bauen tote Pflanzen, Tierkörper und Ausscheidungen ab. Pilze und Bakterien setzen dabei auch anorganische Stoffe frei, die Produzenten erneut nutzen können.
Definition
Produzenten
Produzenten stellen aus anorganischen Stoffen organische Biomasse her. Pflanzen und Algen nutzen dazu Lichtenergie. Auch verschiedene Bakterienarten können Produzenten sein.
Definition
Konsumenten
Konsumenten nehmen andere Lebewesen oder deren organische Biomasse auf. Sie gewinnen daraus Stoffe und Energie, können ihre Nahrung aber nicht selbst aus anorganischen Ausgangsstoffen herstellen.
Beispiel: Drei Rollen im Gemüsegarten
- 1Salatpflanzen bauen Biomasse auf und sind Produzenten.
- 2Eine Nacktschnecke frisst Salat und ist Konsument.
- 3Pilze und Bakterien bauen abgestorbene Reste ab und wirken als Destruenten.
Teste dich
Ein Nahrungspfeil zeigt von der Nahrung zum Organismus, der sie frisst. Primärkonsumenten fressen Produzenten. Sekundärkonsumenten fressen Primärkonsumenten, Tertiärkonsumenten fressen Sekundärkonsumenten. Bei längeren Ketten gibt es weitere Ordnungen.
Die Ordnung hängt von der konkreten Nahrungskette ab, nicht allein vom Namen einer Tierart. Ein Endkonsument steht am Ende der betrachteten Kette. Wie viele Ordnungen vorkommen, hängt vom Ökosystem und von der gewählten Kette ab.
Beispiel: Eine Nahrungskette auf der Wiese
- 1Gras → Heuschrecke → Frosch → Reiher. Der Pfeil zeigt jeweils zur fressenden Art.
- 2Gras ist der Produzent.
- 3Die Heuschrecke frisst Gras und ist Primärkonsument.
- 4Der Frosch frisst die Heuschrecke und ist Sekundärkonsument.
- 5Der Reiher frisst den Frosch und ist in dieser Kette Tertiärkonsument.
Merke: Bestimme die Konsumentenordnung nicht allein nach dem Namen der Tierart. Verfolge zuerst die konkrete Nahrungskette vom Produzenten aus.
Beispiel: So gehst du vor
- 1Primärkonsumenten oder Konsumenten 1. Ordnung fressen Produzenten. Sie sind Pflanzenfresser.
- 2Sekundärkonsumenten oder Konsumenten 2. Ordnung fressen Primärkonsumenten.
- 3Tertiärkonsumenten oder Konsumenten 3. Ordnung fressen Sekundärkonsumenten.
- 4Weitere Ordnungen entstehen, wenn die Nahrungskette fortgesetzt wird.
Teste dich
Produzenten nehmen anorganische Stoffe auf und bauen daraus organische Biomasse. Konsumenten übernehmen diese Stoffe direkt oder über andere Konsumenten. Tote Organismen und Ausscheidungen enthalten weiterhin organische Stoffe. Destruenten bauen sie ab und wandeln Bestandteile in anorganische, erneut nutzbare Formen um. Diese Rückführung heißt Remineralisierung.
Stoffe können erneut von Produzenten aufgenommen werden. Energie aus dem ursprünglichen Sonnenlicht wird dagegen bei Lebensvorgängen umgewandelt und schließlich als Wärme abgegeben. Destruenten führen Stoffe zurück, nicht die zuvor genutzte Energie.
Beispiel: Reste auf dem Kompost
- 1Ein Apfelrest gelangt auf den Kompost.
- 2Pilze und Bakterien bauen seine organischen Stoffe ab.
- 3Dabei werden anorganische Nährstoffe frei, die Pflanzen für neue Biomasse nutzen können.
Merke: Stoffe können im Ökosystem erneut verfügbar werden: Produzenten bauen Biomasse auf, Konsumenten nutzen sie und Destruenten führen Bestandteile aus totem Material in anorganische Formen zurück.
Beispiel: Eine zweite Nahrungskette einordnen
- 1Gegeben ist Eiche → Raupe → Kohlmeise → Sperber.
- 2Die Eiche ist Produzentin; die Raupe frisst ihre Blätter und ist Primärkonsument.
- 3Die Kohlmeise frisst die Raupe und ist Sekundärkonsument.
- 4Der Sperber frisst die Kohlmeise und ist in dieser Kette Tertiärkonsument.
- 5Destruenten können Reste aller vier Organismen abbauen und anorganische Stoffe freisetzen.
Teste dich
Alles auf einen Blick
Produzenten, Konsumenten und Destruenten
Produzenten
bauen Biomasse auf
Konsumenten
nehmen Biomasse als Nahrung auf
Destruenten
bauen totes organisches Material ab
Nahrungskette
bestimmt die Konsumentenordnung
Stoffkreislauf
macht Stoffe erneut verfügbar
Musteraufgabe · Schritt für Schritt
Ordne eine Nahrungskette ein
- 1Gegeben ist Wasserpflanze → Wasserschnecke → Fisch.
- 2Die Wasserpflanze baut Biomasse auf und ist Produzent.
- 3Die Wasserschnecke frisst den Produzenten und ist Primärkonsument.
- 4Der Fisch frisst die Wasserschnecke und ist in dieser Kette Sekundärkonsument.
- 5Pilze und Bakterien können später Reste aller drei Organismen abbauen.
Fehler finden
Prüfe die Rollen am Wiesenrand In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.
Fehler in Zeile 3Richtig: Der Frosch ist in dieser Kette Sekundärkonsument, weil er die Heuschrecke als Primärkonsument frisst.
Lückentext
Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.
Gras ist ein . Eine Heuschrecke, die Gras frisst, ist . Pilze auf toten Resten wirken als .
Karteikasten
Erst selbst überlegen, dann umdrehen.
Übung mit Feedback