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Biologie · Klasse 12–13 · aktualisiert

Koevolution: Wechselseitige Anpassung verstehen

Erfahre, wie zwei Arten gegenseitig Selektionsdruck ausüben und warum passende Merkmale allein noch kein Beweis für Koevolution sind.

0 von 12 Aufgaben gelöst

Koevolution: Wechselseitige Anpassung verstehen

Kurz gesagt

Koevolution ist die wechselseitige evolutionäre Veränderung interagierender Arten. Verändert sich etwa die Abwehr einer Pflanze und daraufhin die erbliche Widerstandsfähigkeit eines Pflanzenfressers, kann jede Veränderung den Selektionsdruck auf die andere Art verschieben.

Koevolution bedeutet: Interagierende Arten beeinflussen über viele Generationen gegenseitig ihre Evolution. Eine Veränderung bei Art A verändert den Selektionsdruck auf Art B; deren Gegenanpassung wirkt wiederum auf Art A zurück. Du lernst, diesen wechselseitigen Prozess von einer bloßen Wechselwirkung oder einseitigen Anpassung zu unterscheiden. Außerdem untersuchst du kooperative und antagonistische Beispiele.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

In einer Population unterscheiden sich die Individuen voneinander. Neue Unterschiede können unter anderem durch zufällige Mutationen entstehen. Sind Merkmale erblich und unter den jeweiligen Bedingungen vorteilhaft, hinterlassen ihre Träger häufiger Nachkommen. Dadurch werden diese Merkmale über Generationen häufiger.

Definition

Koevolution

Koevolution ist die gegenseitige Beeinflussung der Evolution interagierender Arten durch wechselseitigen Selektionsdruck. Die dabei aufeinander bezogenen Anpassungen heißen auch Koadaptationen.

Merke: Einzelne Lebewesen passen sich nicht absichtlich an. Koevolution verändert über Generationen die Häufigkeit erblicher Merkmale in Populationen.

Beispiel: Der Ablauf lässt sich in fünf Schritten ordnen

  1. 1In Art A und Art B gibt es erbliche Unterschiede.
  2. 2Ein Merkmal von Art A beeinflusst Überleben oder Fortpflanzung von Art B.
  3. 3Dadurch werden bestimmte Merkmale in Art B begünstigt.
  4. 4Die Veränderung von Art B verändert den Selektionsdruck auf Art A.
  5. 5Über viele Generationen können weitere Anpassungen und Gegenanpassungen folgen.

Teste dich

LeichtWelche Aussage beschreibt den Motor der Koevolution?
MittelIn einer Insektenpopulation treten durch Mutation verschiedene Rüssellängen auf. Lange Rüssel ermöglichen mehr Nahrung und dadurch mehr Nachkommen. Was geschieht langfristig wahrscheinlich?

Alles auf einen Blick

Koevolution

  • Voraussetzung

    Arten interagieren

  • Mechanismus

    erbliche Variation und Selektion

  • Kennzeichen

    wechselseitiger Selektionsdruck

  • Folge

    Anpassung und Gegenanpassung

  • Kooperation

    beide Arten profitieren

  • Antagonismus

    mindestens eine Art wird beeinträchtigt

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Prüfe eine behauptete Koevolution

  1. 1Eine Käferart besitzt einen harten Panzer; ein Vogel kann ihn mit seinem Schnabel öffnen.
  2. 2Die Merkmale passen zusammen. Das zeigt eine mögliche Wechselwirkung.
  3. 3Prüfe, ob erbliche Veränderungen beim Käfer die Selektion beim Vogel beeinflusst haben und umgekehrt.
  4. 4Ohne Beleg für beide Richtungen bleibt Koevolution eine Hypothese.

Fehler finden

Ist die Anpassung gegenseitig belegt? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Koevolution braucht Unterschiede. Beide Arten üben Selektionsdruck aus. Passende Merkmale allein sind ein , kein Nachweis der Rückwirkung.

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Koevolution

LeichtWas unterscheidet Koevolution von einer einseitigen Anpassung?
MittelEine Pflanze entwickelt stärkere Abwehrstoffe. Ein Pflanzenfresser entwickelt über Generationen eine erbliche Resistenz, die wiederum stärkere Pflanzenabwehr begünstigt. Welche Einordnung passt?
SchwerZwei Arten besitzen genau zueinander passende Merkmale. Entwickle das beste Prüfargument.

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