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Biologie · Klasse 9–10 · aktualisiert

Parasitismus: Wirt, Parasit und Beispiele

Erkenne Parasiten an ihrem Nutzen und dem Schaden für den Wirt. Vergleiche Lebensorte, Anpassungen und Wirtswechsel.

0 von 13 Aufgaben gelöst

Parasitismus: Wirt, Parasit und Beispiele

Kurz gesagt

Beim Parasitismus nutzt ein Lebewesen einer Art einen Wirt einer anderen Art als Nahrungsquelle oder Lebensraum und schädigt ihn dabei. Eine Zecke saugt Blut an einem Tier; ein Bandwurm lebt im Darm. Gewöhnlich bleibt der Wirt zunächst am Leben.

Beim Parasitismus nutzt ein Lebewesen, der Parasit, ein Lebewesen einer anderen Art als Nahrungsquelle oder Lebensraum. Der Parasit profitiert, während sein Wirt geschädigt wird. Meist bleibt der Wirt am Leben. Auf dieser Seite lernst du, parasitische Beziehungen an ihren Folgen zu erkennen, wichtige Parasitenarten zu unterscheiden und typische Anpassungen sowie Wirtswechsel zu erklären.

Deine Lernziele

Hake ab, was du schon kannst. Löst du alle Aufgaben eines Abschnitts, hakt Mela das Ziel für dich ab.

4 Abschnitte

Eine Zecke saugt Blut an einem Fuchs. Sie erhält Nahrung; der Fuchs verliert Blut und kann verletzt werden oder mit Krankheitserregern in Kontakt kommen. Parasitismus erkennst du am Nutzen für den Parasiten und am Schaden für den Wirt. Der Schaden kann Nährstoffentzug, Gewebeverletzung oder Krankheit sein und Wachstum, Wohlbefinden, Fortpflanzung oder Lebensdauer beeinträchtigen. Der Parasit ist häufig kleiner und vom Wirt abhängig. Gewöhnlich tötet er ihn nicht unmittelbar, weil er damit Nahrung oder Lebensraum verlieren könnte.

Ektoparasiten leben auf der Körperoberfläche, etwa Läuse, Flöhe und Zecken. Sie stechen oder saugen oft zur Nahrungsaufnahme. Endoparasiten leben im Körper, etwa Bandwürmer im Darm oder Plasmodien in Zellen. Pflanzliche Vollschmarotzer wie die Seide beziehen ihre Stoffe vollständig von der Wirtspflanze. Halbschmarotzer wie die Mistel entziehen Wasser und gelöste Stoffe, betreiben aber selbst Fotosynthese.

Ein obligater Parasit braucht einen Wirt für seine Entwicklung. Ein fakultativer Parasit kann auch frei leben und wird nur gelegentlich parasitisch. Temporäre Parasiten besuchen den Wirt nur zeitweise, etwa Stechmücken zur Blutmahlzeit. Permanente Parasiten wie Läuse bleiben ihr ganzes Leben auf oder in einem Wirt.

Definition

Parasitismus

Parasitismus ist eine Beziehung zwischen Lebewesen verschiedener Arten. Der Parasit nutzt den Wirt einseitig als Nahrungsquelle oder Lebensraum und schädigt ihn dabei.

Merke: Beurteile die Beziehung nach ihren Folgen, nicht mit Wörtern wie „gut“ oder „böse“: Parasit +, Wirt −.

Beispiel: Pflanzenparasit erkennen

  1. 1Eine Mistel entzieht einer Birke Wasser und gelöste Stoffe.
  2. 2Die Mistel betreibt selbst Fotosynthese und ist daher ein Halbschmarotzer.
  3. 3Sie gewinnt Stoffe; die Birke verliert Ressourcen.

Teste dich

LeichtWelche Aussage beschreibt Parasitismus?
MittelEin Tier lebt auf einem größeren Tier und saugt dort Blut. Welche Beobachtung belegt Parasitismus am deutlichsten?

Alles auf einen Blick

Parasitismus

  • Wirkungsbilanz

    Parasit profitiert, Wirt wird geschädigt

  • Lebensort

    Ektoparasit außen, Endoparasit innen

  • Pflanzenparasiten

    Vollschmarotzer und Halbschmarotzer

  • Anpassungen

    Haftorgane, Organrückbildung, viele Nachkommen

  • Entwicklung

    Übertragung, Zwischenwirt und Endwirt

  • Dynamik

    Wirtsabwehr und Koevolution

Musteraufgabe · Schritt für Schritt

Ordne einen Entwicklungszyklus zu

  1. 1In einem gedachten Entwicklungszyklus lebt ein Wurm zunächst als Larve in einer Maus.
  2. 2Eine Eule frisst die Maus. In der Eule wird der Wurm geschlechtsreif.
  3. 3Die Maus ist der Zwischenwirt, denn sie beherbergt ein unreifes Stadium.
  4. 4Die Eule ist der Endwirt, denn dort lebt das geschlechtsreife Stadium.

Fehler finden

Welcher Wirt ist der Endwirt? In einer Zeile steckt ein Fehler. Tippe sie an.

Lückentext

Wähl in jeder Lücke das passende Wort und prüf dann deine Antworten.

Eine Laus auf der Haut ist ein . Eine Mistel ist ein , weil sie selbst Fotosynthese betreibt. Das geschlechtsreife Stadium lebt gewöhnlich im .

Karteikasten

Erst selbst überlegen, dann umdrehen.

Übung mit Feedback

Abschluss-Check: Parasitismus

LeichtWelche Wirkungsbilanz kennzeichnet Parasitismus?
MittelEine Laus verbringt ihr gesamtes Leben auf einem Wirt und saugt dort Nahrung. Welche Kombination passt?
SchwerEin unbekannter Organismus lebt im Darm eines Tieres, entzieht ihm Nährstoffe und besitzt starke Haftorgane. Erkläre die passende Einordnung.

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