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Zone

Geozonen. Bearbeiten. → Hauptartikel: Geozone. Geozonen beziehen sich auf die Einteilung des gesamten Erdballes. Grundlage sind immer die Klimazonen, die …

Inhalt6 Abschnitte
  1. 1. Grundbegriff
  2. 2. Geographische Zonen
  3. 3. Zonen in Erdgeschichte und Natur
  4. 4. Politische, militärische und städtische Zonen
  5. 5. Planung und Verkehr
  6. 6. Technik, Informatik und Sport

Grundbegriff

Eine Zone ist allgemein ein Bereich, Areal oder Abschnitt. Gemeint ist ein abgrenzbarer Teilbereich eines Ganzen, der nach einem bestimmten Gesichtspunkt von benachbarten Teilbereichen unterschieden wird. Solche Gesichtspunkte können zum Beispiel Klima, Windsysteme, Vegetation, Verkehr, Infrastruktur oder Verwaltung sein. Die Einteilung in Zonen heißt Zonierung.

Wenn eine Zone nach demselben Prinzip weiter unterteilt wird, spricht man von einer Subzone. Die Vorsilbe „Sub-“ kann aber auch bedeuten, dass eine Zone „unter“ beziehungsweise außerhalb einer Bezugszone liegt, wie bei den Subtropen.

Geographische Zonen

In der Geographie ist Zone ein zentraler Begriff für Regionen oder Areale, die sich abgestuft über oder zwischen anderen Regionen oder über den ganzen Erdball ziehen. Ein Beispiel ist die Zeitzone.

Geozonen beziehen sich auf die Einteilung des gesamten Erdballs. Ihre Grundlage sind immer die Klimazonen. Diese liegen grundsätzlich weltumspannend zwischen Breitenkreisen. Davon abgeleitete Zonenbegriffe können dagegen innerhalb eines Breitengrades mehrfach vorkommen. Beispiele sind Windzonen wie Ostwindzone, Passatzone und Westwindzone sowie „Landschaftszonen“, Vegetationszonen, Zonobiome und Ökozonen.

Zonen in Erdgeschichte und Natur

In der Biostratigraphie sind Biozonen das Grundelement. Die Biostratigraphie gliedert Gesteinseinheiten und bestimmt ihre relative chronologische Stellung mithilfe von Fossilien. Eine Biozone bezeichnet als chronologische Einheit eine Zeitspanne, die auf der Lebensdauer einer biologischen Art beruht. Als stratigraphischer Begriff bezeichnet sie die Gesteine, die innerhalb dieser Zeitspanne neu gebildet wurden.

Eine Phylo-Zone umfasst die Existenzdauer einer abgegrenzten Art innerhalb einer evolutionären Entwicklungsreihe. Eine Reichweiten-Zone beschreibt den Abschnitt des zeitlich-stratigraphischen und geographischen Vorkommens eines oder mehrerer Taxa, also biologischer Gruppen.

In Biologie, Medizin und Bezug auf Menschen nennt der Artikel außerdem erogene Zone, Gräfenberg-Zone, Distanzzonen der nonverbalen Kommunikation, Verlandungszonen, tropholytische Zone und trophogene Zone. Die Pollenzone wird ausdrücklich als sprachliche Fehlbenennung bezeichnet, weil sie keine räumliche, sondern eine zeitliche Abfolge von Pflanzengesellschaften meint.

Politische, militärische und städtische Zonen

Militärische Zonen sind abgegrenzte Gebiete mit besonderer sicherheits- oder völkerrechtlicher Bedeutung. Genannt werden unter anderem Besatzungszonen, Sowjetische Besatzungszone, Bizone oder Doppelzone, Trizone, Zone A, Zone B, neutrale Zone, Sperrzone, atomwaffenfreie Zone, entmilitarisierte Zone, die demilitarisierte Zone in Korea, die 12-Seemeilen-Zone im internationalen Seerecht, Meereszonen und Schutzzonen um wichtige öffentliche Gebäude wie die Bannmeile. „Zone“ war außerdem die russische Bezeichnung „Зона“ für einen abgegrenzten und überwachten Arbeitsbereich für Kriegsgefangene in der Sowjetunion.

Als politische Begriffe nennt der Artikel die gentechnikfreie Zone, die Eurozone und die „National befreite Zone“, das Unwort des Jahres 2000. „Zone“, „Ostzone“ oder „Sowjetzone“ waren abwertende Bezeichnungen für die Deutsche Demokratische Republik, die aus der Sowjetischen Besatzungszone hervorging. In Westdeutschland konnte diese Wortwahl in den 1950er- und 1960er-Jahren ausdrücken, dass man die DDR nicht als Staat anerkannte. Innerhalb der DDR konnte sie eine regimefeindliche Haltung anzeigen.

Im städtischen Zusammenhang bezeichnete „La zone“ die um 1950 entstandenen unbebauten Vororte von Paris, in denen vor allem Einwanderer lebten. Viele kamen aus französischen Provinzen, Nordafrika, Italien und Portugal, um in der Bauindustrie zu arbeiten. Trotz Gehältern fanden viele keine Wohnungen und lebten in Zelten oder Baracken, in Schmutz, ohne fließendes Wasser und ohne Heizung. Solche „Zonen“ gibt es teilweise noch vor Paris; als Grund nennt der Artikel heute eher die Armut von Einwanderern, besonders wenn sie illegal aus Afrika kommen und kaum eine Chance auf normale Arbeit haben.

Planung und Verkehr

In der Raumplanung der Schweiz bezeichnet eine Zone die Nutzung eines Gebiets. Beispiele sind Landwirtschaftszone, Bauzone und Zone zu besonderen Zwecken. Die konkrete Einteilung wird im Zonenplan festgelegt.

Im Straßenverkehr werden Zonen genutzt, um besondere Regeln für bestimmte Gebiete festzulegen. Beispiele sind verkehrsberuhigter Bereich, Begegnungszone in der Schweiz, Tempo-30-Zone, verkehrsberuhigter Geschäftsbereich als Tempo-20- oder Tempo-10-Zone, Parkverbotszone, Blaue Zone, Kurzparkzone, Fußgängerzone und Umweltzone.

Im öffentlichen Personenverkehr bezeichnet eine Tarifzone ein Gebiet innerhalb eines Zonentarifs. Solche Zonen spielen bei Verkehrsverbünden und Verkehrsgemeinschaften eine Rolle, weil Fahrpreise nach Zonen berechnet werden können.

Technik, Informatik und Sport

In Physik und Technologie hat „Zone“ verschiedene Fachbedeutungen. Genannt werden die Brillouin-Zone in der Festkörperphysik, die Zone in der Kristallographie, das Zonenschmelzverfahren in der Herstellung und das Zonensystem zur fotografischen Belichtungssteuerung nach Ansel Adams.

In der Informatik bezeichnet Zone unter anderem ein Konzept aus dem Domain Name System des Internets, kurz DNS. Weitere Bedeutungen sind die demilitarisierte Zone in der Netzwerktechnik, eine Gruppe benachbarter Spuren einer Festplatte mit identischer Anzahl an Blöcken und eine logische Gruppe von Rechnern in einem AppleTalk-Netzwerk.

Im Sport nennt der Artikel die Strike Zone im Baseball und die Zone im Basketball.

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