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Yeoman
Yeoman ([ˈjoʊmən], Pl. yeomen) ist ein in verschiedenen Bedeutungen gebrauchter Begriff aus dem englischen Ständewesen des Mittelalters und der frühen …
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Begriff und Bedeutungen
Yeoman bezeichnete im mittelalterlichen und frühneuzeitlichen England zunächst einen freien Bauern oder Freisassen. Später konnte der Begriff auch Pächter und kleine Grundbesitzer meinen. Das Kollektivum Yeomanry bedeutet „Freibauernschaft“.
Außerdem wurden höhergestellte Diener im adligen Hofhalt als yeomen bezeichnet. Im Vereinigten Königreich ist das Wort bis heute in Amts- und Rangbezeichnungen wie Yeoman Warder oder Yeoman of the Guard erhalten. In der Geschichte der Vereinigten Staaten bezeichnet yeoman oder yeoman farmer einen Bauern, der seine Felder selbst bestellt und dabei im Gegensatz zu den planters („Pflanzern“) keine Sklaven einsetzt.
Besitz, Aufgaben und Abgrenzungen
Ein Yeoman besaß in der Regel mindestens 40 Hektar Land. Sein Besitz war groß genug, um seinen Kindern einen Hof mit ausreichend Land zu überlassen oder zu verpachten, sodass diese nicht zusätzlich einem anderen Beruf nachgehen mussten. Anders als ein Angehöriger des Adels beziehungsweise der Gentry konnte ein Yeoman seinen Lebensunterhalt nicht allein durch Landbesitz bestreiten. Neben dem Verpachten bewirtschaftete er deshalb einen Teil seines Landes selbst.
Im Kriegsfall dienten Yeomen meist beritten als Waffenträger für Fernwaffen, insbesondere Bogen und Armbrust. Außerdem stellten sie Wachen, die in Dörfern oder Städten patrouillierten und weitgehende Rechte hatten.
In der United States Navy bezeichnet Yeoman einen Geschäftszimmerunteroffizier.