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Verzerrung (Kartografie)

Als Verzerrung wird in der Kartografie die Veränderung von Strecken, Winkeln oder Flächenausmaßen bezeichnet, die durch die Projektion der Erdkugel auf die …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Ursache
  2. 2. Arten und Beispiele

Begriff und Ursache

In der Kartografie bezeichnet Verzerrung die Veränderung von Strecken, Winkeln oder Flächenausmaßen, die entsteht, wenn die kugelförmige Erde auf die ebene Fläche einer Landkarte projiziert wird. Bei allen Oberflächen, die in zwei Richtungen gekrümmt sind, sind solche Verzerrungen unvermeidlich. Eine verzerrungsfreie Darstellung ist nur bei abwickelbaren Flächen möglich, also bei Ebenen, Zylindern oder Kegeln, die in höchstens einer Richtung gekrümmt sind.

Je größer das dargestellte Gebiet der Erdoberfläche ist, desto stärker fallen die Verzerrungen im Allgemeinen aus. Beim Aneinanderlegen benachbarter Kartenblätter können deshalb an den Rändern Klaffungen entstehen.

Arten und Beispiele

Welche Verzerrungen auftreten, hängt von der Kartenprojektion ab:

  • Eine generelle Streckentreue ist unmöglich. Die Streckenverzerrung kann jedoch in bestimmten Richtungen vermieden oder gering gehalten werden.
  • Winkeltreue Projektionen erhalten Winkel, verzerren dafür Flächen besonders stark. Bei der klassischen Mercator-Projektion erscheint Grönland mit 2,17 Mio. km² so groß wie Afrika mit 30,2 Mio. km², obwohl Grönland in Wirklichkeit um den Faktor 14 kleiner ist. Auch die Antarktis wird so groß abgebildet wie die gesamte übrige Landfläche, was nicht der Wirklichkeit entspricht.
  • Flächentreue Projektionen erhalten Flächen, verzerren dafür Winkel besonders stark. Als Beispiele nennt der Artikel die flächentreue Azimutalprojektion und die gnomonische Projektion.

Lernvideos zu Verzerrung (Kartografie)

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