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UB40
UB40 ist eine Reggae- und Popband aus Großbritannien. Die Band hatte in den 1980er Jahren eine Reihe von Hits, darunter Red Red Wine, I Got You Babe, …
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Überblick und Besetzung
UB40 ist eine britische Reggae- und Popband, die seit 1978 aktiv ist. In den 1980er Jahren hatte sie zahlreiche Hits, darunter „Red Red Wine“, „I Got You Babe“, „Can’t Help Falling in Love“ und „Kingston Town“. Ihre Texte behandeln häufig soziale Themen wie Rassismus und Arbeitslosigkeit.
Zur aktuellen Besetzung gehören James „Jim“ Brown (Schlagzeug), Duncan Campbell und Robin Campbell (Gitarre, Gesang), Earl Falconer (Bass, Gesang), Norman Lamount Hassan (Percussion) sowie Tony Mullins (Keyboard). Ehemalige Mitglieder sind Alistair „Ali“ Campbell, Michael Virtue, Terence „Astro“ Wilson, der 2021 starb, und Brian Travers, der ebenfalls 2021 starb.
Gründung und frühe Erfolge
Die Brüder Robin und Alistair „Ali“ Ian Campbell gründeten UB40 1978 in Birmingham. Die ersten Instrumente wurden von einem Schmerzensgeld gekauft, das Ali Campbell nach einer Schlägerei in einer Bar erhalten hatte. Der Name UB40 bezeichnet ein damals in Großbritannien verwendetes Formular zur Anmeldung der Arbeitslosigkeit: „Unemployment Benefit, Form 40“.
Nach einem halben Jahr im Proberaum nahm die Band ein Demotape auf. DJ John Peel hörte es im Radio und lud UB40 zu einer Studiosession ein. Chrissie Hynde von den Pretenders ermöglichte der Gruppe anschließend eine Tour als Vorband der Pretenders im Jahr 1980. Während dieser Tour erschien die erste Single „Food for Thought“, die Platz 4 der britischen Charts erreichte. Sie war die erste Single, die ohne Vertrag bei einem Major-Label die britischen Top Ten erreichte.
Das Debütalbum „Signing Off“ erschien 1980, erreichte Platz 2 in Großbritannien und verkaufte sich dort 310.000-mal. Es verband Reggae mit einem damals neuartigen Indie-Underground-Sound. Unzufrieden mit der Politik ihres Indie-Labels gründete die Band ihr eigenes Label DEP International, um unabhängiger zu sein.
Internationale Hits und spätere Entwicklung
1983 veröffentlichte UB40 „Labour of Love“, ein Album ausschließlich mit Cover-Versionen, also Neuinterpretationen bereits veröffentlichter Lieder. Die Coverversion von Neil Diamonds „Red Red Wine“ wurde Nummer 1 in Großbritannien und erreichte Platz 12 in Deutschland. Das Album kam in Großbritannien auf Platz 1, in den USA auf Platz 14 und wurde 2.120.000-mal verkauft.
1988 wurde „Red Red Wine“ nach einem Konzert zu Ehren Nelson Mandelas erneut erfolgreich. Der Radioproduzent Guy Zapoleon setzte in Phoenix, Arizona die Version mit Astros Toast in die Rotation. Daraufhin verschob das Label „Labour of Love II“ und veröffentlichte den älteren Hit erneut. Am 15. Oktober 1988 stand „Red Red Wine“ für eine Woche auf Platz 1 der Billboard Hot 100.
1993 folgte „Promises and Lies“. Die Single „Can’t Help Falling in Love“, ein Cover eines Liedes von Elvis Presley, war sieben Wochen Nummer 1 in den USA und zwei Wochen Spitzenreiterin in Großbritannien. Der Song war außerdem im Soundtrack des Films „Sliver“ mit Sharon Stone enthalten. Das Album erreichte Platz 2 in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Platz 1 in Großbritannien sowie Platz 6 in den USA und verkaufte sich 3.105.000-mal. Danach war die Band international kaum noch in den Charts vertreten. „Cover Up“ erreichte 2001 Platz 29 in England, „Who You Fighting For?“ 2005 Platz 20.
2005 schrieb UB40 mit dem Sänger Hunterz „Reasons“ und spielte das Lied am 2. Juli 2005 beim Live8-Konzert im Londoner Hyde Park. Ali Campbell kündigte am 25. Januar 2008 seinen Ausstieg nach Konzerten im Februar an; er nannte seine Solokarriere und Unregelmäßigkeiten bei den Bandfinanzen als Gründe. Michael Virtue verließ die Band am 19. März 2008 wegen derselben Unregelmäßigkeiten. Auf der Twentyfourseven-Tour 2008 übernahmen Duncan Campbell den Gesang und Tony Mullins das Keyboard. Im Oktober 2011 bestätigte ein Richter am Birmingham County Court die persönliche Insolvenz von Brian Travers, Jimmy Brown, Terence Oswald und Norman Hassan, nachdem DEP International pleitegegangen war. Brian Travers starb am 22. August 2021 im Alter von 62 Jahren an Krebs; Terence „Astro“ Wilson starb im November 2021.
Studioalben und Charterfolge
Wichtige frühe Studioalben waren „Present Arms“ (1981, Platz 2 in Großbritannien), „UB44“ (1982, Platz 4 in Großbritannien), „Geffery Morgan …“ (1984, Platz 3), „Baggariddim“ (1985, Platz 14) und „Rat in the Kitchen“ (1986, Platz 8). „Labour of Love II“ erschien 1989 und erreichte Platz 9 in Deutschland, Platz 6 in Österreich und Platz 3 in Großbritannien; in den USA stand es 111 Wochen in den Charts und erreichte Platz 30.
Spätere Alben waren „Guns in the Ghetto“ (1997, Platz 7 in Großbritannien), „Labour of Love III“ (1998, Platz 8), „HomeGrown“ (2003, Platz 49), „TwentyFourSeven“ (2008, Platz 81), „Labour of Love IV“ (2010, Platz 24) und „Getting Over the Storm“ (2013, Platz 29). „A Real Labour of Love“ von 2018, mit Ali Campbell, Astro und Mickey Virtue, erreichte Platz 2 in Großbritannien und erhielt Silber. „For the Many“ kam 2019 auf Platz 29. „Unprecedented“ von 2022, mit Ali Campbell und Astro, erreichte Platz 8 in Großbritannien und Platz 40 in der Schweiz. Das 2024 erschienene „UB45“ erreichte Platz 5 in Großbritannien und Platz 94 in der Schweiz.