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Triadisierung
Dabei handelt es sich bei der sogenannten Triade um die nordamerikanischen, europäischen und ostasiatischen Volkswirtschaften, die als die herrschenden …
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Bedeutung der Triadisierung
Triadisierung ist ein Begriff, der häufig von Kritikern der Globalisierung verwendet wird. Er beschreibt die Auffassung, dass Globalisierung nicht die ganze Welt gleichmäßig umfasst, sondern im Wesentlichen von drei großen Wirtschafts- und Kulturräumen bestimmt wird. Deshalb wird auch von „Rumpfglobalisierung“ gesprochen: Eine tatsächlich weltweite Globalisierung finde nach dieser Sichtweise nicht statt.
Die Triade besteht aus den nordamerikanischen, europäischen und ostasiatischen Volkswirtschaften. Sie gelten als die wichtigsten Triebkräfte des Welthandels. Durch Zusammenarbeit zwischen diesen Regionen wird Handel ausgebaut; zugleich können sie sich gegenüber anderen Staaten und Regionen abschotten.
Folgen für andere Länder
Ein zentraler Gedanke der Triadisierung ist, dass Entwicklungs- und Schwellenländer von Globalisierung und möglichen Gewinnen daraus ausgeschlossen werden. Teilweise wird angenommen, dass die Industrienationen dieser Länder zur Steigerung eigener Profite ausbeuten.
Diese Annahme trifft laut Artikel jedoch nur teilweise zu. China, Indien und einige ASEAN-Staaten haben in besonderer Weise von der Globalisierung profitiert.
Kulturelle und soziale Dimension
Triadisierung bezieht sich nicht nur auf Wirtschaft, sondern auch auf Kultur und Gesellschaft. Menschen innerhalb eines Kulturkreises der Triade können eine Wir-Wahrnehmung entwickeln. Diese kann sich zugleich als Ablehnung gegenüber den beiden anderen Kulturkreisen der Triade äußern.
Kulturen außerhalb der Triade werden dabei an den Rand gedrängt und können vom Aussterben bedroht sein. In diesem Punkt überschneidet sich Triadisierung teilweise mit dem Begriff des neoliberalen Kulturimperialismus.