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Tanzmusik
Als Tanzmusik bezeichnet man Musik, zu der getanzt werden kann bzw. die für einen speziellen Tanz komponiert wurde. Was genau als Tanzmusik betrachtet wird, …
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Begriff und Einordnung
Tanzmusik ist Musik, zu der getanzt werden kann oder die für einen bestimmten Tanz komponiert wurde. Welche Musik als Tanzmusik gilt, hängt von sozialen, kulturellen und persönlichen Faktoren ab. Auch zeitgeschichtliche und politische Entwicklungen beeinflussen die Einordnung.
Moderne Tanzmusik kann tranceartigen Rhythmen „primitiver“ Kulturen ähneln. Teilweise vermischen sich ursprüngliche Volksmusik und aktuelle Tanzmusik oder beeinflussen einander ethnisch, etwa bei Bhangra oder afrikanischstämmiger Musik. In diesem Zusammenhang wird auch von Weltmusik gesprochen.
Tanzmusik im Gesellschaftstanz
Im Gesellschaftstanz bezeichnet Tanzmusik besonders Musik, die ausdrücklich zum Tanzen produziert wurde. Zum Gesellschaftstanz gehören Standardtänze und lateinamerikanische Tänze mit ihren jeweiligen Musikrichtungen; außerdem werden Rock ’n’ Roll, Boogie-Woogie und Discofox hinzugerechnet.
Häufig werden Originaltitel neu aufgenommen und dabei Tempo, Takt und Rhythmus verändert. Dadurch lässt sich der Tanz, für den das Stück gedacht ist, leichter heraushören.
Moderne Richtungen und Modetänze
Viele Musikrichtungen, zu denen heute in Diskotheken getanzt wird, erfüllen zwar die allgemeine Definition, gelten aber meist nicht als Tanzmusik im engeren Sinn. Dazu zählen große Teile der Rockmusik, Hip-Hop sowie elektronische Tanzmusik wie Techno und House.
Seit dem frühen 20. Jahrhundert gibt es außerdem Mode- und Partytänze. Sie können zeitweise sehr beliebt sein, geraten aber meist später wieder in Vergessenheit.
Qualitätsmerkmale im Tanzsport
Aus Sicht des Tanzsports, besonders bei live gespielter Musik eines Tanzorchesters, soll Tanzmusik sauber gespielt sein und den für den jeweiligen Tanz typischen Rhythmus deutlich erkennen lassen.
Sie soll außerdem eine feste Geschwindigkeit einhalten. Diese wird in BPM gemessen. Der Takt muss auch für unerfahrene Tänzer gut hörbar sein. Dabei ist ein Ausgleich nötig: Anfänger profitieren von einem klar hervortretenden Takt, während erfahrene Tänzer Musik bevorzugen können, bei der der Takt sich weniger aufdrängt. So können sie den Tanz freier und anspruchsvoller interpretieren.