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Synkopendissonanzkette
Als Synkopendissonanzkette wird in der Musiktheorie eine kontrapunktische Fortschreitung bezeichnet, bei welcher zwei Stimmen eine Folge (»Kette«) von …
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Definition und Ablauf
Eine Synkopendissonanzkette ist in der Musiktheorie eine kontrapunktische Fortschreitung: Zwei Stimmen bilden eine Folge von Synkopendissonanzen. Eine Synkopendissonanz ist hier eine Dissonanz, also ein spannungsreiches Intervall, das durch die Bindung einer Stimme über den Takt entsteht.
Die Dissonanzen folgen unmittelbar aufeinander und werden schrittweise abwärts sequenziert. Der Auflösungston einer Synkopendissonanz liegt auf einer unbetonten Taktposition. Er wird anschließend erneut synkopisch übergebunden und wird dadurch zum Vorbereitungston der nächsten Synkopendissonanz. Diese nächste Dissonanz steht wieder auf einer betonten Taktposition.
Intervallfolgen und Verwendung
Typisch ist die wiederholte Intervallfolge Septime–Sexte (7–6). Beim Stimmtausch entsteht entsprechend die Folge Sekunde–Terz (2–3). In der 2–3-Kette ist die dissonante Stimme unten gebunden; in der 7–6-Kette ist sie oben gebunden.
Weitere Stimmen können zu einer Synkopendissonanzkette hinzutreten. Solche Ketten liegen vielen Sequenzen zugrunde, beispielsweise dem Karussell. Sie lassen sich oft in Triosonaten von Arcangelo Corelli zwischen den beiden Violinen beobachten, etwa in der Triosonate Op. 3, Nr. 3, T. 5ff.