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Suite for B… City

Suite for B… City ist ein Musikalbum des Ensembles 'T Nonet Fred Van Hove. Die am 8. April 1996 bei einer Live-Aufführung im Rahmen des Workshop Freie Musik …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Entstehung und Besetzung
  3. 3. Stücke des Albums
  4. 4. Musikalische Wirkung und Kritik

Überblick

Suite for B… City ist ein Livealbum des Ensembles ’T Nonet Fred Van Hove. Es gehört zu den Bereichen Neue Improvisationsmusik und Jazz. Die Aufnahmen entstanden am 8. April 1996 bei einer Live-Aufführung im Rahmen des Workshop Freie Musik ’96 in der Akademie der Künste in Berlin. Veröffentlicht wurde das Album im Oktober 1997 auf dem Label Free Music Production, kurz FMP. Es erschien als CD und Download.

Das Album umfasst 5 Titel mit einer Gesamtlänge von 1:17:44. Produziert wurde es von Fred Van Hove und Jost Gebers. Die Kompositionen stammen von Fred Van Hove. Der Titel verweist auf eine musikalische Auseinandersetzung mit einer Stadt: Die Suite wurde als „Klangkarte der Stadt“ beschrieben, also als musikalische Darstellung städtischer Eindrücke und Strukturen.

Entstehung und Besetzung

Fred Van Hove erhielt von den Veranstaltern von Jazz Middelheim den Auftrag, ein Stück für ein größeres Ensemble zu schreiben. Er nahm den Auftrag an und stellte dafür eine Gruppe zusammen. Diese bestand aus zwei seiner Trios und weiteren Musikern, mit denen er entweder schon gearbeitet hatte oder die musikalisch gut zu den beteiligten Personen passten.

Das Ensemble bestand aus Fred Van Hove am Piano und Akkordeon sowie acht Mitspielenden: Axel Dörner spielte Trompete, Johannes Bauer und Paul Rutherford spielten Posaune, Benoît Viredaz spielte Tuba, John Butcher spielte Tenorsaxophon und Sopransaxophon, André Goudbeek spielte Altsaxophon und Bandoneon, Ivo Vander Borght spielte Schlagzeug und Perkussion, Annick Nozati übernahm den Gesang. In dieser Besetzung präsentierte Van Hove die Suite beim FMP-Workshop 1996.

Stücke des Albums

Das Album trägt den vollständigen Eintrag ’T Nonet & Fred Van Hove: Suite for B… City. Es enthält fünf Stücke:

  • Smooth Ascend & Bumpy Descend – 22:58
  • Town/White – 7:17
  • Town/Red – 12:11
  • Bollocks City – 28:47
  • Tristesse de Joko – 6:32

Die längsten Stücke sind „Bollocks City“ mit 28:47 und „Smooth Ascend & Bumpy Descend“ mit 22:58. Dadurch nehmen ausgedehnte Formen und längere improvisatorische Entwicklungen einen großen Teil des Albums ein.

Musikalische Wirkung und Kritik

Thom Jurek gab dem Album in Allmusic vier Sterne. Er beschrieb Suite for B… City als groß angelegtes Werk voller Intimitäten. In seiner Darstellung wechseln Solo-, Duo-, Trio- und Ganzgruppenbesetzungen innerhalb einer freilaufenden Partitur. Eine Partitur ist hier die musikalische Anlage oder Struktur des Werks; „freilaufend“ meint, dass sie offen genug ist, um Improvisation zuzulassen. Nach Jurek bietet die Struktur Raum für die individuellen Talente der Musiker. Er hebt besonders hervor, wie Van Hoves Klavier die Gruppe durch unterschiedliche Klangräume führt, in denen Humor, Emotion und musikalische Architektur zusammenkommen.

Richard Cook und Brian Morton gaben dem Album in The Penguin Guide to Jazz drei Sterne. Sie betonten, dass die große Gruppe Van Hove eine seltene Gelegenheit bot, mit einem beachtlichen Ensemble zu arbeiten. Der dabei entstehende Klang sei einzigartig, auch wenn viele der einzelnen Musiker für sich genommen vertraut wirkten. Besonders erwähnten sie „Bollocks City“ als fast halbstündige Passage, die die ganze Sequenz zu einem Höhepunkt bringe.

Eine Besprechung in Coda beschrieb, Van Hove segle mit seinem Ensemble durch ausgedehnte Muster aus durchgehenden Bläserparts und bewege sich dann in Bereiche von Duos, Trios und Soli. Die Suite zerlege die Stadt in einzelne Klangsegmente. Diese Zerlegung sei jedoch nur theoretisch, weil der Klang offen bleibe für viele Arten atonaler Cluster. Atonal bedeutet, dass die Musik nicht fest an eine traditionelle Tonart gebunden ist; Cluster sind dichte Klangballungen aus eng beieinanderliegenden Tönen.

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