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Shuffle
Ein Shuffle ist ein ternärer (dreigeteilter, auf Triolen aufgebauter) Rhythmus, der vor allem im Blues und Jazz Anwendung findet. Gelegentlich werden dafür …
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Grundidee des Shuffle
Ein Shuffle ist ein ternärer Rhythmus, also ein dreigeteilter Rhythmus, der auf Triolen aufgebaut ist. Er wird vor allem im Blues und Jazz verwendet. Manchmal werden dafür auch die Begriffe „punktiert“ oder „Swing“ benutzt, diese sind aber ungenau: Ein punktierter Rhythmus und gerade Achtel geben das tatsächlich Gespielte nicht genau wieder, und Swing ist zwar ebenfalls ternär, lässt aber mehr individuelle Auslegung und feine Variationen zu. Beim Swing werden die Achtel außerdem bei schnellerem Tempo zunehmend gerader gespielt. Beim Shuffle bleibt die ternäre Erklärung dagegen genauer und unabhängig vom Tempo.
Ternäre Rhythmik
Bei binärer, also „gerader“ Rhythmik wird ein Notenwert in zwei gleich lange Zeitabschnitte geteilt. Bei ternärer Rhythmik wird er in drei Teile geteilt. Das Mittel, um diese Dreiteilung unabhängig von der Taktart zu notieren und zu verstehen, ist die Triole.
Der Shuffle unterscheidet sich von anderen ternären Rhythmen dadurch, dass zwischen den betonten Beats, meist den Viertelnoten, nicht zwei unbetonte Noten gespielt werden, sondern nur eine. Dadurch kann jeder binäre Rhythmus in einen Shuffle übertragen werden. Praktisch geschieht das so: Auf dem ersten der beiden unbetonten Schläge zwischen den Beats wird nichts gespielt. Auf dem zweiten unbetonten Schlag steht das, was im geraden binären Rhythmus genau in der Mitte zwischen den Beats läge, also die Achtelnote. Dadurch rücken die unbetonten Schläge näher an den jeweils folgenden Beat heran.
Notation und Spielweise
Zur Vereinfachung wird Shuffle meistens wie ein binärer Rhythmus mit geraden Achtelnoten notiert. Zusätzlich steht eine Spielanweisung dabei, zum Beispiel „Shuffle Feel“. Eine andere Notationshilfe ist eine Gleichung: Zwei Achtelnoten werden zwei triolischen Achteln gleichgesetzt, zwischen denen eine triolische Achtelpause steht.
Häufig wird Shuffle auch in sogenannter „punktierter“ Notation geschrieben. Dabei ersetzt man die Folge aus Achteltriole, Achteltriolenpause und Achteltriole durch eine punktierte Achtelnote und eine Sechzehntelnote. Eine punktierte Achtelnote entspricht 1 1/2 Achtelnoten, also einer 3/16-Note. In der Praxis wird dieser punktiert notierte Rhythmus aber trotzdem triolisch gespielt.
Shuffle mit Sechzehnteln
Auch Rhythmen mit Sechzehntelnoten können in einen Shuffle umgewandelt werden. Dann werden nicht die unbetonten Achtel zwischen den betonten Vierteln verschoben, sondern die dazwischenliegenden Sechzehntel. Diese Art von Rhythmik kommt häufig im Hip-Hop und bei House vor.
Daraus erklärt sich auch die Shuffle-Funktion bei Samplern oder Drumcomputern. Dort werden jeweils die zweite und die vierte Sechzehntelnote jeder Zählzeit, also jedes Beats, nach hinten verschoben. Je höher der Shuffle-Parameter eingestellt ist, desto stärker werden diese Beats verzögert.
Verwendung in Musikstilen
Der Blues-Shuffle blieb im R&B der 1960er Jahre lebendig. Später wurde er von britischen Glam-Rockern wieder aufgegriffen, zum Beispiel von T. Rex mit „Hot Love“ (1971), Gary Glitter mit „Rock and Roll Pt 2“ (1972) und The Sweet. 1977 verwendete Iggy Pop den Beat in seinem elektronischen Pop-Song „Nightclubbing“. Auch im Reggae kommen ternäre Rhythmen vor.
In der elektronischen Musik wurde der Shuffle-Rhythmus ebenfalls als Beat eingesetzt, etwa in „Personal Jesus“ von Depeche Mode und „Doctorin’ the Tardis“ von The Timelords. Dort entwickelte er als „Schaffel“ ein Eigenleben als Genre.