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Richard Bellman
Richard Bellman. US-amerikanischer Mathematiker, Erfinder der Dynamischen Programmierung. Artikel · Diskussion.
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Mathematiker und Begründer der Dynamischen Programmierung
Richard Ernest Bellman (* 29. August 1920 in Brooklyn, New York; † 19. März 1984 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Mathematiker. Besonders wichtig ist seine Erfindung der Dynamischen Programmierung im Jahr 1953. Sie dient der Untersuchung von Entscheidungsprozessen und wurde auch für andere Bereiche, etwa die Bioinformatik, bedeutsam.
Nach Bellman sind der Bellman-Algorithmus, der Algorithmus von Bellman und Ford sowie das Optimalitätsprinzip von Bellman benannt.
Ausbildung und berufliche Stationen
Bellman studierte Mathematik am Brooklyn College, wo er den B.A. erwarb, und an der University of Wisconsin, wo er den M.A. erhielt. Er arbeitete außerdem auf dem Gebiet der theoretischen Physik in Los Alamos.
1946 promovierte er an der Princeton University mit der Schrift On the Boundedness of Solutions of Non-Linear Differential and Difference Equations. Danach war er zunächst Assistant Professor in Princeton. 1948 wurde er Associate Professor für Mathematik an der Stanford University. 1952 ging er zur Rand Corporation, um sich mit Entscheidungsprozessen zu beschäftigen. Ab 1965 war er Professor für Mathematik, Elektrotechnik und Medizin an der University of Southern California.
Anerkennung und wichtige Veröffentlichungen
1966 hielt Bellman auf dem Internationalen Mathematikerkongress in Moskau einen Plenarvortrag mit dem Titel Dynamic Programming and Modern Control Theory. Zu seinen Auszeichnungen gehörten 1970 der erste Norbert-Wiener-Preis und der erste Dickson Prize in Science, 1976 der zweite John-von-Neumann-Theorie-Preis sowie 1979 die IEEE Medal of Honor. 1975 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt; seit 1977 gehörte er der National Academy of Engineering und seit 1983 der National Academy of Sciences an.
Zu seinen Schriften zählen Stability of differential equations (1953), Dynamic Programming (1957), Introduction to matrix analysis (1960), Adaptive Control Processes. A guided Tour (1961), Applied dynamic programming mit Stuart E. Dreyfus (1962), Algorithms, Graphs and Computers mit Kenneth L. Cooke und Jo Anne Lockett (1970) sowie Introduction to artificial intelligence. Can computers think? (1978). Seine Veröffentlichungen behandeln unter anderem Differentialgleichungen, Matrizenanalyse, dynamische Programmierung, Regelprozesse, Graphen, nichtlineare Analyse, partielle Differentialgleichungen, künstliche Intelligenz und mathematische Modellierung.