Zum Inhalt springen
L

Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Rentabilitätsrechnung

Die Rentabilitätsrechnung (auch Rentabilitätsvergleichsrechnung) als ein statisches Verfahren der Investitionsrechnung ergänzt die Gewinnvergleichsrechnung …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Grundidee
  2. 2. Wichtige Rechengrößen
  3. 3. Berechnung
  4. 4. Grenzen

Grundidee

Die Rentabilitätsrechnung, auch Rentabilitätsvergleichsrechnung, Rentabilitätsvergleich, Renditemethode oder Return on Investment genannt, ist ein statisches Verfahren der Investitionsrechnung. Sie ergänzt die Gewinnvergleichsrechnung, indem sie nicht nur den Gewinn betrachtet, sondern diesen ins Verhältnis zum eingesetzten Kapital setzt. Dadurch soll ermittelt werden, wie stark sich das Kapital durch eine Investition durchschnittlich verzinst.

Als Bezugsgröße kann der Kapitaleinsatz zu Beginn der Investition verwendet werden, also ohne Berücksichtigung von Abschreibungen. Typischer ist jedoch die Berechnung mit dem durchschnittlich eingesetzten Kapital, also mit Abschreibungen.

Wichtige Rechengrößen

Der Nettogewinn ist in der Rentabilitätsrechnung als durchschnittlicher Gewinn zu verstehen, der durch die Investition verursacht wird. Kalkulatorische Zinsen dürfen dabei nicht in die Gewinnrechnung einbezogen werden. Würden sie berücksichtigt, würde das Ergebnis nicht die durchschnittliche jährliche Verzinsung zeigen, sondern nur die Verzinsung, die über den kalkulatorischen Zinssatz hinausgeht.

Das durchschnittlich gebundene Kapital ergibt sich bei Anlagegütern aus der halbierten Summe von Anfangsinvestition und Restwert.

Berechnung

Je nach Analyse kann die Rentabilität des eingesetzten Kapitals, eingesetzter Fonds oder zum Beispiel eingesetzter Eigenmittel betrachtet werden.

Allgemein gilt:

Rentabilität = Nettogewinn / durchschnittliches gebundenes Kapital

Wenn die Rentabilität zeitlich betrachtet wird, etwa innerhalb eines Fiskaljahres oder in verschiedenen Planungsperioden, kann sie unterschiedlich groß sein. Dann lautet die Formel:

Rentabilität = durchschnittlicher Periodengewinn / durchschnittliches gebundenes Kapital

Grenzen

An der Rentabilitätsrechnung wird kritisiert, dass die absolute Höhe des Gewinns vernachlässigt wird. Eine Investition kann also eine hohe Rentabilität zeigen, obwohl der tatsächliche Gewinnbetrag vergleichsweise gering ist.

Außerdem können riskante Investitionen bevorzugt erscheinen. Weitere Probleme entstehen bei unterschiedlichem Kapitaleinsatz und bei unterschiedlicher Nutzungsdauer von Investitionen. Schwierig ist auch, Faktoren wie Image, Kundenzufriedenheit, Mitarbeiterzufriedenheit oder Qualität in die Rechnung einzubeziehen, weil sie oft schwer zu quantifizieren sind.

Lernvideos zu Rentabilitätsrechnung

Weiterlesen