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Quid pro quo
Quid pro quo (lateinisch für „dies für das“) ist ein Rechtsgrundsatz und ökonomisches Prinzip, nach dem eine Person, die etwas gibt, dafür eine angemessene …
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Bedeutung und Grundprinzip
Quid pro quo ist lateinisch für „dies für das“. Es bezeichnet einen Rechtsgrundsatz und ein ökonomisches Prinzip: Wer etwas gibt, soll dafür eine angemessene Gegenleistung erhalten. Ähnliche lateinische Sprichwörter sind manus manum lavat („Eine Hand wäscht die andere“) und do ut des („Ich gebe, damit du gibst“).
Verwendungen in Wissenschaft und Pharmazie
In der Soziologie und in der Spieltheorie dient quid pro quo als Erklärungsansatz für kooperatives Verhalten von Egoisten. Dabei steht es im Zusammenhang mit dem Modell des Homo oeconomicus.
Quidproquo (quid pro quo?, wörtlich „Was für wen?“) kann außerdem das versehentliche Vertauschen zweier Dinge bedeuten. Quiproquo („Wer für wen?“) bezeichnet die Verwechslung zweier Personen.
In der Pharmazie meinte quid pro quo die Möglichkeit eines Apothekers, bestimmte Bestandteile einer Zubereitung durch andere zu ersetzen, also zu substituieren. Solche Substitutionen waren bereits im Mittelalter bekannt. Ersatzmittel wurden unter anderem im Lorscher Arzneibuch und im Circa instans veröffentlicht.
Beispiele aus Kultur und Medien
Der Titel Quid pro quo wurde für das am 24. Juni 2016 erschienene Album der Mittelalter-Rock-Band In Extremo sowie für ein Album der britischen Band Status Quo aus dem Jahr 2011 verwendet.
Im Film Das Schweigen der Lämmer (1991) verlangt Hannibal Lecter von der angehenden FBI-Agentin Clarice Starling ein „quid pro quo“: Er hilft ihr bei der Aufklärung einer Mordserie, wenn sie ihm im Gegenzug Informationen gibt.