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Portato
Dabei werden die aufeinander folgenden Töne deutlich voneinander getrennt, jedoch anders als beim staccato nur minimal unterbrochen. Die Anweisung portato …
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Bedeutung und Wirkung
Portato ist eine musikalische Artikulationsart, also eine Art, wie einzelne Töne gestaltet und voneinander getrennt werden. Der Begriff bedeutet auf Italienisch „getragen“ und ist nicht mit portamento zu verwechseln.
Beim Portato werden aufeinanderfolgende Töne deutlich voneinander getrennt, aber nur minimal unterbrochen. Jeder Ton wird mit leichtem Nachdruck vorgetragen. Im Unterschied zum Legato sind die Töne also nicht vollständig verbunden; im Unterschied zum Staccato werden sie jedoch nicht stark und kurz abgesetzt. Bei Streichinstrumenten wird der Bogen dabei nicht abgesetzt.
Portato wird besonders bei langsameren Tempi verwendet und dient häufig der Ausdruckssteigerung. In schnelleren Passagen, etwa bei Läufen, nutzt man eher die verwandte Bezeichnung non legato. Damit soll ein klarer, „perlender“ Charakter erreicht werden. Portato kann auch als mezzo Staccato bezeichnet oder betrachtet werden; bei Streichinstrumenten heißt diese Spielweise außerdem Louré.
Notation
Das Portato wird grafisch als Verbindung von Legato mit Staccato oder von Legato mit Tenuto dargestellt. Die Noten sind dabei jeweils mit einem Punkt oder einem Strich versehen und zugleich durch einen Bindebogen verbunden.
Ob unter einem Bindebogen Punkte, Tenuto-Striche oder eine Kombination beider Zeichen stehen, macht in der praktischen Ausführung der Tonfolge in den meisten Fällen keinen Unterschied. Bei Streichinstrumenten werden jedoch besonders häufig Bindebögen mit Staccatopunkten verwendet.
Ein Beispiel ist der dritte Satz aus Ludwig van Beethovens Streichquartett op. 18, Nr. 5. Dort ist das Portato im Thema mit Bindebögen und Punkten gekennzeichnet. Bei schnelleren Tonfolgen kann die Punktnotation manchmal auch auf ein „fliegendes“ Staccato beziehungsweise Spiccato hinweisen, das auf einem Bogenstrich ausgeführt wird.
Blasinstrumente
Auf Blasinstrumenten entsteht Portato, indem der Luftstrom zwischen den Tönen nicht vollständig unterbrochen wird. Die einzelnen Töne werden mit einem weichen Zungenstoß akzentuiert angespielt oder ausgehalten.
Die Spielweise verbindet somit Legato mit Staccato beziehungsweise Legato mit Tenuto. Sie erfordert eine kontrollierte Spieltechnik und eine gute Atemkontrolle durch den Einsatz der Atemstütze.
Tasteninstrumente
Beim Klavier ist Portato eine Anschlagsart. Die Finger bleiben wie beim Staccato zwischen den einzelnen Anschlägen kurz in der Luft. Im Unterschied zum Staccato wird die Taste jedoch länger und stärker beziehungsweise schwerer niedergedrückt.
Streichinstrumente
Auf Streichinstrumenten wird Portato mit einer Strichart auf einem liegenden Bogen ausgeführt. Während des Bogens werden kleine Druckänderungen vorgenommen. Dadurch setzen sich die einzelnen Töne weich voneinander ab, ohne dass der Bogen abgehoben wird.
Für diese Spielweise wird auch die Bezeichnung „Louré“ verwendet.
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