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Klavierunterricht - Was bedeutet Artikulation?
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 21 Zeilen
- Hallo! Mein Name ist Magdalena. Ich bin Pianistin und Klavierpädagogin und begrüße Euch ganz herzlich. In diesem Video möchte ich kurz mit euch darüber sprechen,
- was beim Klavierspielen mit Artikulation gemeint ist. Viel Freude beim Zuhören. [Musik] Mit Artikulation sind am Klavier die verschiedenen Anschlagsarten gemeint die man spielen kann.
- Rein sachlich formuliert geht es darüber, wie groß oder klein die Lücke zwischen aufeinander folgenden Tönen ist. In der Musik verwendet man dabei italienische Fachbegriffe.
- Am engsten und kuscheligsten beieinander sind die Töne, wenn man legato spielt. Ich vergleiche das immer gerne auch mit einer Wippe auf dem Spielplatz. Da muss ja auch immer einer unten
- sein. Es geht nicht, dass beide oben sind, und das ist beim legato spielen genauso. Das heißt der Finger darf hier jetzt erst hochgenommen werden, wenn der nächste nach unten geht.
- Zack. Wie eine Wippe. Dass man legato spielen soll erkennt man daran, dass über oder unter den Noten ein Bogen steht. Und wenn wir jetzt eine längere Passage haben, die im legato gespielt werden soll,
- spart man sich auch manchmal die Bögen und schreibt einfach das Wort "legato" in die Noten. Wenn man jetzt auch nur die kleinste Lücke zwischen den Tönen hat,
- spricht man nicht mehr von legato, sondern von portato. Ich hoffe ihr habt die Lücke gehört. Sie ist wirklich klein. Da braucht man vielleicht ein geschultes Gehör. Auch
- mit dieser Schreibweise ist immer noch portato gemeint. Und dann geht es allmählich über ins tenuto.
- Und wenn wir die Lücke jetzt noch größer werden lassen, spricht man irgendwann nicht mehr von tenuto, sondern von non legato. Da kann man schon ganz eindeutig eine Lücke hören. Wenn
- man wirklich diese eindeutigen Lücken zwischen den Tönen hat, spricht man auch gerne von absetzen. Wenn die Note anfängt ziemlich kurz zu sein,
- spricht man irgendwann nicht mehr von non legato sondern von staccato. Das sind die kurzen, hüpfenden Töne. Wenn Schüler von mir das erste Mal staccato spielen sollen,
- vergleiche ich das gerne mit dem Berühren einer heißen Herdplatte. Kaum hat man sie angefasst, will man so schnell wie möglich die Finger wieder wegtun damit man sich die Finger nicht verbrennt.
- Staccato spielen ist deutlich angenehmer als eine heiße Herdplatte zu berühren...hoffentlich. Trotzdem halte ich es am Anfang für einen ganz guten Vergleich um überhaupt mal grob
- einen Eindruck zu kriegen was man technisch über überhaupt so machen soll. Also ganz schnell weg. Eine Steigerungsform von staccato ist dann das sogenannte staccatissimo. Aber
- das ist dann auch erst wirklich für fortgeschrittene Musiker relevant. Ihr habt es vielleicht schon bemerkt, dass die Übergänge von einer Anschlagsart in die nächste
- fließend sind. Es gibt also letztendlich unzählig viele Möglichkeiten eine Taste anzuschlagen - nicht nur hinsichtlich der Artikulation, sondern auch noch hinsichtlich
- der Lautstärke. Aber das ist auch schon wieder ein anderes Thema. Die Wahl des richtigen Anschlags hängt auch immer ein bisschen davon ab welchen Charakter man gerade rüberbringen möchte.
- Im Anfängerunterricht finde ich erstmal drei Anschlagsarten wichtig zum Merken: einmal das legato, also die verbundenen Töne. Dann das portato, wo kleine Lücken zwischen den Tönen sind.
- Und dann das staccato, also die kurzen Töne. Das war's auch schon zum Thema Artikulation von mir. Ich hoffe euch hat meine kurze
- Zusammenfassung gefallen. Tschüss und bis zum nächsten Mal! [Musik]