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Tenuto

Tenuto (italienisch für „gehalten“, Abk.: ten.) gehört in der Musik neben legato, portato und staccato zu den vier gebräuchlichsten Artikulations-Arten.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Grundbedeutung
  2. 2. Tenutostrich und Ausführung
  3. 3. Tenuto unter einem Bogen
  4. 4. Weitere Bedeutungen
  5. 5. Schreibweisen

Grundbedeutung

Tenuto (italienisch für „gehalten“, Abkürzung: „ten.“) ist in der Musik eine Artikulationsart. Artikulation beschreibt, wie einzelne Töne gespielt oder gesungen werden. Tenuto gehört neben legato, portato und staccato zu den vier gebräuchlichsten Artikulationsarten.

Die Grundbedeutung von tenuto ist: Die klingende Dauer einer Note soll gehalten werden. Der Ton soll also nicht vor dem Einsatz des nächsten Tons abgebrochen werden. Damit steht Tenuto im Gegensatz zu staccato, bei dem die klingende Dauer einer Note verkürzt wird.

Tenutostrich und Ausführung

Das Tenutozeichen ist meistens ein kurzer Strich, der sogenannte Tenutostrich. Er steht im Allgemeinen wie andere Artikulationszeichen auf der Seite des Notenkopfs, die dem Notenhals gegenüberliegt.

Die Ausführung von Tenuto ist weniger eindeutig als bei manchen anderen Artikulationen, zum Beispiel beim Staccatopunkt. Je nach musikalischem Zusammenhang kann der Strich bedeuten, dass ein Ton wirklich ausgehalten wird, oder dass er auf andere Weise hervorgehoben werden soll.

Tenuto unter einem Bogen

In der Musikliteratur gibt es auch Tenutostriche unter einem Bogen. Sie bedeuten, dass die betreffenden Noten getrennt gespielt werden sollen, also ungefähr wie portato, aber trotzdem als musikalische Einheit verstanden werden.

Diese Phrasierungsart ist besonders bei Streichinstrumenten sinnvoll. Sie zeigt an, dass die Noten unter einem Bindebogen in einem Strich gespielt werden sollen, aber mit wahrnehmbaren Pausen oder einem leichten Absetzen zwischen den einzelnen Tönen.

Weitere Bedeutungen

Ein Tenutostrich kann sich auch auf die Dynamik beziehen, also auf die Betonung oder Lautstärke einer Note. Manche Noten mit Tenutostrich sollen einen leichten Akzent bekommen, ohne dass ein normales Akzentzeichen oder ein Marcatozeichen passend wäre, weil diese zu stark wirken könnten.

Besonders seit der impressionistischen Klavierliteratur werden Noten und Akkorde, die aus dem Gesamtklang hervortreten sollen, häufig ebenfalls mit einem Tenutostrich gekennzeichnet. Welche Art von Betonung gemeint ist, hängt vom Komponisten ab. Meist ist entweder eine rhythmische Verzögerung ähnlich dem Rubato oder eine geringe Verstärkung der Lautstärke gemeint.

Schreibweisen

Tenuto kann auf verschiedene Arten notiert werden. Üblich ist der Tenutostrich am Notenkopf. Alternativ können auch das ausgeschriebene Wort „tenuto“ oder die Abkürzung „ten.“ verwendet werden. Diese Bezeichnungen werden über die betreffenden Stellen geschrieben.

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