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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Musikzimmer

Als Musikzimmer werden Privaträume bezeichnet, die nach der akustischen, künstlerischen und – wenn vorhanden – instrumentellen Ausstattung dem …

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Funktion
  2. 2. Entwicklung im 19. Jahrhundert
  3. 3. Verwendung als Titel

Bedeutung und Funktion

Ein Musikzimmer ist ein privater Raum, der durch seine akustische, künstlerische und gegebenenfalls instrumentelle Ausstattung ausschließlich dem Musizieren oder dem Vortrag von Instrumentalisten und Sängern dient. Auch Aufführungen vor Publikum sind möglich. Entscheidend ist, dass die musikalische Betätigung nicht in einem öffentlichen Rahmen stattfindet.

Die Bezeichnung „Klavierzimmer“ ist eine abgewandelte Form von „Musikzimmer“.

Entwicklung im 19. Jahrhundert

Stéphanie de Beauharnais ließ das Musikzimmer im Schloss Mannheim im Stil des ausgehenden Empire ausstatten. Nach dem Wiener Kongress von 1815 wurden Hausmusik und Hauskonzerte in höfischen und bürgerlichen Salons des Biedermeier zunehmend beliebt.

Musikinstrumente wie der Flügel entwickelten sich zu Statussymbolen, die nicht mehr nur dem Adel vorbehalten waren. Daher wurden Musikzimmer oft künstlerisch aufwendig gestaltet. Die „Graue Stube“ im Goethehaus Frankfurt besitzt beispielsweise eine Stuckdecke mit plastisch herausgearbeiteten Musikinstrumenten. Zur typischen Möblierung gehörten Tasteninstrumente, Sitzgelegenheiten und etwa Flötenbehälter.

Verwendung als Titel

„Das Musikzimmer“ ist der deutsche Titel des Films, mit dem Satyajit Ray 1958 die Novelle „Jalsaghar“ des indischen Schriftstellers Tarashankar Bandyopadhyay verfilmte. Außerdem erschien 2005 Diedrich Diederichsens Buch „Musikzimmer – Avantgarde und Alltag“ bei Kiepenheuer & Witsch in Köln.

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