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Muhammad Saʿīd Ramadān al-Būtī
März 2013 in Damaskus) war ein syrisch-sunnitischer Religionsgelehrter türkisch-kurdischer Herkunft. Mohamed Saïd Ramadân al Boutî …
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Person und Bedeutung
Muhammad Saʿīd Ramadān al-Būtī, auch Mohamed Saïd Ramadân al Boutî, wurde 1929 in Cizre in der Türkei geboren und starb am 21. März 2013 in Damaskus. Er war ein syrisch-sunnitischer Religionsgelehrter türkisch-kurdischer Herkunft.
Er galt als einer der einflussreichsten islamischen Juristen Syriens. An der Universität Damaskus war er Dekan des Fachbereichs Religion an der Fakultät für Islamisches Recht.
Religiöse und politische Positionen
Al-Būtī lehnte den politischen Islam ab und stand in Opposition zu den Aktivitäten der Muslimbruderschaft. In einigen seiner Werke kritisierte er die Salafistenbewegung. 1979 bezeichnete er in einer Fernsehansprache die Angreifer, die einen Anschlag auf eine Einrichtung der syrischen Armee verübt hatten, als Kriminelle.
Er hatte Zugang zum früheren syrischen Präsidenten Hafiz al-Assad. Während der Präsidentschaft von Baschar al-Assad wurde er 2008 zum Prediger in der Umayyaden-Moschee berufen.
Interreligiöses Engagement
Al-Būtī setzte sich religiös für den interreligiösen Dialog ein, also für Gespräche und Verständigung zwischen verschiedenen Religionen. Er war Unterzeichner der Botschaft aus Amman.
Außerdem gehörte er zu den 138 Unterzeichnern des offenen Briefes Ein gemeinsames Wort zwischen Uns und Euch, englisch A Common Word Between Us & You. Dieser Brief wurde am 13. Oktober 2007 von Persönlichkeiten des Islam an „Führer christlicher Kirchen überall“ gesandt. Radikale Prediger wie Yusuf al-Qaradawi verurteilte al-Būtī; mit ihm verband ihn eine tiefe Feindschaft.
Tod und Grab
Mohammed Said Ramadan al-Buti starb am 21. März 2013 während des Bürgerkrieges in Syrien in Damaskus. Er wurde zusammen mit 41 weiteren Personen durch einen Selbstmordattentäter getötet.
Sein Grab liegt neben der Umayyaden-Moschee, direkt an der Seite von Saladin.
Wichtiges Werk
Ein genanntes Werk al-Būtīs ist Persönlichkeiten, die mich beeindruckt haben, arabisch Šaḫṣīyāt istauqafatnī. Es wurde 1999 in Damaskus veröffentlicht.
Das Buch besteht aus acht Kapiteln. Vier Kapitel behandeln Schlüsselfiguren der klassischen Sufik: Fudail ibn ʿIyād, ʿAbdallāh ibn al-Mubārak, Abū Hāmid al-Ghazālī und Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī. Die anderen vier Kapitel behandeln bedeutende Figuren der islamischen Moderne: Dschamāl ad-Dīn al-Afghānī, Said Nursî, Mustafā as-Sibāʿī und Roger Garaudy.