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Marcus Atilius Regulus (Konsul 267 v. Chr.)

Marcus Atilius Regulus († um 250 v. Chr.) war ein römischer Politiker und Feldherr während des Ersten Punischen Krieges. Marcus Atilius Regulus im Kampf mit …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Person und Bedeutung
  2. 2. Ämter und Feldzüge
  3. 3. Umstrittenes Ende
  4. 4. Künstlerische Nachwirkung

Person und Bedeutung

Marcus Atilius Regulus († um 250 v. Chr.) war ein römischer Politiker und Feldherr im Ersten Punischen Krieg zwischen Rom und Karthago. Bekannt wurde er sowohl durch seinen Feldzug nach Nordafrika als auch durch eine möglicherweise legendenhafte Erzählung über seine Gefangenschaft und seinen Tod. In der Überlieferung von Marcus Tullius Cicero und Titus Livius gilt er als Verkörperung klassischer Römertugenden, weil er die res publica, also das römische Gemeinwesen, über sein persönliches Wohlergehen gestellt habe.

Ämter und Feldzüge

Als Konsul des Jahres 267 v. Chr. besiegte Regulus die Sallentiner in Unteritalien und eroberte Brundisium, das heutige Brindisi.

256 v. Chr. wurde er während des Ersten Punischen Krieges erneut zum Suffektkonsul gewählt. Ein Suffektkonsul war ein nachträglich eingesetzter Konsul. Regulus setzte mit einer Flotte nach Nordafrika über, um Karthago in dessen eigenem Gebiet zu bedrohen. Gemeinsam mit seinem Mitkonsul Lucius Manlius Vulso Longus besiegte er eine karthagische Flotte in der Schlacht am Kap Ecnomus vor der Küste Siziliens.

In Afrika erzielte Regulus zunächst mehrere Erfolge. Danach schlugen die Karthager sein Heer mit Unterstützung des Spartaners Xanthippus vernichtend. Regulus geriet in Gefangenschaft.

Umstrittenes Ende

Über Regulus’ weiteres Schicksal berichten die antiken Autoren unterschiedlich. Nach Cicero und Livius ließen ihn die Karthager auf Ehrenwort frei und schickten ihn als Unterhändler nach Rom. Dort sollte er sich für ihre Interessen einsetzen, habe den Senat jedoch entgegen seinem Auftrag zur Fortsetzung des Krieges aufgefordert. Anschließend sei er aus Pflichtgefühl nach Karthago zurückgekehrt und dort getötet worden.

Ob diese Darstellung den tatsächlichen Ereignissen entspricht, lässt sich kaum feststellen. Andere Autoren, darunter Diodor, erwähnen lediglich, dass Regulus in Gefangenschaft starb. Diodor berichtet außerdem, seine Witwe Marcia habe sich daraufhin an karthagischen Gefangenen gerächt.

Künstlerische Nachwirkung

Die Legende um Regulus wurde später in Malerei und Musiktheater verarbeitet. Der englische Maler William Turner schuf 1828 ein Gemälde aus der Sicht des erblindenden Regulus. Es beruht auf einer Version der Erzählung, nach der die Karthager Regulus die Augenlider entfernten.

Pietro Metastasio bearbeitete die Legende seines Todes zu dem Opernlibretto „Attilio Regolo“. Dieses wurde unter anderem von Johann Adolph Hasse und Niccolò Jommelli vertont.

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