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Liste von Fabeldichtern

Dies ist eine Liste von Fabeldichtern, d. h. Dichtern von Fabeln. Äsops Der Wolf und der Kranich und Der Fuchs und das Lamm, Fontana Maggiore in Perugia von …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Gegenstand und Einordnung
  2. 2. Dichter der Antike und des Mittelalters
  3. 3. Fabeldichter der Neuzeit und Moderne
  4. 4. Literaturhinweise

Gegenstand und Einordnung

Der Artikel ist eine Übersicht über Fabeldichter, also Dichter von Fabeln. Fabeln wurden in vielen Ländern und bereits in alter Zeit verfasst. Zu den bekanntesten älteren Beispielen gehören die Fabeln des griechischen Dichters Äsop (ca. 620–560 v. Chr.). Berühmt sind außerdem die Fabeln des Franzosen Jean de La Fontaine (1621–1695) sowie die Fabeln des Russen Iwan Krylow (1769–1844).

Viele Länder und Kulturen haben eine eigene Fabelliteratur hervorgebracht. Die Fabel lässt sich dabei häufig nicht eindeutig von anderen Gattungen wie Märchen oder Sage abgrenzen. Die Übersicht konzentriert sich auf den deutschen Sprachraum und Europa und erhebt keinen Anspruch auf Aktualität oder Vollständigkeit.

Dichter der Antike und des Mittelalters

Zu den frühen Vertretern zählen Äsop (ca. 620–560 v. Chr.), Phaedrus (um 20 v. Chr. – um 50 n. Chr.), Babrios (im 2. Jh. n. Chr.), Hyginus Mythographus aus der lateinischen Antike und Avianus (fl. um 400 n. Chr.).

Aus dem Mittelalter und der frühen Neuzeit nennt die Liste Petrus Alfonsi (11./12. Jahrhundert), Berechja ben Natronai ha-Nakdan (12. und 13. Jhd.), Isaak ben Salomo Sahula (13. Jhd.), Biernat von Lublin (1465–1529), Leonardo da Vinci (1452–1519), Martin Luther (1483–1546), Bartosz Paprocki (1540–1614), Hans Sachs (1494–1576), Wolfhart Spangenberg (1567–1636) und Abraham a Sancta Clara (1644–1709).

Fabeldichter der Neuzeit und Moderne

Für die europäische Neuzeit führt die Übersicht unter anderem Jean de La Fontaine (1621–1695), Jean-Pierre Claris de Florian (1755–1794), Stanisław Trembecki (1739–1812), Ignacy Krasicki (1735–1801), Aleksander Fredro (1793–1876), Adam Mickiewicz (1798–1855), Pierre Lachambeaudie (1806–1872) und Iwan Andrejewitsch Krylow (1769–1844) an.

Aus dem deutschen Sprachraum beziehungsweise dem deutschsprachigen literarischen Umfeld werden Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769), Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719–1803), Magnus G. Lichtwer (1719–1783), Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781), Karl Wilhelm Ramler (1725–1798), Christian August Fischer (1771–1829), Gottlieb Konrad Pfeffel, auch Théophile Conrad Pfeffel (1736–1809), Johann Heinrich Pestalozzi (1746–1827), Adelbert von Chamisso (1781–1838), Wilhelm Hey (1789–1854), die Brüder Grimm Jacob Grimm (1785–1863) und Wilhelm Grimm (1786–1859), Daniel Triller (1695–1782), Wilhelm Busch (1832–1908), Wolfdietrich Schnurre (1920–1989) und Elieser Steinbarg (1880–1932) genannt.

Weitere aufgeführte Fabeldichter sind Joel Chandler Harris (1848–1908) und James Thurber (1894–1961). Als Beispiele für bekannte Fabelstoffe erscheinen Äsops „Der Wolf und der Kranich“ und „Der Fuchs und das Lamm“ sowie La Fontaines „Le Lion amoureux“ („Der verliebte Löwe“).

Literaturhinweise

Als weiterführende Literatur nennt der Artikel Johannes Irmschers „Sämtliche Fabeln der Antike“ (Anaconda Verlag, 2011, ISBN 978-3-86647-604-2), „Das Hausbuch der Fabeln. Fabeln aus aller Welt“ (München, Ehrenwirth, 1990, ISBN 3-431-03113-7), „Die schönsten Fabeln von Aesop bis heute“ von Silke Leffler (Annette Betz, 2015, ISBN 3-219-11658-2) sowie „Bajki“ (Unia Wydawnicza Verum, Warszawa, 1996, polnisch).

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