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Liste globaler Probleme

Diese Liste der globalen Probleme nennt einige Problemfelder, die Menschen auf der ganzen Welt betreffen, einschließlich, aber nicht beschränkt auf weit …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Begriff und Bedeutung
  2. 2. Globale Katastrophenrisiken
  3. 3. Dringende Themen der Vereinten Nationen
  4. 4. Globale Umweltprobleme als vernetztes System

Begriff und Bedeutung

Ein globales Problem ist eine Angelegenheit von weltweitem Belang. Die Liste umfasst Problemfelder, die Menschen weltweit betreffen. Dazu gehören soziale, wirtschaftliche und ökologische Probleme, die häufig miteinander verbunden sind. Deshalb lässt sich kein einzelnes globales Problem vollständig unabhängig von anderen analysieren oder lösen.

Globale Probleme sind für die Examensvorbereitung besonders als vernetztes System zu verstehen: Bevölkerungsentwicklung, Konsummuster, Armut, Gesundheit, Konflikte, Umweltveränderungen und wirtschaftliche Entwicklungen beeinflussen sich gegenseitig. Die Vereinten Nationen (UNO) haben eine offizielle Liste der dringendsten globalen Probleme veröffentlicht; der Artikel nennt ihren Stand von 2023.

Globale Katastrophenrisiken

Globale Katastrophenrisiken sind Gefahren, die die gesamte menschliche Zivilisation oder große Teile davon bedrohen können. Die genannten Risiken sind nicht unabhängig voneinander. Die Mehrzahl, wenn nicht sogar alle, wird auf menschliches Handeln zurückgeführt. Sie könnten beispielsweise zu einem Zivilisationskollaps führen.

Genannt werden:

  • der Verlust der biologischen Vielfalt und der Klimawandel,
  • destruktive künstliche Intelligenz,
  • Umweltkatastrophen wie der Ausbruch eines Supervulkans,
  • ein nuklearer Holocaust,
  • Pandemien und Risiken der Biotechnologie,
  • Risiken anderer zukünftiger Technologien, etwa der molekularen Nanotechnologie.

Die Risiken können sich gegenseitig verstärken. Der Artikel verweist außerdem auf Darstellungen zu den „Vitalzeichen des planetaren Systems“, ohne diese im Text näher auszuführen.

Dringende Themen der Vereinten Nationen

Die UNO ordnet globale Probleme verschiedenen Kategorien zu und verbindet sie mit Richtlinien und Initiativen. Für Afrika werden Armut, Krankheiten, Wüstenbildung, Unterernährung und regionale Konflikte genannt. Dazu gehören unter anderem das Büro des Sonderberaters für Afrika, die Afrikanische Union, die Neue Partnerschaft für die Entwicklung Afrikas sowie die Mission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union in Darfur.

Weitere Kategorien sind die Alterung der Bevölkerung und der demografische Übergang, AIDS einschließlich HIV/AIDS-Prävention, HIV und Schwangerschaft sowie HIV/AIDS-Denialismus, und Atomenergie mit Kernwaffen und Kernabfällen. Als relevante Instrumente erscheinen unter anderem der Globale Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria, die Verträge über die Verweigerung der Verbreitung von Atomwaffen und das Umfassende Atomversuchverbotsabkommen.

Die UNO behandelt außerdem Big Data für nachhaltige Entwicklung und die Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologie für nachhaltige Entwicklung. Zur Sicherheit von Kindern und Jugendlichen im Internet zählen die Bekämpfung von Cyber-Mobbing, Online-Kindesmissbrauch und Menschenhandel mit Kindern. Im Bereich Kinder werden Kinderarmut, Kinderarbeit, Kindesmissbrauch, Kindersterblichkeit und weltweite Bildung genannt; wichtige Initiativen sind UNICEF, das Welternährungsprogramm und die Global Education First Initiative.

Zu den weiteren Schwerpunkten gehören:

  • Klimawandel, insbesondere der CO₂-Fußabdruck der Menschheit und die Abmilderung des Klimawandels; wichtige Vereinbarungen sind das Kyoto-Protokoll, das Pariser Abkommen und die UN-Klimakonferenz.
  • Dekolonisation, Ausbeutung und die Arbeit des Sonderkomitees der Vereinten Nationen für die Dekolonisierung.
  • Demokratie und Demokratisierung, unterstützt durch die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, UNDP, DPO, UNHCHR und UN Women.
  • Entwaffnung, also der Umgang mit Massenvernichtungswaffen, chemischen und biologischen Waffen, konventionellen Waffen, Landminen und Kleinwaffen; zuständig ist unter anderem das Amt der Vereinten Nationen für Abrüstungsfragen.
  • Die Beendigung der Armut und ihre Messung; dazu gehört Ziel für nachhaltige Entwicklung Nr. 1: Keine Armut.
  • Lebensmittel, Welthunger, nachhaltige Landwirtschaft, Ernährungssicherheit, Lebensmittelsicherheit und Lebensmittelunruhen; dazu gehören Ziel 2: Null Hunger, die FAO und das Welternährungsprogramm.
  • Gleichstellung der Geschlechter und Frauenrechte, insbesondere durch die Kommission für den Status der Frau und UN Women.
  • Gesundheit mit Muttergesundheit und extremer Armut; im Artikel werden hierzu die Millenniumsentwicklungsziele genannt.
  • Menschenrechte und Menschenrechtsverletzungen, für die die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte ein zentrales Bezugspunkt ist.

Unter „Internationales Recht und Gerechtigkeit“ fallen Kriegsverbrechen, Diskriminierung sowie staatliche und Unternehmensverbrechen. Genannt werden unter anderem die Internationale Rechtskommission, das Übereinkommen über die Verhütung und Bestrafung des Verbrechens des Völkermordes von 1948, Übereinkommen gegen rassische Diskriminierung von 1965, der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte von 1966, das Internationale Abkommen über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte von 1966, das Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau von 1979, das Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen von 1982, das Übereinkommen über die Rechte des Kindes von 1989, der Umfassende Atom-Test-Verbot-Vertrag von 1996, die Internationale Übereinkunft zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung von 1999 und das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen von 2006.

Weitere UN-Themen sind internationale Migration, Ozeane und Meeresrecht, Frieden und Sicherheit, Menschen mit Behinderungen, Bevölkerung, Flüchtlinge, Terrorismus und freiwillige Arbeit. Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem Umweltverschmutzung der Meere, Friedenssicherung, Überbevölkerung, der UNFPA, der UNHCR, internationale Übereinkommen gegen Terrorismus sowie die Freiwilligen der Vereinten Nationen. Beim Wasser nennt der Artikel Wasserknappheit, Wasserkonflikte, die Privatisierung des Wassers und Wasserverschmutzung sowie UN-Water und mehrere internationale Wasserprogramme und Konferenzen.

Im Rahmen der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wurden die Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (2000–2015) durch die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (2016–2030) ersetzt, die auch „Die Globalen Ziele“ heißen. Zu jedem globalen Ziel gehören eigene Ziele und Indikatoren.

Globale Umweltprobleme als vernetztes System

Globale Umweltprobleme können nicht isoliert betrachtet werden. Lebensraumverlust und Klimawandel wirken sich negativ auf die biologische Vielfalt aus. Abholzung und Umweltverschmutzung werden als direkte Folgen von Überbevölkerung und Konsummustern beschrieben und beeinträchtigen wiederum die biologische Vielfalt. Überbevölkerung kann örtlich zu Landflucht führen; dieser Effekt wird durch zunehmende Urbanisierung und Zersiedelung mehr als ausgeglichen.

Die Systemtheorie berücksichtigt Umwelt- und Wirtschaftsfragen als komplexes System gegenseitiger Abhängigkeiten. Zu den wichtigsten Umweltproblemen gehören:

  • Überverbrauch: Die Nutzung einzelner Ressourcen oder der Ressourcen insgesamt übersteigt die nachhaltige Kapazität des Ökosystems.
  • Überbevölkerung: Es gibt zu viele Menschen beziehungsweise eine zu hohe Belastung durch problematische Konsummuster, als dass das Erdsystem dies ohne menschliche Probleme aushalten könnte.
  • Verlust der biologischen Vielfalt, Abholzung tropischer Wälder, Wüstenbildung und Klimawandel.
  • Lebensraumzerstörung und das gegenwärtige Massenaussterben im Holozän.
  • Ozeanversauerung und Ozonabbau; beim Ozonabbau verweist der Artikel auf das Montreal-Protokoll.
  • Verschmutzung, Abfall einschließlich Elektroschrott und Plastikmüll sowie die Abfallentsorgung.
  • Wasserverschmutzung, PFAS, Ressourcenerschöpfung und Zersiedelung.

Der Artikel stellt außerdem den Material-Fußabdruck, also die weltweite Rohstoffgewinnung, globale CO₂-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe und industriellen Prozessen sowie das globale BIP als Größen in Darstellungen zu globalen Umweltproblemen gegenüber. Weitere Abbildungen oder Verweise betreffen die Top-Todesursachen weltweit und den Status planetarer Grenzen, einen Ansatz für ein Assessment globaler Umweltprobleme.

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