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Leadsheet

Ein Leadsheet oder Lead-Sheet ist eine vereinfachte Notationsweise eines Stückes, die nur aus der Melodie (unter Umständen mit Text) und ihren Harmonien in …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Definition und Zweck
  2. 2. Verwendung beim Musizieren
  3. 3. Sammlungen und Varianten
  4. 4. Verwandte Notationsweisen

Definition und Zweck

Ein Leadsheet oder Lead-Sheet ist eine vereinfachte Notation eines Musikstücks. Es enthält nur die Melodie, manchmal zusätzlich den Text, sowie die Harmonien in Akkordsymbolschrift. Eine bestimmte Instrumentierung oder ein festes Arrangement wird nicht vorgegeben.

Leadsheets sind besonders in der Jazz- und Rockmusik verbreitet. Sie erleichtern das spontane Spielen und Begleiten, etwa bei Jamsessions, und lassen den Musizierenden viel Freiheit bei der Interpretation.

Verwendung beim Musizieren

Pianisten oder Gitarristen lesen die Akkordsymbole und leiten daraus die Begleitung der Melodie ab. Die Symbole zeigen den harmonischen Aufbau des Stücks. In einem Ensemble bilden diese Harmonien außerdem die Grundlage für Improvisationen.

Zusätzliche Zeichen können beispielsweise rhythmische Akzente angeben, die das gesamte Ensemble unisono, also gleichzeitig und gleichlautend, spielen soll. Ist neben der Melodie eine vollständig notierte Klavierbegleitung vorhanden, handelt es sich nicht mehr um ein Leadsheet.

Sammlungen und Varianten

Eine Sammlung von Leadsheets beziehungsweise sogenannter Fakemusic heißt Fakebook. Das bekannteste Beispiel ist das Real Book. In frühen Fakebooks wurden Urheberrechtsbestimmungen häufig nicht eingehalten. Sammlungen mit vollständig notierter Klavierbegleitung werden mitunter fälschlich ebenfalls als Fakebooks bezeichnet.

Eine reduzierte Variante ist das Chordsheet: Es enthält nur Akkorde und gegebenenfalls den Liedtext, aber keine notierte Melodie. Chordsheets finden sich unter anderem in Songbooks.

Verwandte Notationsweisen

Andere vereinfachende Symbolschriften sind die Tabulatur und der Generalbass. Tabulaturen werden für Gitarre und Laute verwendet; in der Renaissancezeit dienten sie auch zur Notation für Tasteninstrumente wie Orgel, Cembalo und Clavichord. Der Generalbass bezeichnet eine Notationsweise für akkordbildende Begleitinstrumente der Barockmusik, beispielsweise Cembalo, Orgelpositiv und Theorbe.

Lernvideos zu Leadsheet

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