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Jens Zimmermann (Politiker)

Jens Zimmermann (* 9. September 1981 in Groß-Umstadt) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 2013 bis 2025 Mitglied des Deutschen Bundestages.

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ausbildung und Beruf
  3. 3. Partei- und Kommunalpolitik
  4. 4. Arbeit im Deutschen Bundestag
  5. 5. Direktmandat und Ausscheiden

Überblick

Jens Zimmermann (* 9. September 1981 in Groß-Umstadt) ist ein deutscher Politiker der SPD. Von 2013 bis 2025 gehörte er dem Deutschen Bundestag an. Seine parlamentarischen Schwerpunkte lagen besonders in der Finanz- und Digitalpolitik.

Ausbildung und Beruf

Nach dem Abitur am Max-Planck-Gymnasium in Groß-Umstadt im Juni 2001 leistete Zimmermann bis 2002 Zivildienst. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und schloss das Studium im April 2007 als Diplom-Kaufmann ab.

Bis 2011 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement von Bernd Stauss. Im Februar 2013 promovierte er in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften mit einer Dissertation über „Status und Kundenbindung“. Bis zu seinem Einzug in den Bundestag im September 2013 war er als freiberuflicher Berater und Dozent tätig.

Partei- und Kommunalpolitik

Zimmermann trat 2002 der SPD bei und wurde im selben Jahr stellvertretender Unterbezirksvorsitzender der Jusos, der Jugendorganisation der SPD. Während seines Studiums wurde er für die Juso-Hochschulgruppe in den erweiterten Senat seiner Universität gewählt.

Seit 2006 wurde er mehrfach in die Stadtverordnetenversammlung von Groß-Umstadt gewählt, zuletzt 2021. Dort war er 2006 der bis dahin jüngste Ausschussvorsitzende und von 2011 bis 2016 Vorsitzender der SPD-Fraktion. Bei der hessischen Kommunalwahl am 14. März 2021 zog er erstmals in den Kreistag des Landkreises Darmstadt-Dieburg ein. Daneben übernahm er weitere lokale und regionale Aufgaben innerhalb der SPD.

Arbeit im Deutschen Bundestag

2013 zog Zimmermann über ein Ausgleichsmandat der hessischen SPD-Landesliste in den Bundestag ein, nachdem er das Direktmandat im Wahlkreis Odenwald gegen Patricia Lips (CDU) verfehlt hatte. Ein Ausgleichsmandat dient dazu, das durch Überhangmandate veränderte Kräfteverhältnis zwischen den Parteien auszugleichen. Zimmermann erhielt den letzten vergebenen Sitz, der sich erst bei der Feststellung des endgültigen amtlichen Wahlergebnisses für die SPD ergab.

In der 18. Wahlperiode war er Mitglied im Finanzausschuss und im Ausschuss für die Digitale Agenda sowie stellvertretendes Mitglied im NSA-Untersuchungsausschuss. Außerdem vertrat er den Bundestag im Verwaltungsrat der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), gehörte dem Vorstand der deutsch-britischen Parlamentariergruppe an und führte die hessische SPD-Landesgruppe.

2017 zog er erneut über die hessische Landesliste ein. Er blieb Mitglied im Finanzausschuss und wurde Mitglied und Obmann im Ausschuss für die Digitale Agenda. Ein Obmann koordiniert dort die Arbeit der Mitglieder seiner Fraktion. Zudem war er digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und weiterhin Vorsitzender der hessischen SPD-Landesgruppe. Im neunköpfigen Untersuchungsausschuss zum Wirecard-Finanzskandal, der am 1. Oktober 2020 eingesetzt wurde, war er Obmann der beiden SPD-Vertreter.

Direktmandat und Ausscheiden

Bei der Bundestagswahl 2021 gewann Zimmermann erstmals das Direktmandat im Wahlkreis Odenwald. In der 20. Wahlperiode war er erneut Obmann im Ausschuss Digitales und Mitglied im Finanzausschuss. Er wurde außerdem in den Vorstand der SPD-Bundestagsfraktion gewählt, übernahm erstmals den Vorsitz der deutsch-britischen Parlamentariergruppe und gehörte erneut dem Verwaltungsrat der BaFin an.

Bei der Bundestagswahl 2025 verlor er das Direktmandat an Patricia Lips (CDU). Da er auch über die Landesliste kein Mandat erhielt, schied er nach zwölf Jahren aus dem Deutschen Bundestag aus.

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