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Internodium (Neurobiologie)

Als Internodium bezeichnet man in der Neurobiologie bei markhaltigen Nervenfasern von Wirbeltieren den myelinisierten Abschnitt des Axons einer Nervenzelle …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Definition und Bedeutung
  2. 2. Myelinscheide und Ranvier-Schnürringe
  3. 3. Nodale und internodale Abschnitte
  4. 4. Länge

Definition und Bedeutung

Ein Internodium ist in der Neurobiologie der myelinisierte Abschnitt eines Axons zwischen zwei aufeinanderfolgenden Ranvier-Schnürringen. Es kommt bei markhaltigen Nervenfasern von Wirbeltieren vor. Das Axon ist der lange Fortsatz einer Nervenzelle, über den elektrische Signale weitergeleitet werden.

Internodien sind wichtig für die saltatorische Erregungsleitung: Das Aktionspotential, also das elektrische Nervensignal, muss nicht entlang des gesamten Axons neu aufgebaut werden, sondern nur an den Ranvier-Schnürringen.

Myelinscheide und Ranvier-Schnürringe

Die Myelinscheide ist eine elektrisch isolierende Hülle um das Axon. Im peripheren Nervensystem wird sie von Schwann-Zellen gebildet, im Zentralnervensystem von Oligodendrozyten. Eine Gliazelle oder Teile von ihr wickeln sich dabei um einen bestimmten Abschnitt des Axons.

Zwischen den einzelnen Markscheidenabschnitten bleiben schmale, regelmäßig angeordnete Lücken. Dort fehlen die isolierenden Markscheidenlamellen. Diese Lücken heißen Ranvier-Schnürringe. Nur an ihnen liegt das Axon ausreichend frei, um ein Aktionspotential aufzubauen. Bei dickeren, markreichen Nervenfasern zeigt der zugehörige Axonabschnitt eine Kaliberschwankung, den Ranvier-Knoten (node of Ranvier).

Nodale und internodale Abschnitte

Bei einem myelinisierten Axon unterscheiden sich nodale Abschnitte und internodale Abschnitte sowohl im Aufbau als auch in ihrer Funktion. Nodale Abschnitte gehören zu einem Ranvier-Schnürring. Internodale Abschnitte liegen zwischen den Knoten und sind durch die von einer Gliazelle gebildete Markscheide isoliert.

Ein Internodium ist daher der isolierte Axonabschnitt zwischen zwei Ranvier-Schnürringen. An ihm muss bei markhaltigen Nervenfasern für die Erregungsleitung kein Aktionspotential aufgebaut werden.

Länge

Die Länge von Internodien menschlicher Nervenfasern hängt unter anderem vom Faserkaliber ab. In der mittleren Verlaufsstrecke peripherer Nerven beträgt sie 0,5–1 mm.

Lernvideos zu Internodium (Neurobiologie)

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