Zum Inhalt springen
L

Das Video kommt von YouTube: erst beim Abspielen verbindet sich die Seite mit YouTube (Google).

Erregungsleitung im Axon - Saltatorisch und kontinuierlich

Studyflix4:23 288.969 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 42 Zeilen
Herunterladen
  1. Als Erregungsleitung bezeichnest du die Weiterleitung elektrischer Reize entlang von Nerven oder Muskelzellen. Welche
  2. Arten du dabei unterscheiden kannst und wie sie jeweils ablaufen, erfährst du hier. Hast du dich schon mal gefragt,
  3. wie dein Gehirnsignale zur Bewegung bis an deinen kleinen C schicken kann, obwohl sie so weit entfernt voneinander
  4. liegen? Dabei kommt die Erregungsleitung ins Spiel. Darunter verstehst du die Weiterleitung eines elektrischen Signals
  5. entlang einer Nervenzelle, auch Neuron genannt. Genauer gesagt entsprechen die elektrischen Signale Spannungsänderungen
  6. an der Membran, die du Aktionspotentiale nennst. Sie entstehen zunächst am Axonhügel und werden dann entlang des
  7. Nervenzellfortsatzes dem Axon weitergeleitet bis zum Ende der Nervenzelle. Je nachdem, wie genau die
  8. Erregung weitergeleitet wird, kannst du zwischen zwei Arten unterscheiden. Zwischen der saltatorischen und der
  9. kontinuierlichen Erregungsleitung. Schauen wir uns zunächst die unkompliziertere Form der
  10. Erregungsleitung an. Du nennst sie kontinuierliche Erregungsleitung. Hier wird das Signal nämlich fortlaufend ohne
  11. Unterbrechung am Axon der Nervenzelle entlang weitergeleitet. Löst ein Reiz die Entstehung eines
  12. Aktionspotentials am Axonhügel aus, führt das zur Öffnung spannungsgesteuerter Natriumionenkanäle
  13. in der Axonmembran. Da die Konzentration von Natriumionen außerhalb der Zelle deutlich höher ist,
  14. strömen die positiv geladenen Ione nach innen. Die Ladung im Inneren steigt an, das heißt, die Zelle depolarisiert.
  15. So leitet die Nervenzelle das elektrische Signal bis ans Ende des Axons weiter. Nach ihrer Öffnung
  16. schließen sich die Natriumionenkanäle wieder von selbst. Dann können sie nicht direkt wieder aktiviert werden. Die
  17. Zeit, die Sie brauchen, um wieder aktiviert werden zu können, nennst du Refrakterzeit.
  18. Das Prinzip ist wichtig, da eine Weiterleitung des Signals in Rückwärtsrichtung verhindert. Eine
  19. kontinuierliche Erregungsleitung ist eher langsam, weil das Signal entlang des ganzen Axons weitergeleitet werden
  20. muss. Du findest sie vor allem bei wirbellosen Tieren wie dem Tintenfisch. Sie besitzen sogenannte Riesenaxone mit
  21. einem besonders großen Durchmesser. Dadurch soll die Leitungsgeschwindigkeit erhöht werden. Das kannst du dir
  22. vorstellen wie bei einem Wasserschlauch. Je dicker, desto mehr Wasser kann gleichzeitig durchfließen.
  23. Und wie läuft nun die Erregungsleitung bei uns Menschen ab? Das Prinzip ist sehr ähnlich zur kontinuierlichen
  24. Erregungsleitung. Allerdings ermöglicht der spezielle Aufbau unserer Axone eine schnellere Weiterleitung. Du kannst dir
  25. vorstellen, dass die Axone unserer Neuronen genauso isoliert sind wie ein Stromkabel. Die Isolationsschicht um das
  26. Axon eines Neurons nennst du Myelinschicht. Sie ist allerdings keine durchgehende
  27. Hülle, sondern sie wird immer wieder unterbrochen durch die sogenannten Ravierschen Schnürringe. Darunter
  28. verstehst du die nichtolierten Bereiche des Axons. Die Isolation ermöglicht eine schnelle Erregungsweiterleitung,
  29. denn im Gegensatz zum Tintenfisch erzeugen unsere Nervenzellen nur an den Schnürringen neue Aktionspotentiale.
  30. Dort strömen dann die Natriumionen in die Zelle und depolarisieren sie. Du kannst dir vorstellen, dass die Erregung
  31. sozusagen von einem zum nächsten Knotenpunkt springt. Dadurch spart das Neuron Zeit und Energie. Die sogenannte
  32. Natriumkaliumpumpe ist dafür zuständig, die Natriumionen wieder aus der Zelle herauszupumpen.
  33. So hält sie die negative Ladung im Zellinnenraum aufrecht und ermöglicht die Entstehung eines neuen
  34. Aktionspotenzials. Dafür benötigt sie jedoch Energie. Da sie aber nur in den unisolierten
  35. Bereichen aktiv ist, können die Zellen so Energie einsparen. Fassen wir noch einmal das Wichtigste
  36. zusammen. Die Erregungsleitung ermöglicht die Weiterleitung einer elektrischen Erregung entlang des Axons
  37. einer Nervenzelle. Bei uns Menschen findet sie meistens springen statt und du nennst sie saltatorisch. Bei den
  38. nichtisolierten Axonen der wirbellosen Tiere ist die Weiterleitung dagegen kontinuierlich und daher langsamer.
  39. Nachdem die Erregung das Ende eines Neurons erreicht hat, muss sie auf das nächste Neuron übertragen werden. Das
  40. funktioniert über spezielle Kontaktstellen, die Synapsen. Wenn du wissen willst, wie eine Synapse
  41. aufgebaut ist und wie sie funktioniert, schau dir direkt das nächste Video an. Dir hat das Video gefallen? Für mehr
  42. kostenlose Videos komm auf studyflix.de und hol dir unsere App.

Zum Nachlesen