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Imperfekt
Der Ausdruck Imperfekt (lateinisch imperfectus ‚unvollendet') bezeichnet in der Grammatik normalerweise Verbformen, die gleichzeitig Vergangenheit (d. h.
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Bedeutung und Verwendung
Das Imperfekt bezeichnet in der Grammatik normalerweise Verbformen, die zwei Eigenschaften zugleich ausdrücken: Vergangenheit als Tempus und Unvollendetheit als imperfektiven Aspekt. Ein Tempus ordnet ein Geschehen zeitlich ein; der Aspekt beschreibt, wie sein Verlauf betrachtet wird. Eine solche grammatische Kategorie besitzen beispielsweise die romanischen Sprachen.
Das Imperfekt wird unter anderem verwendet, wenn ein Ereignis zur betrachteten Zeit noch nicht abgeschlossen war, wenn es sich beliebig oft wiederholte oder wenn ein Zustand beschrieben wird, der keinen natürlichen Abschluss haben kann.
Abgrenzung zum deutschen Präteritum
In älteren deutschen Grammatiken wurde auch die einfache Vergangenheitsform eines Verbs, etwa „sag-te“, als Imperfekt bezeichnet. Diese Bezeichnung gilt als unzutreffend, weil die deutsche einfache Vergangenheit nicht zwingend einen imperfektiven Aspekt ausdrückt: Das dargestellte Geschehen muss also nicht unvollendet sein.
Heute lautet der übliche Fachausdruck für die einfache Vergangenheit im Deutschen deshalb Präteritum. Germanistische Grundlagenwerke erwähnen die ältere Verwendung des Ausdrucks „Imperfekt“ teilweise weiterhin.