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Doris Achelwilm
Doris Maria Achelwilm (* 30. November 1976 in Thuine) ist eine deutsche Politikerin (Die Linke). Sie war von 2017 bis 2021 und ist seit 2025 erneut Mitglied …
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Überblick und Ausbildung
Doris Maria Achelwilm (* 30. November 1976 in Thuine) ist eine deutsche Politikerin der Partei Die Linke. Sie gehörte von 2017 bis 2021 dem Deutschen Bundestag an und ist seit 2025 erneut Abgeordnete. Von 2013 bis 2017 war sie außerdem Landesvorsitzende beziehungsweise „Landessprecherin“ der Linken in Bremen.
Achelwilm wuchs in Fürstenau auf und legte am Gymnasium Leoninum in Handrup das Abitur ab. Anschließend studierte sie Deutsche Sprachwissenschaft, Politikwissenschaft und Geschichte an der Leibniz-Universität Hannover. Das Studium beendete sie mit dem akademischen Grad Magistra Artium.
Beruf und gesellschaftliches Engagement
Achelwilm arbeitete zeitweise als Kultur- und Musikjournalistin. Seit November 2007 ist sie Pressesprecherin der Fraktion Die Linke in der Bremischen Bürgerschaft. Von 2012 bis 2020 gehörte sie dem Rundfunkrat von Radio Bremen an.
Sie ist Mitglied der Gewerkschaft ver.di und des Bremer Erwerbslosenverbandes. Achelwilm lebt in Bremen-Walle und ist ledig.
Aufgaben in der Partei
Achelwilm engagiert sich seit mehreren Jahren in der Partei Die Linke. Von 2009 bis 2011 war sie Sprecherin des Kreisverbandes Bremen Mitte-Ost. Im November 2011 rückte sie in den Vorstand des bremischen Landesverbandes auf.
Im November 2013 wählte ein Parteitag der Bremer Linken sie zur Co-Vorsitzenden des Landesverbandes. Dieses dort als „Landessprecherin“ bezeichnete Amt übte sie bis 2017 aus. Innerhalb der Partei gehört sie dem Flügel der Emanzipatorischen Linken an.
Erste Zeit im Bundestag
Im Februar 2017 setzte der Landesparteitag der Bremer Linken Achelwilm auf Platz 1 der Landesliste für die Bundestagswahl. Dabei gewann sie die Abstimmung gegen Birgit Menz, die von 2015 bis 2017 Bundestagsabgeordnete gewesen war. Im Wahlkampf stellte Achelwilm sozialpolitische Themen in den Mittelpunkt und kritisierte die Politik der Bundesregierung zu Hartz IV, Mini-Jobs und Leiharbeit.
Über die Landesliste zog sie 2017 in den 19. Deutschen Bundestag ein. In der Linksfraktion war sie Sprecherin für Gleichstellung, Medienpolitik und Queerpolitik. Sie gehörte als ordentliches Mitglied dem Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend an und war stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Medien.
Wahlen 2021 und 2025
Bei der Bundestagswahl 2021 stand Achelwilm erneut auf Platz 1 der Bremer Landesliste. Zugleich kandidierte sie direkt im Wahlkreis Bremen II – Bremerhaven. Mit 7,44 % der Erststimmen erreichte sie dort den fünften Platz und zog nicht wieder in den Bundestag ein.
Bei der Bundestagswahl 2025 kandidierte sie im Wahlkreis Bremen I und abermals auf Platz 1 der Bremer Landesliste. Im Wahlkreis erhielt sie 13,4 Prozent der Erststimmen. Über die Landesliste gewann sie ein Mandat und kehrte in den Deutschen Bundestag zurück.
Im 21. Deutschen Bundestag ist Achelwilm ordentliches Mitglied und Obfrau im Finanzausschuss. Eine Obfrau koordiniert dort die Arbeit ihrer Fraktion. Außerdem ist sie stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Digitales und Staatsmodernisierung sowie steuerpolitische Sprecherin ihrer Fraktion.