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Wikipedia · einfach zusammengefasst · Stand

Denotation

Denotation steht einerseits für eine neutrale Bedeutung (als Grundbedeutung) und damit für den inhaltlichen Kern eines Wortes, im Unterschied zur Konnotation.

Inhalt3 Abschnitte
  1. 1. Grundzüge und Bedeutungen
  2. 2. Denotation als Grundbedeutung
  3. 3. Denotation als extensionale Bezugnahme

Grundzüge und Bedeutungen

Denotation ist ein mehrdeutiger Ausdruck der Semantik. Er bezeichnet entweder die neutrale, situationsunabhängige Grundbedeutung eines sprachlichen Ausdrucks oder die extensionale Beziehung zwischen Sprache und den bezeichneten außersprachlichen Gegenständen beziehungsweise einem Modell der Welt.

Im ersten Sinn steht Denotation für den inhaltlichen Kern eines Wortes oder einer Aussage. Davon unterscheidet sich die Konnotation: Sie umfasst subjektive, emotionale und assoziative Nebenbedeutungen. Diese überlagern die Grundbedeutung in der Vorstellung, können aber von ihr getrennt werden. Im zweiten Sinn beschreibt Denotation, worauf ein sprachlicher Ausdruck außerhalb der Sprache Bezug nimmt. Dieser Gebrauch wird der intensionalen Bezugnahme gegenübergestellt.

Denotation als Grundbedeutung

In der Linguistik ist die Denotation die Hauptbedeutung eines Lexems oder einer Aussage. Ein Lexem ist dabei eine sprachliche Einheit des Wortschatzes. Die Denotation gilt als kontext- und situationsunabhängige Grundbedeutung. Die Konnotation dagegen ist variabel, kontextabhängig und subjektiv; sie bildet eine mögliche Mitbedeutung.

In der Alltagssprache lässt sich die Grenze zwischen Hauptbedeutung, also expliziter Bedeutung, und Nebenbedeutung, also impliziter Bedeutung, allerdings nicht scharf ziehen.

Beispiel: Die Denotation von „Nacht“ ist die Zeitspanne zwischen Untergang und Aufgang der Sonne. Je nach Kontext kann „Nacht“ zusätzlich mit Angst, Einsamkeit, Bedrohung, Schwärmerei, Liebe oder Romantik verbunden sein. Diese Vorstellungen gehören zu den Konnotationen und nicht zur neutralen Grundbedeutung.

Denotation als extensionale Bezugnahme

In einem weiten Sinn ist Denotation die Beziehung zwischen Sprache und Welt beziehungsweise zwischen Sprache und einem Modell von der Welt. Sie kann als Relation zwischen einem Lexem und der Klasse von Personen, Dingen, Eigenschaften, Lokalitäten und anderen Entitäten verstanden werden, auf die das Lexem korrekt angewandt werden kann.

Für diese Bedeutung wird vorgeschlagen, den mehrdeutigen Ausdruck „Denotation“ durch „Referenzpotenzial“ zu ersetzen. Gemeint ist die Extension: die Menge aller existierenden und denkbaren Gegenstände, auf die sich ein Wort beziehen kann.

Ein Ausdruck „denotiert“ beziehungsweise bezeichnet oder bedeutet im Sinne von Gottlob Frege einen bestimmten Gegenstand oder Sachverhalt. Denotation steht hier für eine extensionale Bezugnahme, also für den Bezug auf das, worauf ein Ausdruck tatsächlich oder grundsätzlich angewandt werden kann.

Je nachdem, wie die Bezugnahme gefasst wird, gibt es eine terminologische Unterscheidung zu „Designation“: Bezieht sich Denotation auf einzelne Elemente einer Klasse, kann sie der Designation als Gegenbegriff gegenübergestellt werden. Designation bezeichnet dann die Bezugnahme auf Klassen von Elementen. Wird Denotation dagegen selbst als Bezugnahme auf eine Klasse verstanden, ist der Ausdruck in der Semantik synonym zu Designation.

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