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Dantons Tod (1963)

Dantons Tod ist eine deutsche Fernseh-Verfilmung des gleichnamigen Dramas von Georg Büchner über die Verhaftung und Hinrichtung des französischen …

Inhalt5 Abschnitte
  1. 1. Werk und Bedeutung
  2. 2. Politischer Konflikt und Verhaftung
  3. 3. Prozess und Tod
  4. 4. Herstellung und Veröffentlichung
  5. 5. Zeitgenössische Beurteilung

Werk und Bedeutung

„Dantons Tod“ ist eine deutsche Fernseh-Verfilmung des gleichnamigen Dramas von Georg Büchner. Der 1963 erschienene, 175 Minuten lange Film behandelt die Verhaftung und Hinrichtung des französischen Revolutionärs Georges Danton. Im Mittelpunkt steht der politische Konflikt zwischen Danton und Maximilien de Robespierre während der Terrorherrschaft der Französischen Revolution.

Regie führte Fritz Umgelter, der auch Büchners Drama für das Fernsehen bearbeitete. Wolfgang Reichmann spielt Georges Danton, Wolfgang Büttner verkörpert Robespierre und Wolfgang Kieling den Revolutionär Saint-Just. Der Film ist in deutscher Sprache gedreht und ab 12 Jahren freigegeben.

Politischer Konflikt und Verhaftung

Der Film folgt in Text und Handlung der literarischen Vorlage. Danton war zunächst einer der Anführer der Französischen Revolution und wirkte an der Errichtung der Terrorherrschaft mit. Außerdem profitierte er finanziell von der Revolution. Inzwischen führt er ein genussvolles Leben, während große Teile des Volkes weiterhin in Armut leben. Deshalb verliert er zunächst die Unterstützung der Bevölkerung. Ihre Sympathien richten sich zunehmend auf Robespierre, der als besonders radikal und tugendhaft gilt.

Danton versucht ohne Erfolg, Robespierre davon zu überzeugen, die Schreckensherrschaft zu beenden. Robespierre betrachtet Danton und dessen Anhänger daraufhin als Feinde der Revolution und lässt sie vor dem Revolutionstribunal anklagen. Dieses Tribunal ist das politische Gericht, vor dem Gegner der revolutionären Regierung verurteilt werden.

Danton glaubt zunächst, dass niemand es wagen werde, einen verdienten Revolutionär wie ihn anzutasten. Zugleich nimmt er zeitweise eine fatalistische und nihilistische Haltung ein: Er ergibt sich seinem vermeintlichen Schicksal und zweifelt am Sinn des Lebens. Daher versucht er nicht, seiner Verhaftung zu entkommen.

Prozess und Tod

Erst vor dem Revolutionstribunal verteidigt sich Danton leidenschaftlich. Seine Rede beeinflusst die wechselhafte Stimmung des Volkes, das sich nun zeitweise wieder auf seine Seite stellt. Um diese Entwicklung zu stoppen, beschließt der Nationalkonvent, den Prozess zu verkürzen und Danton kein weiteres Mal sprechen zu lassen.

Danton wird gemeinsam mit seinen engsten Vertrauten öffentlich hingerichtet. Zu ihnen gehört Camille Desmoulins, dargestellt von Karl Walter Diess. Die persönlichen Folgen der politischen Gewalt zeigen sich auch am Schicksal der Ehefrauen: Dantons Frau Julie, gespielt von Maria Häussler, nimmt Gift und stirbt. Lucile Desmoulins, gespielt von Krista Keller, ruft in Gegenwart einer Patrouille „Es lebe der König“. Damit provoziert sie ihre eigene Verhaftung, um ihrem hingerichteten Mann in den Tod folgen zu können.

Herstellung und Veröffentlichung

Produziert wurde der Film von Reinhart Müller-Freienfels für den Süddeutschen Rundfunk. Die Erstausstrahlung erfolgte am 17. März 1963. Fritz Moser führte die Kamera, Guntram von Ehrenstein war für den Schnitt verantwortlich und Peter Thomas komponierte die Musik. Eingespielt wurde sie vom Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks.

2008 veröffentlichte Film 101 die Fernsehproduktion auf DVD.

Zeitgenössische Beurteilung

Die zeitgenössischen Bewertungen fielen unterschiedlich aus. Die Zeitschrift „Gong“ lobte in ihrer Ausgabe 11/1963 die mitreißenden dramatischen Szenen, Büchners rücksichtslose Bildsprache und die Dynamik, mit der die Schrecken der Französischen Revolution sowie der Untergang des Einzelnen in politischen Umwälzungen dargestellt würden.

Die Zeitschrift „Hörzu“ urteilte in der Ausgabe 14/1963 differenzierter. Sie bewertete einige Kammerszenen als vortrefflich und hob Umgelters Fähigkeit hervor, Schauspieler zu führen und dem gesprochenen Wort Gewicht zu geben. Die Massenszenen seien dagegen zu sehr wie für einen Breitwandfilm statt für das Fernsehen inszeniert. Besonders die Schafottszene kritisierte die Zeitschrift als überflüssig und geschmacklos.

Lernvideos zu Dantons Tod (1963)

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