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Lucile Desmoulins

Georg Büchner machte sie zur Heldin seines Dramas Dantons Tod. In Hilary Mantels Roman Brüder spielt Lucile Desmoulins ebenfalls eine entscheidende Rolle …

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Revolutionärin und Tagebuchschreiberin
  2. 2. Familie, Ehe und Sohn
  3. 3. Anklage und Hinrichtung
  4. 4. Darstellungen in Kunst und Medien

Revolutionärin und Tagebuchschreiberin

Anne-Lucile-Philippe Desmoulins, geborene Laridon-Duplessis, wurde am 18. Januar 1770 in Paris geboren und starb dort am 13. April 1794. Während der Französischen Revolution trat sie als Revolutionärin, Tagebuchschreiberin und Autorin hervor. Sie war mit dem Revolutionär Camille Desmoulins verheiratet. Nach seiner Verhaftung wurde ihr eine Verschwörung zu seiner Befreiung sowie die Beteiligung an konterrevolutionären Aktivitäten vorgeworfen. Dafür wurde sie zum Tode verurteilt und mit der Guillotine hingerichtet.

Familie, Ehe und Sohn

Lucile war die Tochter von Claude-Etienne Laridon-Duplessis und Anne-Françoise-Marie Boisdeveix. Ihre wohlhabenden bürgerlichen Eltern unterstützten die Revolution und empfingen unter anderem Robespierre, Brissot, Danton und Desmoulins in ihrem Haus.

Robespierre machte Lucile Anträge, doch sie entschied sich für Camille Desmoulins, den sie bereits 1783 als Verehrer ihrer Mutter kennengelernt hatte. Gegen den anfänglichen Widerstand ihres Vaters heiratete sie Camille am 29. Dezember 1790 in der Kirche St-Sulpice. Robespierre, Brissot und Pétion de Villeneuve waren Trauzeugen.

Das Paar hatte einen Sohn, Horace Camille Desmoulins (* 6. Juni 1792; † im Juni 1825 in Haiti). Seine Geburt gehörte zu den ersten, die beim neu eingerichteten bürgerlichen Standesamt registriert wurden. Robespierre war sein Taufpate.

Anklage und Hinrichtung

Vor der Hinrichtung ihres Mannes am 5. April 1794 richtete Lucile Desmoulins Gnadenersuche an Robespierre und erinnerte ihn an seine Freundschaft mit Camille Desmoulins. Während der Exekution rief sie das Volk zum Aufstand gegen das Regime auf.

Sie wurde als Anführerin eines Komplotts angeklagt, das sie gemeinsam mit General Dillon organisiert haben soll. Ziel seien die Befreiung ihres Mannes und eine Revolte in den Pariser Gefängnissen gewesen. Lucile Desmoulins wurde zum Tod verurteilt und am 13. April 1794 guillotiniert. Nach der Überlieferung soll sie über das Urteil glücklich gewesen sein und gesagt haben: „Sendet mich zu meinem Ehemann.“

Darstellungen in Kunst und Medien

Georg Büchner machte Lucile Desmoulins zur Heldin seines Dramas Dantons Tod. Auch in Hilary Mantels Roman Brüder spielt sie eine entscheidende Rolle.

Im TV-Film La passion de Camille et Lucile Desmoulins (1978) wurde sie von Claude Jade dargestellt. Im Monumentalspielfilm Die Französische Revolution (1989) verkörperte Marie Bunel Lucile Desmoulins.

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