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Coachella Valley Music and Arts Festival

Das Coachella Valley Music and Arts Festival, auch bekannt als Coachella, ist ein Musikfestival in Indio im Coachella Valley, Kalifornien.

Inhalt4 Abschnitte
  1. 1. Bedeutung und Aufbau
  2. 2. Entstehung und Entwicklung bis 2009
  3. 3. Markante Auftritte und Veränderungen
  4. 4. Kritik an der Eigentümerstruktur

Bedeutung und Aufbau

Das Coachella Valley Music and Arts Festival, kurz Coachella, ist ein jährlich stattfindendes Musik- und Kunstfestival in Indio im Coachella Valley im US-Bundesstaat Kalifornien. Es findet seit 1999 statt und zählt zu den größten Festivals weltweit. Im Mittelpunkt stehen Auftritte aus den Bereichen Alternative Rock, Hip-Hop und Electronica. Zusätzlich werden Installationen und Skulpturen gezeigt.

Seit 2012 wird das gesamte dreitägige Programm an zwei aufeinander folgenden Wochenenden mit denselben Künstlern gespielt. 2007 bestand das Festivalgelände aus fünf Hauptbühnen und mehreren kleineren Bühnen. Typisch sind außerdem hippie-inspirierte Outfits. Die Veranstalter betonen Recycling und Nachhaltigkeit. Zu den Öko-Initiativen gehören unter anderem aufwendig von Künstlern gestaltete Mülleimer und eine „Aufräumkompanie“.

Entstehung und Entwicklung bis 2009

Bereits 1993 spielten Tool und Pearl Jam als erste Rockbands auf dem Gelände des Empire Polo Club. Das erste Festival fand am 9. und 10. Oktober 1999 statt. Rund 25.000 Menschen besuchten Auftritte unter anderem von Beck, The Chemical Brothers, Morrissey und Rage Against the Machine.

Im Jahr 2000 fiel das Festival wegen finanzieller Probleme aus. 2001 wurde es am 28. April veranstaltet, um das Budget zu reduzieren und der Sommerhitze zu entgehen. Jane’s Addiction trat als Headliner auf und vereinte sich dafür erneut. In den folgenden Jahren wurde das Festival erweitert und bekannter: 2002 gab es Auftritte an zwei Tagen, unter anderem von Siouxsie and the Banshees, Björk und Oasis. 2003 spielten Red Hot Chili Peppers, Beastie Boys und Iggy Pop mit den wiedervereinigten Stooges als Iggy and the Stooges.

2004 waren erstmals alle 50.000 Karten ausverkauft. An zwei Tagen traten unter anderem Pixies, Radiohead, Kraftwerk und The Cure auf. 2007 dauerte das Festival wieder drei Tage. Rage Against the Machine spielte vor 100.000 Zuschauern; außerdem traten unter anderem die Red Hot Chili Peppers und Björk auf. Das neunte Festival fand vom 25. bis zum 27. April 2008 statt, unter anderem mit Prince, Portishead, Kraftwerk, Roger Waters und Fatboy Slim.

Das zehnte Jubiläum begann am 17. und endete am 19. April 2009. Das Lineup umfasste mehr als 130 Gäste, darunter Paul McCartney, The Killers, Public Enemy, The Cure und die Yeah Yeah Yeahs.

Markante Auftritte und Veränderungen

Coachella ist nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch besondere Inszenierungen und Wiedervereinigungen geprägt. 2012 wurde während des Auftritts von Snoop Dogg und Dr. Dre ein Hologramm des 1996 verstorbenen Tupac Shakur projiziert. Dazu wurden Hail Mary und 2 of Amerikaz Most Wanted gespielt.

Seit dem Festival 2015 sind Selfiesticks auf dem Gelände verboten. Am 16. und 23. April 2016 traten Guns N’ Roses erstmals wieder gemeinsam mit Axl Rose, Slash und Duff McKagan auf. Im April 2018 war Beyoncé die erste schwarze Musikerin, die beim Festival den Headline-Act übernahm. In einer Show mit rund 100 schwarzen Musikern, Sängern und Tänzern stellte sie ihre eigene musikalische Entwicklung in Bezug zur Geschichte schwarzer Musik in den USA dar. Dabei thematisierte sie auch rassistische und sexistische Strukturen. Die Entstehung und Vorbereitung der Show werden im Dokumentarfilm Homecoming beschrieben, der auf Netflix zu sehen war.

Kritik an der Eigentümerstruktur

Seit 2001 gehört das Festival zur Anschutz Entertainment Group (AEG). Deren Eigentümer Philip Anschutz steht in der Kritik, weil seine Stiftungen konservative Organisationen und Politiker unterstützen. Kritiker sehen darin einen Widerspruch zur toleranten und progressiven Außenwahrnehmung des Coachella-Festivals.

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