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Bipolare Welt

Die bipolare Welt ist ein Ausdruck im Sinne der Theorie der Polarität aus der Ära des Kalten Krieges und bezeichnete die Aufteilung der Erde in eine …

Inhalt2 Abschnitte
  1. 1. Bipolare Welt im Kalten Krieg
  2. 2. Entwicklungen nach dem Kalten Krieg

Bipolare Welt im Kalten Krieg

Die bipolare Welt bezeichnet im Sinne der Theorie der Polarität die Aufteilung der Erde während des Kalten Krieges in zwei Machtbereiche. Die USA beziehungsweise der „Westen“ führten die westliche Hemisphäre an; die UdSSR beziehungsweise der „Osten“ war die vorherrschende Macht in der östlichen Hemisphäre.

Der Begriff ist ein abstraktes Paradigma, also ein vereinfachtes Denkmodell. Er berücksichtigt die Bewegung der Blockfreien Staaten nicht, weil diese im Kalten Krieg nicht als maßgebliche Akteure auftraten.

Entwicklungen nach dem Kalten Krieg

Mit der Auflösung der Sowjetunion wurde die Vorstellung einer bipolaren Welt zunächst hinfällig. Die USA galten nun als einzige verbliebene Supermacht.

Politische Theorien nach dem Ende des Kalten Krieges entwickelten zwei wichtige Deutungen:

  • Eine monopolare Welt: Das Politik- und Gesellschaftsmodell der USA werde sich durchsetzen. Francis Fukuyama wird mit dieser Position und dem „Ende der Geschichte“ verbunden.
  • Eine multipolare Welt: Mehrere Staaten oder Staatengemeinschaften bündeln zunehmend politische, ökonomische und militärische Macht. Genannt werden China, Indien, Russland, die Organisation für Islamische Zusammenarbeit und die EU. Samuel P. Huntington wird in diesem Zusammenhang mit dem „Kampf der Kulturen“ genannt.

In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff „Neue Weltordnung“ verwendet. Francis Fukuyama und weitere Fachleute veröffentlichen weiterhin zu diesem Thema.

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