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Authentischer Schluss
Ein authentischer Schluss oder eine authentische Kadenz (von griech. authentikos: echt, glaubwürdig) ist in der Harmonielehre und in der musikalischen …
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Definition und Abgrenzung
Ein authentischer Schluss, auch authentische Kadenz genannt, ist in der Harmonielehre und musikalischen Formenlehre die Klangverbindung Dominante – Tonika. Sie artikuliert den Abschluss eines ganzen Stückes oder eines seiner Abschnitte und bildet damit eine Schlussbildung. Häufig geht der Dominante eine Form der Subdominante voraus.
Steht die Subdominante dagegen unmittelbar vor der abschließenden Tonika, spricht man von einem Plagalschluss. Der authentische Schluss und der Plagalschluss gehören zu den Ganzschlüssen.
Arten und Beispiel
Die Einteilung richtet sich nach Stellung und Lage von Dominante und Tonika:
- Beim vollkommenen authentischen Ganzschluss stehen Dominante und Tonika in Grundstellung; die Tonika erklingt außerdem in Oktavlage.
- Der unvollkommene authentische Ganzschluss umfasst alle anderen Fälle: Dominante und/oder Tonika stehen in Umkehrung oder die Tonika erklingt in Terz- oder Quintlage.
In manchen aktuellen Lehrbüchern wird „authentischer Schluss“ enger verwendet: Dominante und Tonika müssen beide in Grundstellung stehen. Nach dieser Auffassung ist eine Kadenz nur dann unvollkommen, wenn die Tonika in Terz- oder Quintlage erklingt.
Als Beispiel zeigt der Artikel Joseph Haydns Sonate in As-Dur, Hob. XVI:43, Rondo, Takte 1–8. Darin ist zunächst ein unvollkommener Ganzschluss und anschließend ein vollkommener Ganzschluss gekennzeichnet.