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Apple Music
Apple Music ist ein Musikstreaming-Dienst von Apple. Er wurde am 8. Juni 2015 auf der WWDC 2015 im Moscone Center in San Francisco vorgestellt und ist seit …
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Überblick und Abonnements
Apple Music ist ein Musikstreaming-Dienst von Apple Inc. Er wurde am 8. Juni 2015 auf der WWDC 2015 im Moscone Center in San Francisco vorgestellt und ist seit dem 30. Juni 2015 in 100 Ländern verfügbar, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Der Dienst gehört zur Kategorie Musik-Streaming-Dienst; die Mediathek basiert auf der von iTunes.
Ein kostenpflichtiges Abonnement ermöglicht den Zugriff auf den Apple-Music-Katalog mit über 100 Millionen Titeln. Es kostet monatlich 11,99 Euro, für Studierende 6,99 Euro und als Familienabo für bis zu 6 Nutzer 19,99 Euro. Von 2021 bis 2024 gab es zusätzlich das Abo „Voice“ für 4,99 Euro, das nur über Apples Sprachassistenten Siri bedient werden konnte. Apple Music darf nicht gleichzeitig auf bis zu zehn Geräten genutzt werden, darunter auf bis zu fünf Computern. Künstler sollen über die Plattform Musik veröffentlichen sowie Fotos, Videos und Nachrichten hochladen können.
Die Mitgliedschaft umfasst iTunes Match: Musik, die nicht bei Apple Music verfügbar ist, aber in der iTunes-Bibliothek eines Nutzers liegt, wird automatisch in die iCloud hochgeladen. So kann sie auf allen synchronisierten Geräten verfügbar sein. 2015 konnten bis zu 100.000 Lieder hochgeladen werden.
Empfehlungen, Entdecken und Mediathek
„Jetzt hören“ empfiehlt Musik anhand von Käufen im iTunes Store, auf Apple Music wiedergegebenen Liedern und den Bewertungen „Mag ich“ oder „Gefällt mir nicht“. Die Vorschläge werden teils automatisch durch einen Algorithmus erzeugt, teils als von DJs zusammengestellte Playlists angeboten.
Die Funktion „Entdecken“ stellt kürzlich veröffentlichte Musik vor. Nutzer können sie nach Beliebtheit oder Musikrichtung sortieren. Gezeigt werden neue Alben, Singles und Musikvideos; die Empfehlungen berücksichtigen sowohl den geografischen Standort als auch beliebte ältere Musik.
In der „Mediathek“ ist gespeicherte Musik nach Album, Interpret, Lied, Playlist, Genre, Komponist und Kompilation sortierbar. Ein Filter kann nur die für die Offline-Nutzung gespeicherte Musik anzeigen. Nutzer können eigene Playlists mit Bild und Beschreibung anlegen sowie Playlists anderer Nutzer hinzufügen. Seit iOS 11 lassen sich Profile erstellen, auf denen Playlists und das aktuelle Hörverhalten veröffentlicht werden können. Andere Nutzer können gefunden und abonniert werden; dafür kann das Profil mit Facebook verbunden werden.
Als Beispiele für Inhalte aus Deutschland nennt der Artikel „HYPED Radio“, dessen erste Folge am 17. Juni 2020 erschien und von Aria Nejati moderiert wurde, sowie „New Music Daily Deutschland Radio“. Diese deutsche Version von „New Music Daily Radio“ erschien ab dem 10. Juli 2020 wöchentlich freitags und wurde von Aisha moderiert.
Radio, Geräte und Audioqualität
Für die Radio-Funktion genügte nach Stand 2019 eine Apple-ID; ein kostenpflichtiges Apple-Music-Abo war nicht erforderlich. Nutzbar sind Apple Music 1, nach Musikrichtungen ausgewählte Radiostationen und lokale Radiosender. Ohne Mitgliedschaft ist das Überspringen von Titeln nur begrenzt möglich. Apple Music 1 wird rund um die Uhr unter anderem von Zane Lowe in Los Angeles und Ebro Darden in New York City moderiert.
Apple Music ist seit dem 30. Juni 2015 für iOS, watchOS, macOS, tvOS und Windows verfügbar; die Android-Version folgte im Herbst 2015. Anfangs war kein Zugriff über einen Webbrowser möglich, weshalb unter Windows und OS X iTunes als Client nötig war. Die Streaming-Musik ist mit dem Kopierschutz FairPlay geschützt und kann nach dem Stream nicht von anderen Programmen verwendet werden. Die angegebene Streamingqualität beträgt 256 kbit/s im AAC-Format und wird als gleichwertig zu MP3 mit 320 kbit/s beschrieben.
Auf der Worldwide Developers Conference 2018 stellte Apple MusicKit vor, ein JavaScript-Framework für den Browserzugriff auf Tracks und Alben. Am 17. Mai 2021 kündigte Apple an, ab Juni 2021 Lossless Audio durch 3D-Audio mit Unterstützung für Dolby Atmos ohne zusätzliche Kosten anzubieten.
Wettbewerb und Vergütung
Vor der Veröffentlichung prüften Wettbewerbsbehörden in den US-Bundesstaaten New York und Connecticut, ob Apple Labels dazu gedrängt habe, kostenlose Angebote von Konkurrenten wie Spotify einzustellen. Die New York Times berichtete im September 2019, Apple bevorzuge eigene Apps bei der Suche im App Store. Spotify sei vor Apple Music bei Suchbegriffen wie „music“ stets das erste Ergebnis gewesen, danach trotz höherer Downloadzahlen auf Platz 23 gefallen. Acht Apple-Apps, darunter Apple Music und verschiedene iTunes-Apps, hätten die vorderen Plätze belegt.
Im April 2021 kam die europäische Wettbewerbsaufsicht vorläufig zu dem Ergebnis, Apple habe seine marktbeherrschende Stellung beim Vertrieb von Musikstreaming-Apps über den App Store missbraucht. Dadurch sei der Wettbewerb auf dem Musikstreaming-Markt zum Nachteil von Konkurrenten wie Spotify oder Deezer verfälscht worden.
Am 21. Juni 2015 kritisierte Taylor Swift in einem offenen Brief, dass Künstler während der dreimonatigen kostenlosen Probephase keine Vergütung erhielten. Einen Tag später kündigte Eddy Cue, Senior Vice President of Internet Software and Services bei Apple, eine Änderung an: Künstler würden auch für Streams während dieser Probephase vergütet. Danach veröffentlichte Swift ihr Album „1989“ über Apple Music; sie erklärte zugleich, dass keine exklusive Vereinbarung mit Apple bestehe.