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Gründung des deutschen Kaiserreichs|Doku|ZDF

Historische Dokus42:20 4.903 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

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Transkriptautomatisch erstellt · 227 Zeilen
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  1. noch immer sind die Deutschen nicht in einem Staat geeint er macht sich nun daran das zu ändern Bismark nicht mit Parlamenten sondern
  2. wie er sagt mit Blut und Eisen eine Reichsgründung von oben Einheit um den Preis der
  3. [Musik] Freiheit für ihn stellt sich diese Frage nicht Ferdinand Cohen blind der 22-jährige
  4. Student aus Süddeutschland ist nur zu einem Zweck nach Berlin gekommen er will den drohenden Krieg verhindern bei dem auf beiden Seiten
  5. deutsche stehen [Musik] Bruderkrieg für den schwärmerischen Patrioten sind seine Urheber so schreibt
  6. er Verräter an Deutschland um den Frieden zu wahren sieht Kohen blind nur eine Lösung er muss den Mann beseitigen der für die
  7. meisten Deutschen die treibende Kraft für den Krieg ist es ist der preußische Ministerpräsident Otto von bismar
  8. in Preußen kämpft er für die Macht der Krone gegen Parlament und Demokratie er gilt als reaktionär reinsten Wassers nach außenhin will er die vielen
  9. deutschen Staaten unter preußischer Herrschaft Vereinen nicht aus deutschem Nationalgefühl sondern aus preußischem Machtstreben wie manche
  10. glauben sein Credo nicht mit Worten sondern mit bonetten würden die großen Fragen der Zeit entschieden das wendet sich nun gegen
  11. [Musik] ihn das Arbeitszimmer bismar in Friedrichsruh bei Hamburg hier ist die
  12. Erinnerung an das Attentat noch gegenwärtig zur Hinterlassenschaft bismarks zählt die Pistole des
  13. Täters eine Waffe die den Lauf der Geschichte hätte verändern können wie die gestopften Einschusslöcher zeigen wurde Bismark von
  14. mehreren Kugeln getroffen doch seine dicke Kleidung jenem Tag dämpfte ihre Wucht und die Feuerkraft der Pistole war zu
  15. schwach Bismark erleitet nur Prellungen was wäre geschehen wenn der Mordanschlag gelungen wäre wäre Bismark 1866 ein Attentat zum
  16. Opfer gefallen dann wäre es mit Sicherheit nicht in der Form zum Krieg gekommen niemand in Deutschland wollte den deutschen Bruderkrieg er schon die
  17. Waffe des Attentäters der im Gefängnis Selbstmord begeht bewahrt Bismark Zeit Lebens seine Rettung sieht er als göttlichen Wink den Kampf um Deutschland
  18. jetzt zu entscheiden Deutschland das sind in dieser Zeit über 30 unabhängige Staaten die sich im Deutschen Bund
  19. zusammengeschlossen haben den Ton geben die Großmächte Österreich und preuen an doch als sich Preußen die Herzogtümer Schleswig und Holstein Österreichs
  20. Willen einverleiben will wird der Streit zur Machtprobe wer hat das Sagen in Deutschland Österreich oder Preußen die Entscheidung fällt in der
  21. freien Reichsstadt Frankfurt am Main die Stadt in der einst deutsche Kaiser gewählt wurden ist Sitz des
  22. Deutschen Bundes er soll den Frieden unter den deutschen Staaten sichern und eine gemeinsame Verteidigung nach außen
  23. unweit des Doms im Palais Turn und Taxis tritt einen Monat nach dem Attentat die Bundesversammlung zusammen das Entscheidungsorgan zur Abstimmung steht
  24. der Antrag Österreichs gemeinsam gegen Preußen mobil zu machen da die Besetzung der Herzogtümer Schleswig und Holstein Unrecht
  25. sei auf ihn richten sich alle Blicke der preußische gesamte Karl Friedrich von Savini welche Instruktion hat ihm Bismark
  26. mitgegeben den Vorsitz hat der gesamte Österreichs zur Abstimmung im Namen seiner majestät des
  27. Kaisers von Österreich stimme ich dem vorliegenden Antrag zu und nun hat der gesamte preusens das
  28. Wort im Namen der Regierung preuens protestiere ich gegen diese Abstimmung die ohne Zweifel einen eindeutigen Bruch des Bundesrechts
  29. darstellt wir nehmen denest zu protok als nächstes erteile ich das Wort dem gesamten des Königreichs Bayern im Namen meiner Regierung stimme ich dem Antrag
  30. der kaiserlich österreichischen Regierung zu ist isoliert die Fürsten wollen keinen Deutschen Bund der von Preußen
  31. beherrscht wird wberg dafür mit neun gegen sechs Stimmen wird der österreichische Antrag auf Mobilmachung des Bundesheeres gegen Preußen
  32. angenommen im Namen seiner Majestät des Königs von Preußen erkläre ich erstens Preußen betrachtet diese Abstimmung als
  33. Kriegserklärung und zweitens ist damit der bisherige Bundesvertrag für Preußen null und nichtig WZU wir
  34. das und auf Befehl des Königs erkläre ich meine Tätigkeit in dieser Versammlung für beendet
  35. 1866 67 endet der Deutsche Bund weil die Staaten das tun was eigentlich ausgeschlossen ist nämlich Krieg gegeneinander führen ja aber die
  36. Mehrzahl der deutschen Staaten standen auf österreichischer Seite und preußenalt gewis maßen als der Bösewicht der diesen Deutschen Bund verletzt und
  37. gegen den man sich jetzt zusammenschließt um Krieg zu führen er beginnt einen Tag nach der Frankfurter Abstimmung die Entscheidung
  38. fällt Anfang Juli bei König GRZ im heutigen Tschechien damals im österreichischen Böhmen auf ihn setzt bismar seine
  39. Hoffnung der preische Generalstabschef Helmut von Moltke sein Plan getrennt marschieren vereint schlagen die preußische Streitmacht hat
  40. er in drei Armeen geteilt getrennt kommen Sie schneller voran doch siegen können sie nur gemeinsam die dritte Armee aber bleibt im Aufmarsch zurück
  41. nur wenn sie rechtzeitig zur Schlacht eintrifft kann Moltkes Rechnung aufgehen
  42. die dritte Armee sie Naht im alltempo gegen Mittag gerade noch rechtzeitig erreicht sie das
  43. Schlachtfeld die österreichische Flanke im Norden wird überrant
  44. den Österreichern und ihren Verbündeten bleibt keine Wahl wollen sie eine Umklammerung verhindern müssen Sie die Preußen durch einen Gegenangriff
  45. [Applaus] aufhalten der Sturm der österreichischen Reserven wird zum Wendepunkt der
  46. Schlacht jetzt können dieen ihren Trumpf ausspielen dasische nadelgewehr der erste gut funktionierende Hinterlader bei ihm wird die Munition von hinten
  47. eingeladen wird der abzugshahn betätigt durchburt eine zündnadel die Patrone und entflammt das Zündmittel die das Geschoss nach vorne
  48. [Musik] treibt ein tödlicher Vorteil gegenüber den mit Vorderladern bewaffneten
  49. Österreich die Preußen können schneller und im Liegen Nachladen der Soldat bleibt dabei in
  50. Deckung im Schnellfeuer der preußischen zündnadelgewehre bricht der österreichische Gegenangriff zusammen in knapp einer halben Stunde sterben
  51. tausende ihr Tod entscheidet die Schlacht nur knapp ent geheht die Armee Österreichs und seiner Verbündeten der völligen Vernichtung am Ende des Tages
  52. sind rund 15 000 Österreicher tot oder vermisst die Preußen verlieren nur rund 2000
  53. Mann für die Verwundeten beider Seiten ist der Krieg zu Ende nicht aber die Todesangst er seit zwei Jahren gibt es das Rote Kreuz das das le auf dem
  54. Schlachtfeld notdürftig lindert mit der Schlacht von König GRZ ist der Krieg entschieden Österreich ist
  55. geschlagen der Regierung in Wien bleibt keine Wahl sie schickt ein Friedensangebot ins preußische Hauptquartier schloss
  56. nicholsburg man bietet Preußen sofortigen Frieden und freie Hand im Deutschen Bund einzige Bedingung österreich will dem Sieger keinen
  57. fußbereit Land abtreten Bismark will annehmen nicht aber sein König Wilhelm der er von Preußen die preuische Armee steht im
  58. Siegeslauf erwarten Sie allen Ernstes von mir dass ich sie nun vor den Toren Wiens anhalten lasse wir haben unser Ziel erreicht ma jeder weitere Tag Wirt
  59. die Gefahr D Österreich hil erhält wir msen schließen Unsinn man muss in Preußen sagen können dass wir
  60. Österreich ins Fleisch geschnitten haben und es von uns am eigenen Besitz gezüchtigt wurde wenigstens ein gewisser Teil Österreichs muss unbedingt an uns
  61. fallen ich zeige Ihnen verschiedene z.B könnte ein Teil Österreichs deutschbömen sein ganz unmöglich Majestät österreichis
  62. Schlesien unmöglich Majestät meen Majestät unmöglich unmöglich ich sage Ihnen was unmöglich ist ein auftreten wie das
  63. ihre die Politik in Preußen wird immer noch vom König gemacht sie können
  64. gehen willlhelm hat ganz schlicht gedacht wenn wir ein Krieg gewonnen haben müssen wir territorial Gewinn haben müssen wir auch einen ostensiblen
  65. Triumph erleben und so und bism viel weiter gedacht bism gesagt wir müssen sozusagen Österreich schonen damit wir einen Partner in Zukunft
  66. haben auf den Widerstand des Königs reagiert Bismark mit einem heftigen Wutanfall er selbst erinnert sich Jahrzehnte später noch
  67. daran schließlich stellt er den Monarchen vor die Wahl FS Wilhelm das Angebot Wiens endgültig a wird er bism
  68. zurücktreten erst jetzt lenkt der König ein Österreich behält sein Land und versöhnt sich schon bald mit dem Sieger und der erreicht sein Ziel der Kampf um
  69. die Vorherrschaft in Deutschland ist geregelt im Sinne bism mitentscheungon war klar dass
  70. Deutschland und Österreich verschiedene Wege gehen würden und das war aus der Perspektive der Zeitgenossen eigentlich eine Ungeheuerlichkeit Österreich war
  71. jahrhundertelang ein Teil Deutschlands nun war entschieden das Deutsche Reich gründet sich ohne Österreich und der Weg Österreich ist ab 1866 ein von
  72. Deutschland abgetrennter abgetrennt durch ihn Otto von bismar der Sieg über Österreich macht den buomann zum
  73. triumphatur sein Sieg ist dem preuischen Vaterland ein Denkmal Wirt die Siegessäule in Berlin sie ist bis heute das zentrale
  74. Symbol für die deutsche Einigung durch Bismark an ihrem Fuß ein bronzeerelief der Schlacht von König KZ in der Mitte die vergoldeten Rohre
  75. von erbeuteten feindlichen Geschützen und an der Spitze einer Siegesgöttin die den preußischen adlerhelm trägt ein steinerner Triumph
  76. das siegreiche Preußen herrscht jetzt in [Musik] Deutschland während Österreich geschont wird annektiert preuen Gegner wie das
  77. Königreich Hannover und vereinigt sich mit anderen zum Norddeutschen Bund doch der reicht nur bis zum Main durch an Veto Frankreichs bleibt der Süden
  78. Deutschlands unabhängig Frankreich war gegen die deutsche Einheit das war aus rein machtpolitischen Gründen es war die
  79. erste macht auf Kontinent und da so sagen wenn jetzt dieses aufsteigende Preußen das ja in gewaltigem Tempo Aufstieg wenn das nur noch mal
  80. triumphierte dann wäre das ganz gefährlich also wollte man von französischer Seite die deutsche Seite in Grenzen halten Preußen vor allem in
  81. Grenzen halten nicht nur frankreich will Preußen in Grenzen halten viele Süddeutsche vor allem in Bayern und Würtemberg wollen die alte
  82. Unabhängigkeit bewahren ganz besonders die her er ist ein Anstoß von außen bringt die Dinge wieder in Fluss er beginnt im
  83. schwäbischen siegmaringen hier residieren die Fürsten von hohen Zollern ein Zweig des preuischen
  84. Königshauses 1870 bieten die Spanier dem ältesten Sohn des Fürsten erprinz Leopold die spanische Königskrone an
  85. der Prinz zögert dann nimmt er an nicht ganz aus freien Stücken wie Briefe bismarks im siegmaringer Staatsarchiv beweisen nur auf sein Drängen hin stimmt
  86. Leopold zu Bismark weiß der französische Kaiser ist gegen einen hohen Zollern auf Spaniens Thron fürchtet jeden weiteren Machtzuwachs Berlins ein Konflikt mit
  87. Frankreich aber scheint Bismark fast unausweichlich will er den Norden und Süden Deutschlands vereinigen mit Leopold provoziert Bismark
  88. Frankreich zielbewusst es ging um die Frage ist diese Lösung von 1866 dauerhaft oder ist
  89. sie eine zwischenstationtion zu einem Deutschen Reich und nach bismarks Ansicht und wahrscheinlich ist die unwiderleglich es brauchte tatsächlich
  90. noch den Krieg gegen Frankreich die Nachricht von Leopolds Zusage alarmiert den französischen Außenminister ein hohen Zoller auf Spaniens Thron ist
  91. für ihn unvereinbar mit der Macht Frankreichs und dem Prestige seines herrsches Kaiser Napoleon den
  92. DR Majestät es ist also wahr Leopold strebt danach König zu
  93. werden se noch ein trium prens und dieanz werden nicht mehr bismar Kopf fordern sondern den
  94. EUR was schlagen Sie vor der preußische König muss Leopolds Kandidatur öffentlich und für alle Zeit unwiderruflich
  95. zurücknehmen eine solche Demütigung wird der König nicht so einfach hinnehmen er wird es schon tun sonst zwingen wir ihn
  96. dazu der Mann der gezwungen werden soll hält sich gerade zur Kur in Bad Ems auf hier erfährt König Wilhelm vom französischen Protest und vermittelt mit
  97. seiner Billigung zieht Prinz Leopold seine Kandidatur zurück frankreich hat gewonnen der Konflikt scheint vermieden
  98. ein Irrtum der Verzicht Leopolds reicht dem französischen Kaiser nicht er will Preußen demütigen das ist eine Depesche des
  99. Königs sie duldet keinen Aufschub offenbar hat in der Botschafter Frankreichs benidetti persönlich aufgesucht schon heute früh in
  100. Bads Majestät bitte auf ein Wort in seiner depche an Bismark teilt der König mit Benedetti habe von ihm verlangt öffentlich zu garantieren dass kein
  101. hohen Zoller den spanischen Thon besteigen werde ein Afron der König hätte nicht mit ihm reden
  102. dürfen Leopold hat verzichtet das reicht der König hat seinen Fehler wohl bemerkt er hat seinen Sekretär geschickt um klarzustellen dass er mehr nicht tun
  103. kann und will seine Majestät richtet ihnen aus der Verzicht Leopold sei ihm aus
  104. sigmaring bestätigt worden er habe dem Herrn Botschafter nichts weiteres [Musik] mitzuteilen das
  105. war's warten sie noch ist nicht alles verloren wir werden die Depesche ein wenig kürzen
  106. EOL die Nachricht aus Sigmaringen streichen wir und schreiben nur der König hat dem Herrn
  107. Botschafter nichts weiter mitzuteilen Punkt ausgezeichnet so hat es einen anderen
  108. Klang als habe der König ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen wenn ich das an die Zeitungen gebe wird es vormitternacht in
  109. Paris bekannt sein warten wir ab wie Frankreich reagiert bismarks Plan geht auf die Veröffentlichung der Emsa Depesche wird
  110. von Napoleon als urfeige empfunden er der preuen demütigen wollte ist nun selbst gedemütigt er handelt wie von Bismark erwartet Frankreich erklärt
  111. Preußen den Krieg Napoleon ist seinerseits innenpolitisch am Wanken und kann sich eine Niederlage gar nicht leisten und das weiß auch Bismark dass
  112. er da nicht sagen kann na ja Kinder ist ist egal und so sondern da muss ein Großmacht wie Frankreich drauf reagieren und das ist dann da da prallt dann die
  113. Offensive Frankreichs auf die Offensive prust beide Seiten sind schuld am Krieg doch Bismark hat einen entscheidenden Vorteil durch die Kriegserklärung gilt
  114. Frankreich als Angreifer in München wie in ganz Süddeutschland wollen jetzt selbst erklärte preuen Gegner gemeinsam mit dem nordut Bund gegen Frankreich
  115. kämpf die öffentliche Stimmung lässt den süddeutschen Fürsten keine Wahl auch der beayerische König Ludwig I i befiehlt die Mobilmachung seiner Armee gegen
  116. [Musik] Frankreich in Bayern wie überall in Deutschland folgen die Bürger bereitwillig dem Ruf zu den Waffen
  117. Handwerker Lehrer Arbeiter Bauern selbst Jugendliche der Jüngste kriegsfreiwillige ist gerade 15 und kommt aus Bayern
  118. der Krieg gegen Frankreich er ein die Nation erneut überrascht Molke den Gegner durch einen schnellen
  119. Aufmarsch ein Teil der französischen Truppen wird in Metz eingeschlossen von Chalon aus altt Napoleon der DR zur Befreiung der Stadt
  120. herbei bei S dann kommt es zur Schlacht
  121. Napoleons Streitmacht ist in schlechtem Zustand schwere Märsche einer unentschiedene Führung und zu wenig Proviant haben der Moral der Truppe
  122. zugesetzt für den 1 September gönnt der Kaiser seinen Soldaten eine Ruhepause ein schwerer
  123. Fehler die deutschen Truppen schließen einen Ring um ihre Stellungen [Musik]
  124. sie sitzen in der Mausefalle sagt Molke der Generalstabschef setzt diesmal nicht auf gewire sondern auf
  125. Artillerie der Einsatz von Geschützen aus der waffenschmiedegup soll nach molkes Plan die Entscheidung
  126. bringen in ihren improvisierten Stellungen sind die Franzosen dem deutschen Feuer fast
  127. schutzlos ausgeliefer drei Salven pro Minute bis zu 800 an diesem Tag im Trommelfeuer der
  128. deutschen Artillerie zerbricht die französische Armee Regimente batillone selbst kompannien lösen sich
  129. auf die Schlacht von Sedan wird später zu einem deutschnationalen Mythos erklärt am Nachmittag des 1 September gibt Napoleon
  130. auf m t der Festung lässt er die weiße Fahne hen die Schlacht von Sedan war zunächst mal ein militärischer Erfolg ein
  131. ungeheuerlicher Erfolg sie führte dazu dass das französische Kaiserreich militärisch prinzipiell besiegt war militärisch war es ein Sieg es war aber
  132. auch emotional eine große ein erhebendes Gefühl für die Mehrheit der Deutschen man hatte mit diesem Tag von Sedan die Macht besiegt die seit Jahrzehnt so
  133. schien es jedenfalls den Deutschen im Wege stamt noch gilt der Krieg als legitimes Mittel der Politik so sehen es die
  134. beiden Kontrahenten auf einer Landstraße voredan kommt es auf Napoleons Wunsch zu einem historischen Treffen zwischen dem Besiegten und dem
  135. [Musik] Sieger Majestät ich erwarte ihre Befehle ich habe keine Befehle mehr zu
  136. geben dann lassen Sie uns über friedensverhandlung sprechen zu spät ich bin hier um dem König meinen Degen anzubieten ist es der Degen
  137. Frankreichs nur mein eigener ich bin ihr Gefangener über den Frieden entscheidet allein meine Regierung in
  138. [Musik] Paris an der Spitze von 100.000 Soldaten geht Napoleon der dritte in
  139. Gefangenschaft dre Jahre später stirbt er im englischen Exil als die Nachricht von der Niederlage in Paris eintrifft kommt es
  140. zum Aufstand das Kaiserreich stürzt doch der Krieg geht weiter Paris wird von den deutschen
  141. Truppen eingeschlossen und mit schweren Geschützen beschossen all das reiß auf Jahrzehnte tiefe Gräben zwischen Deutschen und
  142. Franzosen befehlichtt wird die Belagerung von Paris aus dem nahen versaai die Präfektur im Zentrum der Stadt wird königlich preußisches
  143. Hauptquartier [Musik] von hier aus werden auch die nächsten Schritte zur deutschen Einheit
  144. vorbereitet Bismark will die nationale Euphorie nach dem Sieg von Sedan nutzen um die süddeutschen Staaten zu bewegen dem Norddeutschen Bund freiwillig
  145. beizutreten doch es gibt Widerstände um sie zu überwinden schreibt Bismark einen Brief an den
  146. bayerischen König Ludwig I er weiß dem Monarchen widerstrebt der Gedanke sein Königreich in ein geeintes Deutschland zu führen wie es die Mehrheit des Volkes
  147. und seine eigene Regierung wünscht und er kennt die Schwächen des Königs und gedenkt sie
  148. auszunutzen traumschlösse wer soll sie bezahlen Bismark mit einer geheimen Millionenspende Romantik gegen
  149. [Musik] macht dafür schreibt der bayerische König einen Brief den Bismark vorformuliert hat im Namen aller
  150. deutschen Fürsten bietet er König Wilhelm von preuen den Titel eines deutschen [Musik]
  151. Kaisers mit Ludwigs Brief in der Hand steht bismar kurz vor dem Ziel die Ausrufung Wilhelms zum deutschen Kaiser soll das inte Deutsche Reich aus der
  152. Taufe heben und nun ist die deutsche Einheit
  153. gemacht und der Kaiser auch doch einen muss er noch [Musik]
  154. überzeugen was denkt sich Ludwig dabei meinen Vorfahren war König von Preußen genug eure Majestät wollen doch im neuen
  155. Deutschen Reich kein Neutrum bleiben das man Präsidium nennt wenn ich mich bereit erkläre
  156. Kaiser zu werden wünsche ich den Titel Kaiser von Deutschland und keinesfalls deutscher Kaiser Euer Majestät einen Kaiser von
  157. Deutschland werden die Fürsten niemals akzeptieren sie hätten Angst dass eure Majestät alleine regieren will soll ich den nur den Grüßaugust
  158. [Musik] Spielen der Titel deutscher Kaiser ist inakzeptabel Bismark war immer der Meinung man muss mit sanften
  159. Formulierungen harte Politik machen und es kam nicht auf den Titel an deutscher Kaiser das war deutsch ist in diesem Sinne ein Eigenschaftswort Kaiser von
  160. Deutschland hieße ich bin der Chef von Deutschland ich habe zu befehlen ganz eine andere Auffassung dann hätte er die süddeutschen Fürsten
  161. die ja durch aus noch im Saft standen hätte er die süddeutschen Fürsten nicht dazu bekommen das Schloss der französischen
  162. Monarchen in versaill ein Meisterwerk des Barok erbaut im 17 Jahrhundert zur Verherrlichung des Sonnenkönigs Ludwigs
  163. x während der Belagerung von Paris wird das Schloss von den deutschen genutzt im berühmten Spiegelsaal werden jetzt verwundete deutsche Soldaten
  164. versorgt an diesem Tag müssen sie weichen kam hilf mir mal was machen Sie da von ganz oben noch im Krieg im Land des Gegners soll
  165. geschaffen werden was Franzosen und Briten schon erre haben danke die Einheit der
  166. Nation und wie ist die Lage was denkt der König jetzt was hält er davon er will noch immer Kaiser von Deutschland sein und sonst nichts begreift er denn
  167. unsere Lage nicht wir Balancieren auf des Messers Schneide Kaiser ver Deutschland ist unmöglich das muss er doch
  168. einsehen noch kurz vor der Verkündung ist die Titelfrage nicht geklärt wird der preußische König als deutscher Kaiser ausgerufen wie es Bismark und die
  169. Fürsten wollen oder als Kaiser von Deutschland wie Wilhelm fordert auf ihn kommt es jetzt an Großherzog Friedrich von Baden er soll
  170. den neuen Kaiser [Musik] ausrufen es lebe seine Majestät Kaiser
  171. Wilhelm mit einer geschickten Formulierung vermeidet der Großherzog den eK am Ende beugt sich Wilhelm dem
  172. Drängen bismar und der Fürsten es bleibt beim deutschen [Musik] Kaiser
  173. [Musik] der Groll des Monarchen WD nur kurz den Handschlag nach der Proklamation verweigert er bismar doch nur zwei
  174. Monate später erhebt er ihn zum Fürsten wenig später kapituliert Frankreich Bismark hat sein Ziel
  175. erreicht den preußischdeutschen Nationalstaat Deutschland ist geeint das bismarkreich ist 1871 von fast allen deutschen als
  176. Gipfelpunkt der deutschen Geschichte erfahren und erlebt worden und es hatte jahrzehntelang das zu bieten was die Mehrheit der Deutschen wollte nationale
  177. Einheit imperialen Glanz und Größe zum neuen Deutschen Reich gehören jetzt auch Süddeutschland und das französische els LR für Gründer Bismark ist dieses Reich
  178. saturiert ohne weitere Gebietsansprüche von nun an will er das Erreichte sichern und Frieden
  179. waren die Rückkehr nach Berlin wird zum Triumphzug ein Augenzeuge schreibt womit hat man die Gnade Gottes verdient so große und mächtige Dinge erleben zu
  180. dürfen beim Einzug der siegreichen Armee durch das Brandenburg am 16 Juni 1871 jubelt
  181. Berlin das neue Reich erfüllt den deutschen viele Wünsche Glanz Einheit und ein Stück Mitbestimmung 1871 wird ein gesamtdeutsches Parlament
  182. gewählt der Reichstag wählen dürfen alle Männer über 25 noch ist Politik reine herrensache der neue Reichstag für den später dieser Bau
  183. beschließt die Gesetze und den Haushalt doch den Regierungschef den Reichskanzler bestimmt nicht das Parlament sondern der Kaiser eine
  184. Verfassung ganz im Sinne ihres Verfassers des ersten deutschen Kanzlers bism gab den deutschen zwar in Gestalt des allgemeinen gleichen
  185. reichstagswahlrechts für Männer ein Stück Demokratie und zwar ein kräftigeres Stück Demokratie als die liberale mustermonarchie i wie
  186. Großbritannien oder Belgien damals kannten aber eine verantwortliche Regierung erhielten die Deutschen im Kaiserreich
  187. nicht die Reichsgründung gibt den Anstoß für einen rasanten Aufschwung Gründerjahre aus dem Berlin der markgfen und Könige wird eine moderne Metropole
  188. die Einwohnerzahl der neuen deutschen Hauptstadt verdoppelt sich bis 1912 von ein Million auf über 2 Millionen Menschen Berlin ist damit hinter London
  189. New York und Paris die viertgrößte Stadt der [Musik] Welt die Stadt wird das Symbol für den
  190. deutschen sieben meilenschritt in die Moderne was dem Fortschritt im Wege steht wird
  191. ausgeräumt der Motor des gewaltigen Umbruchs im ganzen Land ist das erste deutsche wirtschaftsbunder in den ersten vier
  192. Jahrzehnten nach der Reichsgründung verdreifacht sich das deutsche Sozialprodukt die industrielle Revolution in Deutschland befindet sich
  193. im großen Spurt 1890 Arbeiten zum ersten Mal mehr Deutsche in der Industrie als in der
  194. Landwirtschaft der wirtschaftliche Wandel schlägt sich auch politisch nieder in den Mietskasernen von Berlin und anderen Städten wächst eine neue
  195. selbstewusste Schicht her die Arbeiterschaft Dielen hier rekrutiert eine neue politische Kraft ihre Stammwähler die
  196. Sozialdemokraten vertreten nicht nur die sozialen Interessen der Arbeiter sondern einen neuen Staatsgedanken Monarchie und Adel sind
  197. für sie Relikte vergangener Zeiten die Zukunft gehöre der Arbeiterschaft Gedanken die für Bismark hochverat und Umsturz but müssen für
  198. sind Sozialdemokraten alleamt Demagogen solange die besitzenden Klassen an der Herrschaft sind werden alle Reform
  199. Namen mit dem sogenannten Sozialistengesetz lässt Bismark die Partei verbieten ihre Versammlungen und Zeitungen sind jetzt
  200. illegal bei Verstoß drohen Geldstrafen und gefängnishhaft der Sozialdemokrat abfüren Papa Papa
  201. Papa den siehst du so schnell nicht wieder nicht nur Sozialdemokraten werden von ihm bekämpft und verfolgt auch die katholische Kirche trifft der bandstrahl
  202. des mächtigen reichsgründers nach kanossa sagt er gehen wir nicht bismar hat eine Politik gemacht die nach inneren reichscheinen gesucht hat und
  203. das gehört sicherlich zu den dunklen Seiten der bismar Politik nicht nur gegenüber der Arbeiterbewegung sondern auch gegenüber den Katholiken und
  204. zunehmend auch gegenüber den nationalen Minderheiten in Preußen an die Polen eine Politik mit Peitsche und Zuckerbrot in rascher Folge führt Bismark eine
  205. Kranken Unfall und Rentenversicherung ein Meilensteine auf dem Weg zum Sozialstaat durch ihren eigentlichen Zweck den Sozialdemokraten die Anhänger
  206. zu nehmen erfüllen die neuen Gesetze nicht trotz Verbot der Partei dürfen Sozialdemokraten wählen und gewählt
  207. werden 1881 erhalten Sie bei den Reichstagswahlen 6% der Stimmen 1890 sind es schon 20% im neuen Reichstag sind die Gegner
  208. bismarks in der Überzahl innenpolitisch ist der Kanzler am [Musik] Ende ganze macht hängt am Herzschlag
  209. eines Mannes seit 26 Jahren ist er unter Wilhelm dem ersten preußischer
  210. Ministerpräsident seit 17 Jahren auch Reichskanzler auf seinem Vertrauen Rut bismarks macht nur der Kaiser kann ihn laut Verfassung
  211. entlassen es war nicht immer leicht unter ihnen Kaiser zu sein Majestät waren oft schwerer zu überzeugen als die Österreicher und
  212. sogar als die Franzosen sie müssen jetzt meinem Enkel beistehen er hat Verstand aber wenig Erfahrung er soll die Dynastie in die
  213. Zukunft führen Prinz Wilhelm und hochfliegende Pläne sein Vater der Kronprinz ist bereits todkrank und wird
  214. den Sterbenden Kaiser nur wenige Monate über er Leben auf einen 90-jährigen folgt bald ein
  215. 29-jähriger Wilhelm I Z will nicht unter Bismark Kaiser sein se Monate will ich den alten verschnaufen lassen dann regiere ich selbst erklärt er
  216. selbstherrlich bei der Eröffnung des Reichstags durch den neuen Kaiser rückt der Maler Bismark noch einmal in den Mittelpunkt doch er steht allein
  217. das Parlament ist mehrheitlich gegen ihn und Wilhelm will am liebsten selbst regieren im März 1890 erhält bismar seine
  218. Entlassungsurkunde den Ausschluss von der Macht wird er dem neuen Kaiser nie verzeihen trotz aller Ehren mit denen er von Wilhelm dem Z überhäuft
  219. wird Heuchler du wirst alles ruinieren [Musik]
  220. seine Regierung endet wie sie begonnen hat im Streit mit dem Kaiser was bleibt vom Reichsgründer
  221. bismarks Bild bleibt zwiespältig er hat die deutschen geeint aber er hat sie auch gespalten er hat sie
  222. 1871 zu ihrem wohglänzendsten Tag ihrer Geschichte geführt aber er hat sehr schnell einer produktiven Außenpolitik eine
  223. zweifelhafte Innenpolitik folgen lassen nach der Entlassung zieht sich Bismark auf seinen Landsitz Friedrichs Ruh bei Hamburg zurück noch Jahre wird er dort
  224. leben sein Abschied wird als Ende einer erra empfunden auch im [Musik] Ausland der loze geht von Bord schreibt
  225. und zeichnet die englische Zeitung punch Abschied eines Mannes der in seiner era gegensätzliches vereinte er war ein konservativer der
  226. den modernen deutschen Nationalstaat schuf die äußere Vereinigung ist ihm geglückt die innere hat er verzögert das von ihm geschaffene Reich
  227. seine Nachfolger werden es verspielen

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