Gründung des deutschen Kaiserreichs|Doku|ZDF Historische Dokus https://www.youtube.com/watch?v=yDwCOnTG-ew Transkript (automatisch erstellt) 0:01 noch immer sind die Deutschen nicht in einem Staat geeint er macht sich nun daran das zu ändern Bismark nicht mit Parlamenten sondern 0:11 wie er sagt mit Blut und Eisen eine Reichsgründung von oben Einheit um den Preis der 0:26 [Musik] Freiheit für ihn stellt sich diese Frage nicht Ferdinand Cohen blind der 22-jährige 0:47 Student aus Süddeutschland ist nur zu einem Zweck nach Berlin gekommen er will den drohenden Krieg verhindern bei dem auf beiden Seiten 0:58 deutsche stehen [Musik] Bruderkrieg für den schwärmerischen Patrioten sind seine Urheber so schreibt 1:08 er Verräter an Deutschland um den Frieden zu wahren sieht Kohen blind nur eine Lösung er muss den Mann beseitigen der für die 1:19 meisten Deutschen die treibende Kraft für den Krieg ist es ist der preußische Ministerpräsident Otto von bismar 1:31 in Preußen kämpft er für die Macht der Krone gegen Parlament und Demokratie er gilt als reaktionär reinsten Wassers nach außenhin will er die vielen 1:43 deutschen Staaten unter preußischer Herrschaft Vereinen nicht aus deutschem Nationalgefühl sondern aus preußischem Machtstreben wie manche 1:53 glauben sein Credo nicht mit Worten sondern mit bonetten würden die großen Fragen der Zeit entschieden das wendet sich nun gegen 2:09 [Musik] ihn das Arbeitszimmer bismar in Friedrichsruh bei Hamburg hier ist die 2:30 Erinnerung an das Attentat noch gegenwärtig zur Hinterlassenschaft bismarks zählt die Pistole des 2:42 Täters eine Waffe die den Lauf der Geschichte hätte verändern können wie die gestopften Einschusslöcher zeigen wurde Bismark von 2:54 mehreren Kugeln getroffen doch seine dicke Kleidung jenem Tag dämpfte ihre Wucht und die Feuerkraft der Pistole war zu 3:06 schwach Bismark erleitet nur Prellungen was wäre geschehen wenn der Mordanschlag gelungen wäre wäre Bismark 1866 ein Attentat zum 3:19 Opfer gefallen dann wäre es mit Sicherheit nicht in der Form zum Krieg gekommen niemand in Deutschland wollte den deutschen Bruderkrieg er schon die 3:30 Waffe des Attentäters der im Gefängnis Selbstmord begeht bewahrt Bismark Zeit Lebens seine Rettung sieht er als göttlichen Wink den Kampf um Deutschland 3:39 jetzt zu entscheiden Deutschland das sind in dieser Zeit über 30 unabhängige Staaten die sich im Deutschen Bund 3:48 zusammengeschlossen haben den Ton geben die Großmächte Österreich und preuen an doch als sich Preußen die Herzogtümer Schleswig und Holstein Österreichs 4:00 Willen einverleiben will wird der Streit zur Machtprobe wer hat das Sagen in Deutschland Österreich oder Preußen die Entscheidung fällt in der 4:11 freien Reichsstadt Frankfurt am Main die Stadt in der einst deutsche Kaiser gewählt wurden ist Sitz des 4:20 Deutschen Bundes er soll den Frieden unter den deutschen Staaten sichern und eine gemeinsame Verteidigung nach außen 4:30 unweit des Doms im Palais Turn und Taxis tritt einen Monat nach dem Attentat die Bundesversammlung zusammen das Entscheidungsorgan zur Abstimmung steht 4:41 der Antrag Österreichs gemeinsam gegen Preußen mobil zu machen da die Besetzung der Herzogtümer Schleswig und Holstein Unrecht 4:53 sei auf ihn richten sich alle Blicke der preußische gesamte Karl Friedrich von Savini welche Instruktion hat ihm Bismark 5:02 mitgegeben den Vorsitz hat der gesamte Österreichs zur Abstimmung im Namen seiner majestät des 5:12 Kaisers von Österreich stimme ich dem vorliegenden Antrag zu und nun hat der gesamte preusens das 5:23 Wort im Namen der Regierung preuens protestiere ich gegen diese Abstimmung die ohne Zweifel einen eindeutigen Bruch des Bundesrechts 5:38 darstellt wir nehmen denest zu protok als nächstes erteile ich das Wort dem gesamten des Königreichs Bayern im Namen meiner Regierung stimme ich dem Antrag 5:47 der kaiserlich österreichischen Regierung zu ist isoliert die Fürsten wollen keinen Deutschen Bund der von Preußen 5:55 beherrscht wird wberg dafür mit neun gegen sechs Stimmen wird der österreichische Antrag auf Mobilmachung des Bundesheeres gegen Preußen 6:06 angenommen im Namen seiner Majestät des Königs von Preußen erkläre ich erstens Preußen betrachtet diese Abstimmung als 6:24 Kriegserklärung und zweitens ist damit der bisherige Bundesvertrag für Preußen null und nichtig WZU wir 6:34 das und auf Befehl des Königs erkläre ich meine Tätigkeit in dieser Versammlung für beendet 6:42 1866 67 endet der Deutsche Bund weil die Staaten das tun was eigentlich ausgeschlossen ist nämlich Krieg gegeneinander führen ja aber die 6:52 Mehrzahl der deutschen Staaten standen auf österreichischer Seite und preußenalt gewis maßen als der Bösewicht der diesen Deutschen Bund verletzt und 7:04 gegen den man sich jetzt zusammenschließt um Krieg zu führen er beginnt einen Tag nach der Frankfurter Abstimmung die Entscheidung 7:16 fällt Anfang Juli bei König GRZ im heutigen Tschechien damals im österreichischen Böhmen auf ihn setzt bismar seine 7:27 Hoffnung der preische Generalstabschef Helmut von Moltke sein Plan getrennt marschieren vereint schlagen die preußische Streitmacht hat 7:38 er in drei Armeen geteilt getrennt kommen Sie schneller voran doch siegen können sie nur gemeinsam die dritte Armee aber bleibt im Aufmarsch zurück 7:48 nur wenn sie rechtzeitig zur Schlacht eintrifft kann Moltkes Rechnung aufgehen 8:01 die dritte Armee sie Naht im alltempo gegen Mittag gerade noch rechtzeitig erreicht sie das 8:15 Schlachtfeld die österreichische Flanke im Norden wird überrant 8:31 den Österreichern und ihren Verbündeten bleibt keine Wahl wollen sie eine Umklammerung verhindern müssen Sie die Preußen durch einen Gegenangriff 8:44 [Applaus] aufhalten der Sturm der österreichischen Reserven wird zum Wendepunkt der 8:54 Schlacht jetzt können dieen ihren Trumpf ausspielen dasische nadelgewehr der erste gut funktionierende Hinterlader bei ihm wird die Munition von hinten 9:06 eingeladen wird der abzugshahn betätigt durchburt eine zündnadel die Patrone und entflammt das Zündmittel die das Geschoss nach vorne 9:16 [Musik] treibt ein tödlicher Vorteil gegenüber den mit Vorderladern bewaffneten 9:28 Österreich die Preußen können schneller und im Liegen Nachladen der Soldat bleibt dabei in 9:42 Deckung im Schnellfeuer der preußischen zündnadelgewehre bricht der österreichische Gegenangriff zusammen in knapp einer halben Stunde sterben 9:52 tausende ihr Tod entscheidet die Schlacht nur knapp ent geheht die Armee Österreichs und seiner Verbündeten der völligen Vernichtung am Ende des Tages 10:05 sind rund 15 000 Österreicher tot oder vermisst die Preußen verlieren nur rund 2000 10:18 Mann für die Verwundeten beider Seiten ist der Krieg zu Ende nicht aber die Todesangst er seit zwei Jahren gibt es das Rote Kreuz das das le auf dem 10:29 Schlachtfeld notdürftig lindert mit der Schlacht von König GRZ ist der Krieg entschieden Österreich ist 10:41 geschlagen der Regierung in Wien bleibt keine Wahl sie schickt ein Friedensangebot ins preußische Hauptquartier schloss 10:50 nicholsburg man bietet Preußen sofortigen Frieden und freie Hand im Deutschen Bund einzige Bedingung österreich will dem Sieger keinen 10:59 fußbereit Land abtreten Bismark will annehmen nicht aber sein König Wilhelm der er von Preußen die preuische Armee steht im 11:12 Siegeslauf erwarten Sie allen Ernstes von mir dass ich sie nun vor den Toren Wiens anhalten lasse wir haben unser Ziel erreicht ma jeder weitere Tag Wirt 11:25 die Gefahr D Österreich hil erhält wir msen schließen Unsinn man muss in Preußen sagen können dass wir 11:35 Österreich ins Fleisch geschnitten haben und es von uns am eigenen Besitz gezüchtigt wurde wenigstens ein gewisser Teil Österreichs muss unbedingt an uns 11:45 fallen ich zeige Ihnen verschiedene z.B könnte ein Teil Österreichs deutschbömen sein ganz unmöglich Majestät österreichis 11:55 Schlesien unmöglich Majestät meen Majestät unmöglich unmöglich ich sage Ihnen was unmöglich ist ein auftreten wie das 12:07 ihre die Politik in Preußen wird immer noch vom König gemacht sie können 12:18 gehen willlhelm hat ganz schlicht gedacht wenn wir ein Krieg gewonnen haben müssen wir territorial Gewinn haben müssen wir auch einen ostensiblen 12:28 Triumph erleben und so und bism viel weiter gedacht bism gesagt wir müssen sozusagen Österreich schonen damit wir einen Partner in Zukunft 12:38 haben auf den Widerstand des Königs reagiert Bismark mit einem heftigen Wutanfall er selbst erinnert sich Jahrzehnte später noch 12:51 daran schließlich stellt er den Monarchen vor die Wahl FS Wilhelm das Angebot Wiens endgültig a wird er bism 13:08 zurücktreten erst jetzt lenkt der König ein Österreich behält sein Land und versöhnt sich schon bald mit dem Sieger und der erreicht sein Ziel der Kampf um 13:21 die Vorherrschaft in Deutschland ist geregelt im Sinne bism mitentscheungon war klar dass 13:29 Deutschland und Österreich verschiedene Wege gehen würden und das war aus der Perspektive der Zeitgenossen eigentlich eine Ungeheuerlichkeit Österreich war 13:37 jahrhundertelang ein Teil Deutschlands nun war entschieden das Deutsche Reich gründet sich ohne Österreich und der Weg Österreich ist ab 1866 ein von 13:47 Deutschland abgetrennter abgetrennt durch ihn Otto von bismar der Sieg über Österreich macht den buomann zum 13:57 triumphatur sein Sieg ist dem preuischen Vaterland ein Denkmal Wirt die Siegessäule in Berlin sie ist bis heute das zentrale 14:07 Symbol für die deutsche Einigung durch Bismark an ihrem Fuß ein bronzeerelief der Schlacht von König KZ in der Mitte die vergoldeten Rohre 14:20 von erbeuteten feindlichen Geschützen und an der Spitze einer Siegesgöttin die den preußischen adlerhelm trägt ein steinerner Triumph 14:29 das siegreiche Preußen herrscht jetzt in [Musik] Deutschland während Österreich geschont wird annektiert preuen Gegner wie das 14:40 Königreich Hannover und vereinigt sich mit anderen zum Norddeutschen Bund doch der reicht nur bis zum Main durch an Veto Frankreichs bleibt der Süden 14:49 Deutschlands unabhängig Frankreich war gegen die deutsche Einheit das war aus rein machtpolitischen Gründen es war die 14:57 erste macht auf Kontinent und da so sagen wenn jetzt dieses aufsteigende Preußen das ja in gewaltigem Tempo Aufstieg wenn das nur noch mal 15:06 triumphierte dann wäre das ganz gefährlich also wollte man von französischer Seite die deutsche Seite in Grenzen halten Preußen vor allem in 15:15 Grenzen halten nicht nur frankreich will Preußen in Grenzen halten viele Süddeutsche vor allem in Bayern und Würtemberg wollen die alte 15:24 Unabhängigkeit bewahren ganz besonders die her er ist ein Anstoß von außen bringt die Dinge wieder in Fluss er beginnt im 15:36 schwäbischen siegmaringen hier residieren die Fürsten von hohen Zollern ein Zweig des preuischen 15:48 Königshauses 1870 bieten die Spanier dem ältesten Sohn des Fürsten erprinz Leopold die spanische Königskrone an 15:59 der Prinz zögert dann nimmt er an nicht ganz aus freien Stücken wie Briefe bismarks im siegmaringer Staatsarchiv beweisen nur auf sein Drängen hin stimmt 16:12 Leopold zu Bismark weiß der französische Kaiser ist gegen einen hohen Zollern auf Spaniens Thron fürchtet jeden weiteren Machtzuwachs Berlins ein Konflikt mit 16:23 Frankreich aber scheint Bismark fast unausweichlich will er den Norden und Süden Deutschlands vereinigen mit Leopold provoziert Bismark 16:32 Frankreich zielbewusst es ging um die Frage ist diese Lösung von 1866 dauerhaft oder ist 16:43 sie eine zwischenstationtion zu einem Deutschen Reich und nach bismarks Ansicht und wahrscheinlich ist die unwiderleglich es brauchte tatsächlich 16:52 noch den Krieg gegen Frankreich die Nachricht von Leopolds Zusage alarmiert den französischen Außenminister ein hohen Zoller auf Spaniens Thron ist 17:02 für ihn unvereinbar mit der Macht Frankreichs und dem Prestige seines herrsches Kaiser Napoleon den 17:11 DR Majestät es ist also wahr Leopold strebt danach König zu 17:23 werden se noch ein trium prens und dieanz werden nicht mehr bismar Kopf fordern sondern den 17:36 EUR was schlagen Sie vor der preußische König muss Leopolds Kandidatur öffentlich und für alle Zeit unwiderruflich 17:48 zurücknehmen eine solche Demütigung wird der König nicht so einfach hinnehmen er wird es schon tun sonst zwingen wir ihn 18:08 dazu der Mann der gezwungen werden soll hält sich gerade zur Kur in Bad Ems auf hier erfährt König Wilhelm vom französischen Protest und vermittelt mit 18:20 seiner Billigung zieht Prinz Leopold seine Kandidatur zurück frankreich hat gewonnen der Konflikt scheint vermieden 18:29 ein Irrtum der Verzicht Leopolds reicht dem französischen Kaiser nicht er will Preußen demütigen das ist eine Depesche des 18:39 Königs sie duldet keinen Aufschub offenbar hat in der Botschafter Frankreichs benidetti persönlich aufgesucht schon heute früh in 18:51 Bads Majestät bitte auf ein Wort in seiner depche an Bismark teilt der König mit Benedetti habe von ihm verlangt öffentlich zu garantieren dass kein 19:01 hohen Zoller den spanischen Thon besteigen werde ein Afron der König hätte nicht mit ihm reden 19:09 dürfen Leopold hat verzichtet das reicht der König hat seinen Fehler wohl bemerkt er hat seinen Sekretär geschickt um klarzustellen dass er mehr nicht tun 19:18 kann und will seine Majestät richtet ihnen aus der Verzicht Leopold sei ihm aus 19:28 sigmaring bestätigt worden er habe dem Herrn Botschafter nichts weiteres [Musik] mitzuteilen das 19:40 war's warten sie noch ist nicht alles verloren wir werden die Depesche ein wenig kürzen 19:54 EOL die Nachricht aus Sigmaringen streichen wir und schreiben nur der König hat dem Herrn 20:05 Botschafter nichts weiter mitzuteilen Punkt ausgezeichnet so hat es einen anderen 20:16 Klang als habe der König ihm die Tür vor der Nase zugeschlagen wenn ich das an die Zeitungen gebe wird es vormitternacht in 20:25 Paris bekannt sein warten wir ab wie Frankreich reagiert bismarks Plan geht auf die Veröffentlichung der Emsa Depesche wird 20:35 von Napoleon als urfeige empfunden er der preuen demütigen wollte ist nun selbst gedemütigt er handelt wie von Bismark erwartet Frankreich erklärt 20:46 Preußen den Krieg Napoleon ist seinerseits innenpolitisch am Wanken und kann sich eine Niederlage gar nicht leisten und das weiß auch Bismark dass 20:56 er da nicht sagen kann na ja Kinder ist ist egal und so sondern da muss ein Großmacht wie Frankreich drauf reagieren und das ist dann da da prallt dann die 21:07 Offensive Frankreichs auf die Offensive prust beide Seiten sind schuld am Krieg doch Bismark hat einen entscheidenden Vorteil durch die Kriegserklärung gilt 21:19 Frankreich als Angreifer in München wie in ganz Süddeutschland wollen jetzt selbst erklärte preuen Gegner gemeinsam mit dem nordut Bund gegen Frankreich 21:30 kämpf die öffentliche Stimmung lässt den süddeutschen Fürsten keine Wahl auch der beayerische König Ludwig I i befiehlt die Mobilmachung seiner Armee gegen 21:40 [Musik] Frankreich in Bayern wie überall in Deutschland folgen die Bürger bereitwillig dem Ruf zu den Waffen 21:48 Handwerker Lehrer Arbeiter Bauern selbst Jugendliche der Jüngste kriegsfreiwillige ist gerade 15 und kommt aus Bayern 21:58 der Krieg gegen Frankreich er ein die Nation erneut überrascht Molke den Gegner durch einen schnellen 22:10 Aufmarsch ein Teil der französischen Truppen wird in Metz eingeschlossen von Chalon aus altt Napoleon der DR zur Befreiung der Stadt 22:20 herbei bei S dann kommt es zur Schlacht 22:31 Napoleons Streitmacht ist in schlechtem Zustand schwere Märsche einer unentschiedene Führung und zu wenig Proviant haben der Moral der Truppe 22:43 zugesetzt für den 1 September gönnt der Kaiser seinen Soldaten eine Ruhepause ein schwerer 22:53 Fehler die deutschen Truppen schließen einen Ring um ihre Stellungen [Musik] 23:04 sie sitzen in der Mausefalle sagt Molke der Generalstabschef setzt diesmal nicht auf gewire sondern auf 23:15 Artillerie der Einsatz von Geschützen aus der waffenschmiedegup soll nach molkes Plan die Entscheidung 23:26 bringen in ihren improvisierten Stellungen sind die Franzosen dem deutschen Feuer fast 23:34 schutzlos ausgeliefer drei Salven pro Minute bis zu 800 an diesem Tag im Trommelfeuer der 23:50 deutschen Artillerie zerbricht die französische Armee Regimente batillone selbst kompannien lösen sich 24:05 auf die Schlacht von Sedan wird später zu einem deutschnationalen Mythos erklärt am Nachmittag des 1 September gibt Napoleon 24:26 auf m t der Festung lässt er die weiße Fahne hen die Schlacht von Sedan war zunächst mal ein militärischer Erfolg ein 24:38 ungeheuerlicher Erfolg sie führte dazu dass das französische Kaiserreich militärisch prinzipiell besiegt war militärisch war es ein Sieg es war aber 24:48 auch emotional eine große ein erhebendes Gefühl für die Mehrheit der Deutschen man hatte mit diesem Tag von Sedan die Macht besiegt die seit Jahrzehnt so 24:58 schien es jedenfalls den Deutschen im Wege stamt noch gilt der Krieg als legitimes Mittel der Politik so sehen es die 25:07 beiden Kontrahenten auf einer Landstraße voredan kommt es auf Napoleons Wunsch zu einem historischen Treffen zwischen dem Besiegten und dem 25:23 [Musik] Sieger Majestät ich erwarte ihre Befehle ich habe keine Befehle mehr zu 25:38 geben dann lassen Sie uns über friedensverhandlung sprechen zu spät ich bin hier um dem König meinen Degen anzubieten ist es der Degen 25:52 Frankreichs nur mein eigener ich bin ihr Gefangener über den Frieden entscheidet allein meine Regierung in 26:04 [Musik] Paris an der Spitze von 100.000 Soldaten geht Napoleon der dritte in 26:13 Gefangenschaft dre Jahre später stirbt er im englischen Exil als die Nachricht von der Niederlage in Paris eintrifft kommt es 26:23 zum Aufstand das Kaiserreich stürzt doch der Krieg geht weiter Paris wird von den deutschen 26:32 Truppen eingeschlossen und mit schweren Geschützen beschossen all das reiß auf Jahrzehnte tiefe Gräben zwischen Deutschen und 26:46 Franzosen befehlichtt wird die Belagerung von Paris aus dem nahen versaai die Präfektur im Zentrum der Stadt wird königlich preußisches 26:56 Hauptquartier [Musik] von hier aus werden auch die nächsten Schritte zur deutschen Einheit 27:06 vorbereitet Bismark will die nationale Euphorie nach dem Sieg von Sedan nutzen um die süddeutschen Staaten zu bewegen dem Norddeutschen Bund freiwillig 27:16 beizutreten doch es gibt Widerstände um sie zu überwinden schreibt Bismark einen Brief an den 27:24 bayerischen König Ludwig I er weiß dem Monarchen widerstrebt der Gedanke sein Königreich in ein geeintes Deutschland zu führen wie es die Mehrheit des Volkes 27:35 und seine eigene Regierung wünscht und er kennt die Schwächen des Königs und gedenkt sie 27:48 auszunutzen traumschlösse wer soll sie bezahlen Bismark mit einer geheimen Millionenspende Romantik gegen 28:01 [Musik] macht dafür schreibt der bayerische König einen Brief den Bismark vorformuliert hat im Namen aller 28:10 deutschen Fürsten bietet er König Wilhelm von preuen den Titel eines deutschen [Musik] 28:18 Kaisers mit Ludwigs Brief in der Hand steht bismar kurz vor dem Ziel die Ausrufung Wilhelms zum deutschen Kaiser soll das inte Deutsche Reich aus der 28:28 Taufe heben und nun ist die deutsche Einheit 28:38 gemacht und der Kaiser auch doch einen muss er noch [Musik] 28:51 überzeugen was denkt sich Ludwig dabei meinen Vorfahren war König von Preußen genug eure Majestät wollen doch im neuen 29:00 Deutschen Reich kein Neutrum bleiben das man Präsidium nennt wenn ich mich bereit erkläre 29:09 Kaiser zu werden wünsche ich den Titel Kaiser von Deutschland und keinesfalls deutscher Kaiser Euer Majestät einen Kaiser von 29:21 Deutschland werden die Fürsten niemals akzeptieren sie hätten Angst dass eure Majestät alleine regieren will soll ich den nur den Grüßaugust 29:31 [Musik] Spielen der Titel deutscher Kaiser ist inakzeptabel Bismark war immer der Meinung man muss mit sanften 29:44 Formulierungen harte Politik machen und es kam nicht auf den Titel an deutscher Kaiser das war deutsch ist in diesem Sinne ein Eigenschaftswort Kaiser von 29:53 Deutschland hieße ich bin der Chef von Deutschland ich habe zu befehlen ganz eine andere Auffassung dann hätte er die süddeutschen Fürsten 30:04 die ja durch aus noch im Saft standen hätte er die süddeutschen Fürsten nicht dazu bekommen das Schloss der französischen 30:12 Monarchen in versaill ein Meisterwerk des Barok erbaut im 17 Jahrhundert zur Verherrlichung des Sonnenkönigs Ludwigs 30:24 x während der Belagerung von Paris wird das Schloss von den deutschen genutzt im berühmten Spiegelsaal werden jetzt verwundete deutsche Soldaten 30:39 versorgt an diesem Tag müssen sie weichen kam hilf mir mal was machen Sie da von ganz oben noch im Krieg im Land des Gegners soll 30:54 geschaffen werden was Franzosen und Briten schon erre haben danke die Einheit der 31:02 Nation und wie ist die Lage was denkt der König jetzt was hält er davon er will noch immer Kaiser von Deutschland sein und sonst nichts begreift er denn 31:16 unsere Lage nicht wir Balancieren auf des Messers Schneide Kaiser ver Deutschland ist unmöglich das muss er doch 31:26 einsehen noch kurz vor der Verkündung ist die Titelfrage nicht geklärt wird der preußische König als deutscher Kaiser ausgerufen wie es Bismark und die 31:36 Fürsten wollen oder als Kaiser von Deutschland wie Wilhelm fordert auf ihn kommt es jetzt an Großherzog Friedrich von Baden er soll 31:50 den neuen Kaiser [Musik] ausrufen es lebe seine Majestät Kaiser 32:04 Wilhelm mit einer geschickten Formulierung vermeidet der Großherzog den eK am Ende beugt sich Wilhelm dem 32:13 Drängen bismar und der Fürsten es bleibt beim deutschen [Musik] Kaiser 32:28 [Musik] der Groll des Monarchen WD nur kurz den Handschlag nach der Proklamation verweigert er bismar doch nur zwei 32:38 Monate später erhebt er ihn zum Fürsten wenig später kapituliert Frankreich Bismark hat sein Ziel 32:51 erreicht den preußischdeutschen Nationalstaat Deutschland ist geeint das bismarkreich ist 1871 von fast allen deutschen als 33:06 Gipfelpunkt der deutschen Geschichte erfahren und erlebt worden und es hatte jahrzehntelang das zu bieten was die Mehrheit der Deutschen wollte nationale 33:16 Einheit imperialen Glanz und Größe zum neuen Deutschen Reich gehören jetzt auch Süddeutschland und das französische els LR für Gründer Bismark ist dieses Reich 33:28 saturiert ohne weitere Gebietsansprüche von nun an will er das Erreichte sichern und Frieden 33:38 waren die Rückkehr nach Berlin wird zum Triumphzug ein Augenzeuge schreibt womit hat man die Gnade Gottes verdient so große und mächtige Dinge erleben zu 33:53 dürfen beim Einzug der siegreichen Armee durch das Brandenburg am 16 Juni 1871 jubelt 34:02 Berlin das neue Reich erfüllt den deutschen viele Wünsche Glanz Einheit und ein Stück Mitbestimmung 1871 wird ein gesamtdeutsches Parlament 34:14 gewählt der Reichstag wählen dürfen alle Männer über 25 noch ist Politik reine herrensache der neue Reichstag für den später dieser Bau 34:27 beschließt die Gesetze und den Haushalt doch den Regierungschef den Reichskanzler bestimmt nicht das Parlament sondern der Kaiser eine 34:35 Verfassung ganz im Sinne ihres Verfassers des ersten deutschen Kanzlers bism gab den deutschen zwar in Gestalt des allgemeinen gleichen 34:47 reichstagswahlrechts für Männer ein Stück Demokratie und zwar ein kräftigeres Stück Demokratie als die liberale mustermonarchie i wie 34:57 Großbritannien oder Belgien damals kannten aber eine verantwortliche Regierung erhielten die Deutschen im Kaiserreich 35:07 nicht die Reichsgründung gibt den Anstoß für einen rasanten Aufschwung Gründerjahre aus dem Berlin der markgfen und Könige wird eine moderne Metropole 35:19 die Einwohnerzahl der neuen deutschen Hauptstadt verdoppelt sich bis 1912 von ein Million auf über 2 Millionen Menschen Berlin ist damit hinter London 35:29 New York und Paris die viertgrößte Stadt der [Musik] Welt die Stadt wird das Symbol für den 35:38 deutschen sieben meilenschritt in die Moderne was dem Fortschritt im Wege steht wird 35:47 ausgeräumt der Motor des gewaltigen Umbruchs im ganzen Land ist das erste deutsche wirtschaftsbunder in den ersten vier 35:57 Jahrzehnten nach der Reichsgründung verdreifacht sich das deutsche Sozialprodukt die industrielle Revolution in Deutschland befindet sich 36:04 im großen Spurt 1890 Arbeiten zum ersten Mal mehr Deutsche in der Industrie als in der 36:17 Landwirtschaft der wirtschaftliche Wandel schlägt sich auch politisch nieder in den Mietskasernen von Berlin und anderen Städten wächst eine neue 36:26 selbstewusste Schicht her die Arbeiterschaft Dielen hier rekrutiert eine neue politische Kraft ihre Stammwähler die 36:36 Sozialdemokraten vertreten nicht nur die sozialen Interessen der Arbeiter sondern einen neuen Staatsgedanken Monarchie und Adel sind 36:44 für sie Relikte vergangener Zeiten die Zukunft gehöre der Arbeiterschaft Gedanken die für Bismark hochverat und Umsturz but müssen für 36:57 sind Sozialdemokraten alleamt Demagogen solange die besitzenden Klassen an der Herrschaft sind werden alle Reform 37:07 Namen mit dem sogenannten Sozialistengesetz lässt Bismark die Partei verbieten ihre Versammlungen und Zeitungen sind jetzt 37:15 illegal bei Verstoß drohen Geldstrafen und gefängnishhaft der Sozialdemokrat abfüren Papa Papa 37:30 Papa den siehst du so schnell nicht wieder nicht nur Sozialdemokraten werden von ihm bekämpft und verfolgt auch die katholische Kirche trifft der bandstrahl 37:42 des mächtigen reichsgründers nach kanossa sagt er gehen wir nicht bismar hat eine Politik gemacht die nach inneren reichscheinen gesucht hat und 37:53 das gehört sicherlich zu den dunklen Seiten der bismar Politik nicht nur gegenüber der Arbeiterbewegung sondern auch gegenüber den Katholiken und 38:02 zunehmend auch gegenüber den nationalen Minderheiten in Preußen an die Polen eine Politik mit Peitsche und Zuckerbrot in rascher Folge führt Bismark eine 38:13 Kranken Unfall und Rentenversicherung ein Meilensteine auf dem Weg zum Sozialstaat durch ihren eigentlichen Zweck den Sozialdemokraten die Anhänger 38:23 zu nehmen erfüllen die neuen Gesetze nicht trotz Verbot der Partei dürfen Sozialdemokraten wählen und gewählt 38:34 werden 1881 erhalten Sie bei den Reichstagswahlen 6% der Stimmen 1890 sind es schon 20% im neuen Reichstag sind die Gegner 38:46 bismarks in der Überzahl innenpolitisch ist der Kanzler am [Musik] Ende ganze macht hängt am Herzschlag 38:58 eines Mannes seit 26 Jahren ist er unter Wilhelm dem ersten preußischer 39:07 Ministerpräsident seit 17 Jahren auch Reichskanzler auf seinem Vertrauen Rut bismarks macht nur der Kaiser kann ihn laut Verfassung 39:20 entlassen es war nicht immer leicht unter ihnen Kaiser zu sein Majestät waren oft schwerer zu überzeugen als die Österreicher und 39:31 sogar als die Franzosen sie müssen jetzt meinem Enkel beistehen er hat Verstand aber wenig Erfahrung er soll die Dynastie in die 39:43 Zukunft führen Prinz Wilhelm und hochfliegende Pläne sein Vater der Kronprinz ist bereits todkrank und wird 39:54 den Sterbenden Kaiser nur wenige Monate über er Leben auf einen 90-jährigen folgt bald ein 40:03 29-jähriger Wilhelm I Z will nicht unter Bismark Kaiser sein se Monate will ich den alten verschnaufen lassen dann regiere ich selbst erklärt er 40:16 selbstherrlich bei der Eröffnung des Reichstags durch den neuen Kaiser rückt der Maler Bismark noch einmal in den Mittelpunkt doch er steht allein 40:27 das Parlament ist mehrheitlich gegen ihn und Wilhelm will am liebsten selbst regieren im März 1890 erhält bismar seine 40:36 Entlassungsurkunde den Ausschluss von der Macht wird er dem neuen Kaiser nie verzeihen trotz aller Ehren mit denen er von Wilhelm dem Z überhäuft 40:49 wird Heuchler du wirst alles ruinieren [Musik] 40:58 seine Regierung endet wie sie begonnen hat im Streit mit dem Kaiser was bleibt vom Reichsgründer 41:09 bismarks Bild bleibt zwiespältig er hat die deutschen geeint aber er hat sie auch gespalten er hat sie 41:19 1871 zu ihrem wohglänzendsten Tag ihrer Geschichte geführt aber er hat sehr schnell einer produktiven Außenpolitik eine 41:28 zweifelhafte Innenpolitik folgen lassen nach der Entlassung zieht sich Bismark auf seinen Landsitz Friedrichs Ruh bei Hamburg zurück noch Jahre wird er dort 41:38 leben sein Abschied wird als Ende einer erra empfunden auch im [Musik] Ausland der loze geht von Bord schreibt 41:51 und zeichnet die englische Zeitung punch Abschied eines Mannes der in seiner era gegensätzliches vereinte er war ein konservativer der 42:04 den modernen deutschen Nationalstaat schuf die äußere Vereinigung ist ihm geglückt die innere hat er verzögert das von ihm geschaffene Reich 42:15 seine Nachfolger werden es verspielen