Fiskalpolitik einfach erklärt | Wirtschaft Schweiz Fastlearn Armin https://www.youtube.com/watch?v=rK_opsR5E3E Transkript (automatisch erstellt) 0:08 Schauen wir uns zuerst den Unterschied zwischen Fiskalpolitik und Geldpolitik an. Die Fiskalpolitik kommt vom Staat bzw. von der Regierung und umfasst vor 0:18 allem Themen wie wie viel Steuern müssen die Bürger bezahlen, was für Investitionen der Staat tätigt oder welche Aufträge der Staat erteilt. 0:28 Hingegen die Geldpolitik wird von der Nationalbank ausgeübt. Diese umfasst die gesamte Zinspolitik sowie die Steuerung der Geldmenge. 0:37 In diesem Video schauen wir uns nur die Fiskalpolitik an. Gemäß der Bundesverfassung muss der Bund zwingend Maßnahmen treffen, welche für eine 0:45 ausgeglichene konjunkturelle Entwicklung sorgen. Es sollte also zu keinen hohen Konjunkturschwankungen kommen. Zusätzlich sollten die Arbeitslosigkeit 0:55 und die Teuerung bekämpft werden. Hier eine Frage, welche sehr gerne an Prüfungen gestellt wird. Was muss der Bund gemäß Artikel 100 Absatz 1 der 1:05 Bundesverfassung tun? Er muss die Arbeitslosigkeit bekämpfen, etwas gegen die Inflation tun und Maßnahmen für eine ausgeglichene 1:15 konntuurelle Entwicklung förderen. Und hier eine weitere Prüfungsaufgabe. Wie bekämpft der Bund Arbeitslosigkeit und Inflation? 1:25 Er erhört oder senkt die Steuerlast. Er gibt Staatsaufträge in Auftrag. Also beispielsweise will er das Straßnetz ausbauen lassen oder lässt neue 1:34 Infrastrukturen aufbauen oder er kann automatische Stabilisatoren anwenden. Diese schaffen automatisch Sicherheit für schlechte Zeiten, z.B. 1:46 die ALV, IV, Sozialhilfe oder auch progressive Steuern. Automatische Stabilisatoren ist übrigens ein Begriff, der sehr gerne an Prüfungen gefragt 1:55 wird. Hier möchte ich noch kurz etwas erwähnen, dass die ersten beide Punkte Steuerlast und Staatsaufträge betrifft. 2:04 Hier handelt der Bund antizyklisch. Dies heißt es, wenn es der Wirtschaft gut geht, gibt der Bund weniger Staatsaufträge in Auftrag und wenn es 2:13 der Wirtschaft schlecht geht, gibt es mehr Staatsaufträge. Hier will er dann den Konsum ankorben. Bei den Steuen ist es dasselbe, nur hier 2:22 ist folgendes gefährlich. Die Wirkung der Eingriffe verzögert sich. Wenn jetzt der Bund die Steuen senkt, so dass die Bürger mehr Geld haben, um zu 2:31 konsumieren, trifft dies erst im nächsten Jahr in Kraft. Es ist also verzögert. Das ist gefährlich, da man ja nicht in 2:38 die Zukunft schauen kann und man weiß nicht, wie die Wirtschaft im nächsten Jahr aussehen wird. Nochmals zusammengefasst, der Staat verhält sich 2:46 antizyklisch. Er macht das Gegenteil von den übrigen Wirtschaftsteilnehmen. Das heißt, in guten Zeiten spart er und gibt weniger aus, während er in den 2:56 schlechten Zeiten mehr ausgibt. Stellen wir uns vor, es herrscht eine Rezession. Damit der Staat jetzt die Rezession 3:03 bekämpfen kann, senkt er die Steuen und investiert in Projekte. Was passiert nun? Es gibt eine Staatsverschuldung, der weniger Geld 3:12 über die Steuen einnimmt und gibt mehr Geld aus. Für diese Situation gibt es in der Volkswirtschaft einen Spezialbegriff. 3:21 Dieser lautet Deficit Bending. Was ist die Hoffnung bzw. der Sinn hinter Deficit Bending? Zuerst müssen wir folgendes anschauen. Der Begriff 3:31 Kanesianismus. Diese stammt vom berühmten Ökonomen John Kanes. Er hat folgendes gesagt: Wenn es der Wirtschaft schlecht geht, 3:40 muss die Nachfrage künstlich erhöht werden, so dass eine Rezession verhindert werden kann. Also merken wir, Deficit Bending ist 3:49 typischer Kanismus. Nun, was ist die Hoffnung bzw. der Sinn hinter Deficitpending? Der Staat versucht mit dem Geld den 3:59 Arbeitsmarkt zu begünstigen. Er gibt neue Staatsaufträge in Auftrag, z.B. für neue Infrastrukturen, neue Eisenbahnlinien, 4:08 Straßennetza ausbauen und so weiter. Durch dies erhofft sich der Staat einen sogenannten Multiplikatoreneffekt. Was bedeutet dieser? Da durch die 4:18 Staatsaufträge weniger Arbeitslosigkeit herrscht, jemand muss das Zeuge bauen, verdienen die Menschen mehr Geld. Dieses Geld geben sie für den Konsum aus. Die 4:28 Läden machen so mehr Umsatz, was zu höheren Gewinnen führt. Durch die höheren Gewinne müssen Sie mehr Gewinnstehen an den Start zahlen und die 4:37 Leute haben zum Teil wieder höhere Löhne und sammeln som Einkommenssteuer an den Start. Gleichzeitig sinkt die Arbeitslosigkeit. 4:45 Dies führt zu einer Förderung der Nachfrageseite. Hier noch eine Zusammenfassung der Vorteile des Deficits Pendings. 4:54 Der Multiplikatoreneffekt. Diese funktioniert jedoch nur in Ländern, in welchen die Leute das Geld auch ausgeben, also keine Horschparquote 5:02 haben. Es handelt sich um Investitionen in die Zukunft. Durch bessere Infrastruktur entsteht eine effiziente Volkswirtschaft und gut ausgebildete 5:12 Menschen können zukünftig Erträge bringen und zum Schluss wird die Konjunktur stabilisiert. Zu den Nachteilen. Der erste Nachteil, 5:21 wenn der Staat aufhört, die Nachfrage künstig zu erhöhen, kommt es wieder zur Arbeitslosigkeit und Rezession. Es ist also nicht nachhaltig. 5:31 Ein weiterer Nachteil: Die Staatsverschuldung steigt, wenn sie zu hoch ist. Dann die Wettbewerbserzerrung, das 5:38 sogenannte Crowding Out. Private Unternehmen gehen häufiger Konkurs, dass sie viel höhere Kosten und Marchendruck haben als der Start. Sie können nicht 5:48 einfach einen Kredit aufnehmen. Ebenfalls haben Sie viel höhere Zinsen auf Krediten. Und zum Schluss, die Schulden müssen mit 5:55 Zinsen zurückbezahlt