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Tierethik (3 von 3): Ethische Streitfragen: Spezies, Mitleid, Religion, Post-Anthropozentrik?

Philosophie-Direkt.com18:10 311 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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  1. in der tierethik gibt es verschiedene fundamentale fragen und auch spannungs gegensätze hierzu gehören insbesondere die
  2. folgenden teilaspekte zugehörigkeit spezifität inklusive steht die rolle des mitleids die funktion der religion anthropozän trick und post anthropozän
  3. trick zugehörigkeit gehören tiere überhaupt in die ethik diese frage ist eine provokation und eine verantwortliche herausforderung zugleich
  4. denn lange zeit galten tiere nicht als gegenstand der ethik wurde die allgemeine ethik wie sie seit den anfängen der europäischen philosophie in
  5. griechenland definiert wurde ging von menschen aus und thematisierte nicht wie der menschliche umgang mit dem tier moralisch zu bewerten sei
  6. zwar finden sich bei platon und aristoteles stellen im text kanon die sich mit den tieren und der rolle der tiere befassen
  7. doch nicht aus ethischer sicht sondern aus ontologische und erkenntnistheoretische sicht es geht darum die spezies zu
  8. unterscheiden was unterscheidet den menschen vom tier durch die frage wie soll der mensch mit dem tier umgehen wurde in der antike selten oder gar
  9. nicht gestellt im mittelalter gab es mit der voranschreitenden christianisierung und auch mystifizierung eine besondere
  10. wendung hin zum tier als schlüsselfigur ist hier franz von assisi zu nennen der den tieren predigte die tier predigt oder vogel predigt ist ein solches motiv
  11. welches zeigt dass das christentum insbesondere auch mystisch und karitativ interpretiert diese hinwendung zum kosmos zeitigt die als charakteristisch
  12. angesehen werden kann hier sehen wir eine holistische auffassung franz von assisi will mit dieser hinwendung zu den tieren zeigen
  13. dass der mensch ein lebewesen im kosmos ist welches seine mit lebewesen oder religiös mitgeschöpfe auszeichnen kann durch besondere beachtung
  14. doch franz von assisi war eine figur unter vielen und trotz der schillernden und teilweise auch wirklich paradigmatischen rolle die
  15. er gespielt hat war er nicht maßgeblich für den schul us tischen also mittelalterlich philosophischen und auch frühneuzeitlichen kanon der ethik tiere
  16. wurden in der philosophie noch viele jahrhunderte nach dem mittelalter und nach der mystischen hinwendung zu einem welt ganzen kaum thematisiert
  17. albert schweitzer sollte noch im zwanzigsten jahrhundert kritisieren das akademische philosophie sich scheuen tiere ins fach ethik zuzulassen weil sie
  18. glauben dass dadurch das etablierte akademische pink gebäude erschüttert werden könnte die öffnung der ethik für tiere ist also philosophie
  19. geschichtlichen die den historisch gesehen wirklich sehr jung ja die tiere gehören ins fach ethik durch diese erkenntnis ist eine neue
  20. spezifität wie unterschiedlich sind mensch und tier als spezies betrachten wird charles darwin ursprung der arten dann sehen wir dass es in der evolution
  21. keinen magischen augenblick gegeben hat der mensch und tier elementar voneinander unterschieden hat der philosoph bertrand russell schrieb
  22. deshalb darwins origin of species of the world the difference between differenz business of animals and plant is not to fix tim youtube
  23. der dp stb das bedeutet da mensch und tier nicht durch einen unüberschaubaren fixen gegensatz voneinander getrennt sind ist eine auffassung die die
  24. vollkommene ontologische überlegenheit des menschen über das tier vertritt wissenschaftlich nicht begründet dass also bedeutet dass die angebliche
  25. überlegenheit des menschen über das tier und dadurch eine einschränkung tierische rechte durch den menschen wissenschaftlich gar nicht legitimiert
  26. werden kann wer also nach der evolutionsbiologie argumentieren möchte der muss oberhalb des reinen mitgefühls des menschen für
  27. die tiere eine vorgehensweise etablieren die die tierrechte und damit auch den tierschutz ernst nimmt das führt zur nächsten frage sind tierrechte identisch
  28. mit tierschutz oder tätig oder gibt es ein unterschied die rechte sind ein teil der tierethik und auch ein bestandteil des praktischen
  29. tierschutzes aber sie sind nicht identisch tätiges gleichsam der größere zusammenhang die meta-ebene der argumentation tierrechte sind eine
  30. ableitung in der tierethik gibt es vier klassische argumentation figuren es gibt den normativen anthropozän tourismus also die einstellung die alle
  31. handlungen von menschen aus denkt und nach dem menschlichen nutzen bewertet also auch fragt welchen nutzen bringt eine bestimmte menschliche handlung
  32. gegenüber dem tier oder ganz konkret welchen wert hat das tier oder dieses tier vor den menschen ferner gibt es den pato centris muss
  33. also die von pathos mitgefühl mitleid bestimmte einstellung welche dann argumente zeitigen würde wie kann der mensch verantworten dass ein tier
  34. oder muss der mensch nicht mit gefühl haben für tierischen schmerz darüber hinaus gibt es die bio zentrische perspektive die den erhalt eines
  35. ökosystems als höchstes ethisch-moralische stil angeht das noch überschreitend ist die holistische perspektive oder der ethischen realismus
  36. so argumentieren dass über das ökosystem hinaus dass erhaltenswert ist der mensch als teil eines kosmos als mikrokosmos im makrokosmos seine science verantwortung
  37. wahrnimmt in dem er sich für den erhalt seiner umgebung einsetzt umweltschutz wird hier als praktisches science bezogene ethik angesehen die
  38. über das rein ökologische hinausgeht aus diesen vier denkfiguren heraus andere prozent riss muss pato centris muss bio centris muss und hole is muss
  39. lassen sich also die rechte ableiten die funktion des mitleids genügt mitleid als ethische orientierung im umgang mit den tieren beim stichwort mitleids ethik
  40. fällt artur schopenhauer als einer der wichtigsten protagonisten auf er forderte dass der mensch dem tier gerechtigkeit schulde
  41. das bedeutet jedoch oder impliziert dass dem tier bereits unrecht geschehen ist und betrachtet man arthur schopenhauers lebenszeit 1788 bis 1860 so kann man
  42. ableiten wie sehr der mensch sich seinerzeit noch zum knechten und ausbeuten des tieres ermöglicht sei ohne dass in irgendeiner weise moralische zu
  43. hinterfragen schopenhauer möchte auf der grundlage des mitleids dem tier die gerechtigkeit wieder geben die seinerzeit die mehrheit
  44. seiner zeitgenossen ihm schuldig geblieben sind doch seine mitleids moral kam historisch gesehen zu früh und hatte deshalb kaum
  45. anhänger europa doch heutzutage ist diese auffassung eine sehr stark befürwortete auch die tierschützerin mary mit schlägt
  46. betont dass der mensch das spezifische talent hat sich in andere arten einzufühlen und dass daher das mitleid gegenüber den tieren nicht nur eine
  47. ethische forderung ist sondern auch zum konstitutiv kriterium des menschen gehört sie sagt es ist eine der besonderen fähigkeiten und zielen
  48. unserer humanen spezies andere arten nicht zu ignorieren sondern viele verschiedenartige lebewesen aufzunehmen sie zu domestizieren und mit ihnen zu
  49. leben kein anderes tier aus der mensch tut das auch nur im entferntesten in einem so großen maßstab
  50. vielleicht sollten wir dieses besondere menschliche talent ernster nehmen mitleid also nicht nur als moralischer kompass sondern als spezifisch
  51. menschliche eigenheit und wiemer image gesagt als zierde unsere spezies kann dass ausreichend sein um eine ethik und insbesondere die tierethik darauf zu
  52. stützen es kann ausreichend seien doch vielleicht ist es nicht im umfassenden sinn die beste und stärkste
  53. argumentation vorn welche rolle spielt die religion im ethischen umgang mit tieren die religion kann tierschutz begründen aber auch
  54. verneinen insofern hat sie eine ambivalente rolle aus einer religiösen perspektive ob mono oder politischer raus kann sowohl das
  55. tier recht begründet werden als auch die sympathie also die existenzielle überlegenheit des menschen über das tier in dem bekannten bibelzitat der genesis
  56. stelle macht euch die erde untertan wurde jahrhundertelang eine schein rechtfertigung abgeleitet zu zahlreichen missbräuchliche verhaltensweisen des
  57. menschen mit umwelt und tier von der umweltzerstörung über das blutige tieropfer bis hin zum artensterben konnten mit diesem satz macht euch die
  58. erde untertan viele verhaltensweisen vorgeblich legitimiert werden andererseits sagt aktuell papst franziskus vor der uno 2015 jedes
  59. geschöpf insbesondere tierischen lebewesen hat einen eigenwert ein wert des daseins des lebens wir sehen hier also bereits innerhalb der christlichen
  60. religion eine sehr große doppelbödigkeit des tierschutzes man kann aus einer religiösen tradition den tierschutz holistisch ableiten in dem der mensch
  61. sich seiner verantwortung für mitgeschöpfe bewusst wird man kann jedoch auch eine angebliche existenzielle überlegenheit des menschen
  62. über das tiere ableiten und insofern auch eine anthropozän frische perspektive begründen diese schwierigkeit existiert auch in aus
  63. christlichen religionen betrachten wir wie religionen wie den hinduismus oder den chinesischen davis muss dann sehen wir das tier rechte durchaus nicht in
  64. dem sinne gedacht werden dass sie jetzt absolut gelten der dow ist es erlaubt den fleischverzehr im hinduismus und auch im
  65. buddhismus der von schopenhauer übrigens im rahmen seiner und die mitleids moral sehr hoch geschätzt und sogar als maßstab der wahrheit angesehen wurde
  66. darf zwar kein rindfleisch konsumiert werden weil die kuh als heiliges tier gilt wohl aber fisch und lamm das ist ein klassischer widerspruch der dieser
  67. religion oder diesen religionen dem älteren hinduismus und dem jüngeren buddhismus innewohnt und das ist nur ein exemplarisches beispiel für widersprüche
  68. argumentative art auch innerhalb derselben religion in bezug auf tierrechte grundsätzlich erschöpft sich die frage der tierrechte und weiter
  69. der tierethik nicht in der frage ob ein fleischverzehr zu rechtfertigen ist sondern es geht grundsätzlich um die stellung des menschen im kosmos und
  70. insofern abgeleitet auch zu seinen anderen spezies zu den tieren insofern sehen wir dass die religionen dieser welt tätig stützen oder stürzen
  71. können können tiere rechte nicht religiös von einer anthropozän trischen perspektive abgeleitet werden
  72. die rechte sind laut enzyklopädie abriet annika moralische und rechtliche ansprüche aller lebewesen aufleben und schutz vor gewalt begründet mit ihrer
  73. leidensfähigkeit die enzyklopädie erbringt annika beschreibt also dass alle lebewesen vor gewalt geschützt werden müssen weil sie
  74. leiden empfinden können und weil es insofern eine moralische soll forderung an stärkere lebewesen ist die schwächeren lebewesen entsprechend
  75. zu protestieren für martha nussbaum ist aus einer anthropozän trischen perspektive die alle ethischen handlungen von direkten
  76. nutzen des menschen ableitet heraus keine andere einstellung zu tier rechten abzuleiten als zitat ein wohlwollender despotismus des menschen über die tiere
  77. sie argumentiert das anthropozän frische perspektiven und tier recht argumentationen sich nicht treffen können
  78. unvereinbar seien sie beschreibt dass der mensch sich in einer willkür anthropozän trish betrachtet die souveränität seine spezies anmaßt vor
  79. den souveränitäten anderer spezies sie vergleicht in ihrem buch die grenzen der gerechtigkeit behinderung nationalität und spezies zugehörigkeit zu deutsch
  80. erschienen berlin 2010 das tatsächlich die souveränität einer spezies mit der souveränität eines staates parallelisiert werden kann und
  81. das insofern menschliche verhaltensweisen die tiere verletzen töten oder sogar ausrotten vergleichbar sein mit einem kriegerischen angriff
  82. eines starken staates auf einen schwachen unterlegenen staat die andere prozent rische perspektive ausgehend von der supreme artie der menschlichen
  83. spezies über alle tierischen mit spezies ist für nußbaum eine art implizite kriegserklärung und kann in keiner weise tierrechte und tier ethik begründen
  84. doch hat martha nussbaum hier recht kann man sagen dass ich grundsätzlich aus der anthropozän trischen perspektive keine tier rechte ableiten lassen
  85. möglicherweise gibt es eine kleine chance dass ich ihre rechte auch im hinblick auf die menschliche perspektive vom nutzen ausgedacht ableiten lassen
  86. doch diese tierrechte sind dann rein instrumental und funktionell gedacht und das widerspricht natürlich einen größeren ganzheitlichen verständnis
  87. zuletzt wenn es diese differenz gibt zwischen anthropozän tricia perspektive und der tierethik und ihrer legitimation im allgemeinen brauchen wir dann heute
  88. eine post an prozent rische tätig muss ich vielleicht die tierethik mit den menschen gemeinsam evolution ihren nehmen wir mal ritt mit lernst die sagte
  89. dass der mensch ein besonderes talent hat andere spezies zu schützen dann sehen wir dass eine ethik des menschen für das tier sich ebenfalls an
  90. diesem soll und an diesen menschlichen können orientieren sollte
  91. wenn die lebewesen der fahne generell nicht nur als nutz objekte sondern als moralische lebewesen angesehen werden dann sind wir dabei eine post an prozent
  92. rische ethik zu entwickeln und das bedeutet dass die autonomie des menschen anders thematisiert werden muss als das jahrhunderte wenn nicht jahrtausende
  93. lang der fall war die autonomie des menschen die lange darin bestanden hat tierrechte zu beschneiden könnte auch neu gedacht
  94. werden als eine ermöglichung tierrechte zu legitimieren und schwächere spezies zu schützen der souverän nicht als zerstörer sondern
  95. als bewahrer eines ökosystems und eines ganzheitlichen zusammenhangs das wäre eine mögliche perspektive einer post anthropozän trischen tierethik fassen
  96. wir die strittigen grundfragen zusammengehören tiere überhaupt in die ethik wie unterschiedlich sind mensch und tier als spezies sind tierrechte ein
  97. teil der tätig oder identisch mit ihr genügt mitleid als ethische kompass im umgang mit tieren welche rolle spielt die religion im ethischen umgang mit
  98. tieren können tierrechte von einer anthropozän trischen perspektive abgeleitet werden brauchen wir heute eine post an propos zentrische tierethik
  99. mensch und tier ein spannungs- und science zusammenhang der immer weiter gedacht und entwickelt werden muss diese grundfragen zeigen wo ganz besondere
  100. aspekte und akzente vorhanden sind die das weiterdenken lohnen

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