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Menstruationszyklus - Ablauf (Hormone, Ovar, Endometrium) erklärt

Einfach Medizin14:40 28.048 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

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Transkriptautomatisch erstellt · 125 Zeilen
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  1. Beim Menstruationszyklus handelt es sich um ein gut koordiniertes Zusammenspiel aus verschiedenen Hormonen, den Ovarion
  2. und auch dem Utarus. In diesem Video schauen wir uns gemeinsam an, wie der Menstruationszyklus abläuft, sowohl
  3. welche Hormone dabei eine Rolle spielen und welche verschiedenen Phasen im Ovar ablaufen. Ebenfalls schauen wir uns an,
  4. wie sich parallel dazu die Schleimer des Utarus, das sogenannte Endometrium verändert. Viel Spaß.
  5. Ganz allgemein sorgt der Menstruationszyklus dafür, dass sich der Körper auf eine mögliche Befruchtung und
  6. Schwangerschaft vorbereiten kann. Diese Prozesse beginnen ab der Pubertät und enden dann mit der Menopause. Im
  7. Durchschnitt dauert der Menstruationszyklus etwa 28 Tage. Allerdings sind gewisse Schwankungen und
  8. Unregelmäßigkeiten beim Menstruationszyklus keine Seltenheit und daher sind auch Zyklen zwischen 21 und
  9. 35 Tage physiologisch. Wie diese Variabilität entstehen kann, dazu später mehr. Man zählt übrigens per Definition
  10. ab dem ersten Tag der Menstruationsblutung. Das ist dann unser erster Zyklustag.
  11. Gesteuert wird der Menstruationszyklus durch ein Zusammenspiel aus dem Hypothalamus, der Hypophyse, beide
  12. Strukturen sind hier einmal markiert und den Ovarium. Ganz vereinfacht betrachtet schüttet der Hypothalamus in
  13. pulsierenden Abständen das Hormon Gnrh, das Gonadotropin Releasing Hormon aus, welches in der Hypophyse, genauer gesagt
  14. in der Adenohypophyse, die Freisetzung der beiden Hormone FSH und LH anregt. Die Abkürzung FSH steht hierbei für das
  15. folikelstimulierende Hormon und LH für das gluteinisierende Hormon. Diese wirken nun auf die Ovarien, wo sie den
  16. Reifungsprozess der Eizellen und die weitere Hormonproduktion steuern. Wie wir bereits am Anfang gesehen haben,
  17. haben wir zeitgleich sowohl zyklische Veränderungen in den Ovarien als auch im Bereich des Uterus, genauer gesagt dem
  18. Endometrium. Zum besseren Verständnis schauen wir uns aber diese beiden Prozesse zunächst einzeln an. Fangen wir
  19. also als erstes an mit den Vorgängen im Ovar. Hier reift nun in zyklischen Abständen
  20. eine befruchtungsfähige Eizelle heran. Aus Sicht der Ovarien unterteilt man den Zyklus ganz allgemein in drei Phasen.
  21. Der Foliegelfhase, dem Eilsprung oder auch Ovulation genannt und der Lutealphase.
  22. Die Foliegelphase beginnt mit dem ersten Zyklustag und ist zeitlich sehr variabel. Und aus diesem Grund sind auch
  23. gewisse Schwankungen in der Zykluslänge physiologisch. Wir gehen in diesem Video von einem Standardzyklus aus und daher
  24. dauert die Folikelphase in diesem Fall ca. 14 Tage. Im Anschluss an dieser Phase findet dann die Ovulation statt,
  25. also hier am 14. Zyklustag. Danach folgt zum Schluss die Lutealphase, welche mit etwa 14 Tagen
  26. relativ konstant ist, bevor dann der nächste Zyklus wieder beginnen kann. Also fangen wir nun ganz am Anfang an
  27. mit der Folikelphase. Während der Folikelphase dreht es sich, wie der Name schon erahnen lässt, um die Reifung der
  28. Folikel. Jeder Folikel enthält eine unreife Eizelle, die von spezialisierten Zellen
  29. umgeben ist, nämlich den Granuloserazellen und den Thekzellen. Pro Zyklus wurden etwa 10 bis 20
  30. sogenannte Antraler Folikel rekrutiert, die jetzt in der Folikelphase weiterreifen. Alle Folikel, die pro
  31. Zyklus final heranreifen, nennt man auch Kohorte. Eine entscheidende Rolle spielen dabei jetzt die Hormone LH, aber
  32. vor allem FSH. Wenn wir uns einmal die Hormonspiegel im Blut anschauen, sehen wir zu Beginn der Foliegelphase einen
  33. Anstieg von FSH und eine relativ konstante LH Konzentration. Diese erhöhte Konzentration von FSH
  34. sorgt nun nämlich dafür, dass die ausgewählten Folikel an Größe zunehmen und reifen.
  35. Die stimulierten Folikel wachsen nun dem Hormoneinfluss und fangen auch an im Verlauf Östradiol, also Östrogene zu
  36. produzieren. Hierfür arbeiten jetzt die Thekzellen und die Granuloserazellen eng zusammen.
  37. Es werden nämlich in den Thekner Zellen Vorstufen des Östradiols, nämlich Androgene gebildet. welche anschließend
  38. in den Granuloserazellen zum endgültigen Hormon umgewandelt werden. Und LH und FSH stimulieren das Ganze nun
  39. zusätzlich. Wenn wir uns wieder die Hormonspiegel anschauen, können wir sehr gut den
  40. zunehmenden Anstieg von Östradiola kennen. Dies führt unter anderem dazu, dass das Endometrium beginnt, sich
  41. aufzubauen und sich zu verdicken. Außerdem wird nun dünnflüssiger Zerdigschleim gebildet.
  42. Neben Effekten auf das Endometrium und die Zerviks hämmt Östradiol außerdem über eine negative Rückkopplung die
  43. Ausschüttung von vor allem FSH. Dieser negative Rückkopplungsmechanismus ist hier noch einmal in diesem Schaubild
  44. dargestellt. Durch die sinkende FSH Konzentration fehlt nun auch das Wachstumsignal für
  45. die Folie, weshalb fast alle deshalb zugrunde gehen. Nur ein einziger Foliege hält durch und wird weiter stimuliert,
  46. nämlich der mit der höchsten Dichte an FSH Rezeptoren. Dieser sogenannte dominante Folikel
  47. wächst deshalb auch bei niedrigen FSH Konzentrationen weiter, bis er schließlich zum Grafolikel gereift ist.
  48. Damit ist jetzt auch das Endstadium der Folikelreife erreicht. Es werden nun auch von diesem Folikel weitere Hormone
  49. gebildet, wie z.B. Inhibin. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die FSH Ausschüttung weiter gehemmt wird und
  50. aufgrund der sinkenden FSH Spiegel reifen keine weiteren Folikel mehr heran, außer der Grafolikel.
  51. Ebenfalls bildet der Grafolikel gegen Ende der Folikelphase immer mehr Östradiol, was man hier einmal gut im
  52. Diagramm erkennen kann. Jetzt passiert auch etwas sehr spannendes, denn die hohe Konzentration von Östradiol hat nun
  53. einen umgekehrten Effekt auf die Hypophyse. Schauen wir uns das Ganze einmal genauer
  54. an. Statt wie zuvor hemmeln zu wirken, haben wir nun bei einer hohen Konzentration
  55. von Östradiol eine stimulierende Wirkung und wir haben dann eine verstärkte Ausschüttung der beiden Hormone, vor
  56. allem aber von LH. Wenn wir uns einmal wieder die Hormonspiegel anschauen, sehen wir, dass
  57. die LH Konzentration am Ende der Folikelphase sehr schnell ansteigt. Das wird dann auch als LH Peak bezeichnet.
  58. Dieser LHPAK ist nun auch der Startschuss für die nachfolgende Ovulation, also dem Eisprung. Während
  59. der Ovulation sorgen spezielle Enzyme, sogenannte Kollagenasen, dafür, dass der Folikel geöffnet wird. Auf diese Weise
  60. kann die Eizelle nun austreten und wird abschließend von der Tube aufgenommen. Eine Befruchtung der Eizelle ist nun für
  61. ca. 24 Stunden möglich. Im Anschluss folgt dann direkt die Lutealphase. Der nun leere Folikel verändert sich
  62. zunehmend und besitzt zu Beginn aufgrund von Einblutung eine rötliche Färbung. Aus diesem Grund bezeichnet man den
  63. leeren Folikel jetzt auch als Corpus Rubrum. Corpus bedeutet Körper und Rubrum steht für die Farbe rot. Das ist
  64. allerdings nur ein Zwischenstadium, da sich die Zellen unter dem Einfluss von LH weiter verändern. Das Hormon LH
  65. spielt nämlich eine wichtige Rolle. da es zur Bildung des Corpus Luteum führt. Dieser wird aufgrund seiner gelben Farbe
  66. auch Gelbkörper genannt. Wir können uns also merken, dass das lutinisierende Hormon LH entscheidend
  67. für die Bildung des Corpus Luteum ist. Dieser Gelbkörper produziert nun weitere Hormone, nämlich Östradiol, aber auch
  68. große Mengen an Progesteron, was wir bisher noch nicht kennengelernt haben. Progesteron hat nun die Aufgabe, das
  69. Endometrium so zu verändern, dass optimale Bedingungen für die Einlistung und eine mögliche Schwangerschaft
  70. herrschen, dazu aber gleich mehr. Außerdem sorgt Progesteron dafür, dass der Zerwickschleim cflüssig wird,
  71. wodurch das Eindringen von Spermien erschwert wird. Eine weitere wichtige Wirkung ist eine negative Ruckköplung,
  72. die dazu führt, dass kein weiterer Eissprung imselben Zyklus ausgelöst wird. Wenn wir uns einmal die
  73. Hormonspiegel wieder anschauen, sehen wir einen deutlichen Anstieg von Östradiol und Progesteron in der
  74. Lutealphase und wieder niedrige LH und FSH Werte. Kommt es zu einer Befruchtung, bleibt
  75. der Gelbkörper durch das Hormon HCG, das vom frühen Embryo produziert wird, erhalten und setzt dadurch weiter
  76. Progesteron frei. Auf diese Weise bleibt das aufgebaute Endometrium bestehen und die Menstruation bleibt aus.
  77. Findet jedoch keine Befruchtung statt, stirbt der Gelbkörper nach etwa 14 Tagen ab und wird zu einer kleinen
  78. Bindegewebsnarbe, dem Corpus Albikans. Mit dem Abbau des Gelbkörpers sinkt der Progesteron und Östrogenspiegel rapide,
  79. was dazu führt, dass Teile des Endometriums abgestoßen werden und die Menstruationsblutung einsetzt. Und damit
  80. startet dann auch wieder der nächste Zyklus. Nachdem wir jetzt die Vorgänge im Ovar
  81. kennengelernt haben, schauen wir uns nun die Veränderung des Endometriums ein wenig genauer an. Das Endometrium,
  82. welches hier noch einmal markiert ist, lässt sich ganz allgemein in zwei Schichten einteilen. Zum einen das
  83. Stratum basale und zum anderen das Stratum funktionale. Für uns interessant ist jetzt das
  84. Stratum funktionale, da dieses während des Menstruationszyklus eine Reihe von Veränderung durchmacht.
  85. Das Stratum Basale hingegen ist vor allem für die spätere Regeneration dieser Schicht wichtig.
  86. Insgesamt lassen sich die zyklischen Veränderungen des Endometriums in drei Phasen unterteilen. Die erste Phase ist
  87. die Desgramationsphase und geht ungefähr vom ersten bis vierten Zyklustag. Während dieser Phase kommt es
  88. zu Einblutung in das Stratumfunktionale mit anschließender Abstoßung des Gewebes und damit setzt dann auch die
  89. Menstruationsblutung ein. Die Funktion der Menstruationsblutung ist es also, die oberste Schicht des Endometriums
  90. nach nicht erfolgter Schwangerschaft wieder auszuscheiden. Damit das nun auch erfolgreich ablaufen kann und das
  91. Menstruationsblut dabei nicht koaguliert, ist die Blutgerinnung lokal weniger stark aktiv.
  92. Machen wir nun weiter mit der nachfolgenden Proliferationsphase, welche etwa während des 5. Zyklustages
  93. stattfindet. Wie wir vorhin gesehen haben, steigt während der Foliegelphase die Konzentration an Östradiol stark an.
  94. Dieser Hormonanstieg führt nun dazu, dass das Stratum funktionale wieder aufgebaut wird. So nimmt die Schleimhaut
  95. schnell wieder in Größe zu und es bilden sich neue Blutgefäße und Drüsen aus. Die letzte Phase, die sogenannte
  96. Sekretionsphase, beginnt dann im Anschluss ab dem 15. Zyklustag. Wie vorhin bereits angesprochen ist hier
  97. Progesteron Schlüsselhormon. Während der Lutealphase wird es in großen Mengen vom Gelbkörper produziert
  98. und es sorgt nun dafür, dass das Endometrium bestens auf eine Einstung und Schwangerschaft vorbereitet ist. Aus
  99. diesem Grund finden eine Reihe von strukturellen und funktionellen Veränderungen statt. welche man
  100. zusammenfassend auch als Dezidualisierung bezeichnet. So wachsen z.B. die Drüsen des
  101. Endometriums weiter und zeigen dabei ein typisches Sägeblattmuster. Außerdem beginnen sie vermehrt
  102. glykogenhaltigen Schleim zu bilden. Auch die Arterien zeigen, wie man hier sehen kann, eine markante Spiralform, weshalb
  103. man sie nun auch Spiralarterien nennt. Die Zellen des Stratumfunktionale lagern zudem vermehrten Nährstoffe wie z.B.
  104. Glykogen, Proteine und auch Lipide ein. Man bezeichnet die Zellen dann als Prädiduauerzellen
  105. und diese spielen eine wichtige Rolle in der Ernährung des einnistenden Keims während der frühen Schwangerschaft.
  106. Findet jedoch nun keine Schwangerschaft statt, führt der Abfall von Progesteron zu einer Kontraktion der
  107. Spirallarterien. Das Gewebe wird auf diese Weise schlechter durchblutet und es kommt aufgrund der Ischemie zu einem
  108. Untergang des Stratum Funktionale. Dieses wird dann anschließend wieder in der Deskommationsphase ausgeschieden und
  109. der Zyklus beginnt von vorne. Fassen wir das Ganze noch einmal kurz zusammen. Der Menstruationszyklus dient der
  110. Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft. Eine Reihe von Strukturen arbeiten dabei eng
  111. miteinander zusammen, wie z.B. der Hypothalamus. die Hypophyse, die Ovarion und auch das Endometrium.
  112. Definitionsgemäß beginnt der Zyklus mit dem ersten Tag der Menstruation und dauert im Durchschnitt ca. 28 Tage. Im
  113. Ovarreifen während der Foliegelphase unter FSH Einfluss mehrere Folikel heran, von denen sich jedoch nur ein
  114. dominanter Grafolikel durchsetzt. Die hohe Östradiolproduktion des Grafolikels löst dann im Anschluss den LHPak aus,
  115. der den Eisprung am 14. Zyklustag einleitet. In der Lutealphase produziert der aus dem Folikel entstandene
  116. Gelbkörper oder auch Corpusglute genannt das Hormon Progesteron, das die Gebärmutters Schleimhaut auf eine
  117. mögliche Einlistung vorbereitet. Wie im Ovar finden parallel dazu auch im Endometrium zyklische Veränderungen
  118. statt. Während der Deskommationsphase wird das Stratumfunktionale mit der Menstruationsblutung ausgestoßen. In der
  119. anschließenden Prolferationsphase führt Östradiol zu einem erneuten Aufbau dieser Schicht. Die letzte Phase, die
  120. Sekretionsphase, sorgt durch verschiedene strukturelle und funktionelle Prozesse dafür, dass das
  121. Endometrium bestens auf eine mögliche Einlistung vorbereitet ist. Dreh und Angelpunkt hierfür ist die Ausschüttung
  122. von Progesteron durch den Gelbkörper. Findet keine Befruchtung statt, degeneriert der Gelbkörper, die
  123. Menstruationsblutung setzt ein und der Zyklus beginnt von vorne. Ich hoffe, dir hat dieses Video über den
  124. Menstruationszyklus geholfen. Weitere Videos, Zusammenfassung und Abbildung findest du auf unserer Lernplattform
  125. einfachmedizin.de. D.

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