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Menstruationszyklus - Ablauf (Hormone, Ovar, Endometrium) erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
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Transkriptautomatisch erstellt · 125 Zeilen
- Beim Menstruationszyklus handelt es sich um ein gut koordiniertes Zusammenspiel aus verschiedenen Hormonen, den Ovarion
- und auch dem Utarus. In diesem Video schauen wir uns gemeinsam an, wie der Menstruationszyklus abläuft, sowohl
- welche Hormone dabei eine Rolle spielen und welche verschiedenen Phasen im Ovar ablaufen. Ebenfalls schauen wir uns an,
- wie sich parallel dazu die Schleimer des Utarus, das sogenannte Endometrium verändert. Viel Spaß.
- Ganz allgemein sorgt der Menstruationszyklus dafür, dass sich der Körper auf eine mögliche Befruchtung und
- Schwangerschaft vorbereiten kann. Diese Prozesse beginnen ab der Pubertät und enden dann mit der Menopause. Im
- Durchschnitt dauert der Menstruationszyklus etwa 28 Tage. Allerdings sind gewisse Schwankungen und
- Unregelmäßigkeiten beim Menstruationszyklus keine Seltenheit und daher sind auch Zyklen zwischen 21 und
- 35 Tage physiologisch. Wie diese Variabilität entstehen kann, dazu später mehr. Man zählt übrigens per Definition
- ab dem ersten Tag der Menstruationsblutung. Das ist dann unser erster Zyklustag.
- Gesteuert wird der Menstruationszyklus durch ein Zusammenspiel aus dem Hypothalamus, der Hypophyse, beide
- Strukturen sind hier einmal markiert und den Ovarium. Ganz vereinfacht betrachtet schüttet der Hypothalamus in
- pulsierenden Abständen das Hormon Gnrh, das Gonadotropin Releasing Hormon aus, welches in der Hypophyse, genauer gesagt
- in der Adenohypophyse, die Freisetzung der beiden Hormone FSH und LH anregt. Die Abkürzung FSH steht hierbei für das
- folikelstimulierende Hormon und LH für das gluteinisierende Hormon. Diese wirken nun auf die Ovarien, wo sie den
- Reifungsprozess der Eizellen und die weitere Hormonproduktion steuern. Wie wir bereits am Anfang gesehen haben,
- haben wir zeitgleich sowohl zyklische Veränderungen in den Ovarien als auch im Bereich des Uterus, genauer gesagt dem
- Endometrium. Zum besseren Verständnis schauen wir uns aber diese beiden Prozesse zunächst einzeln an. Fangen wir
- also als erstes an mit den Vorgängen im Ovar. Hier reift nun in zyklischen Abständen
- eine befruchtungsfähige Eizelle heran. Aus Sicht der Ovarien unterteilt man den Zyklus ganz allgemein in drei Phasen.
- Der Foliegelfhase, dem Eilsprung oder auch Ovulation genannt und der Lutealphase.
- Die Foliegelphase beginnt mit dem ersten Zyklustag und ist zeitlich sehr variabel. Und aus diesem Grund sind auch
- gewisse Schwankungen in der Zykluslänge physiologisch. Wir gehen in diesem Video von einem Standardzyklus aus und daher
- dauert die Folikelphase in diesem Fall ca. 14 Tage. Im Anschluss an dieser Phase findet dann die Ovulation statt,
- also hier am 14. Zyklustag. Danach folgt zum Schluss die Lutealphase, welche mit etwa 14 Tagen
- relativ konstant ist, bevor dann der nächste Zyklus wieder beginnen kann. Also fangen wir nun ganz am Anfang an
- mit der Folikelphase. Während der Folikelphase dreht es sich, wie der Name schon erahnen lässt, um die Reifung der
- Folikel. Jeder Folikel enthält eine unreife Eizelle, die von spezialisierten Zellen
- umgeben ist, nämlich den Granuloserazellen und den Thekzellen. Pro Zyklus wurden etwa 10 bis 20
- sogenannte Antraler Folikel rekrutiert, die jetzt in der Folikelphase weiterreifen. Alle Folikel, die pro
- Zyklus final heranreifen, nennt man auch Kohorte. Eine entscheidende Rolle spielen dabei jetzt die Hormone LH, aber
- vor allem FSH. Wenn wir uns einmal die Hormonspiegel im Blut anschauen, sehen wir zu Beginn der Foliegelphase einen
- Anstieg von FSH und eine relativ konstante LH Konzentration. Diese erhöhte Konzentration von FSH
- sorgt nun nämlich dafür, dass die ausgewählten Folikel an Größe zunehmen und reifen.
- Die stimulierten Folikel wachsen nun dem Hormoneinfluss und fangen auch an im Verlauf Östradiol, also Östrogene zu
- produzieren. Hierfür arbeiten jetzt die Thekzellen und die Granuloserazellen eng zusammen.
- Es werden nämlich in den Thekner Zellen Vorstufen des Östradiols, nämlich Androgene gebildet. welche anschließend
- in den Granuloserazellen zum endgültigen Hormon umgewandelt werden. Und LH und FSH stimulieren das Ganze nun
- zusätzlich. Wenn wir uns wieder die Hormonspiegel anschauen, können wir sehr gut den
- zunehmenden Anstieg von Östradiola kennen. Dies führt unter anderem dazu, dass das Endometrium beginnt, sich
- aufzubauen und sich zu verdicken. Außerdem wird nun dünnflüssiger Zerdigschleim gebildet.
- Neben Effekten auf das Endometrium und die Zerviks hämmt Östradiol außerdem über eine negative Rückkopplung die
- Ausschüttung von vor allem FSH. Dieser negative Rückkopplungsmechanismus ist hier noch einmal in diesem Schaubild
- dargestellt. Durch die sinkende FSH Konzentration fehlt nun auch das Wachstumsignal für
- die Folie, weshalb fast alle deshalb zugrunde gehen. Nur ein einziger Foliege hält durch und wird weiter stimuliert,
- nämlich der mit der höchsten Dichte an FSH Rezeptoren. Dieser sogenannte dominante Folikel
- wächst deshalb auch bei niedrigen FSH Konzentrationen weiter, bis er schließlich zum Grafolikel gereift ist.
- Damit ist jetzt auch das Endstadium der Folikelreife erreicht. Es werden nun auch von diesem Folikel weitere Hormone
- gebildet, wie z.B. Inhibin. Dieses Hormon sorgt dafür, dass die FSH Ausschüttung weiter gehemmt wird und
- aufgrund der sinkenden FSH Spiegel reifen keine weiteren Folikel mehr heran, außer der Grafolikel.
- Ebenfalls bildet der Grafolikel gegen Ende der Folikelphase immer mehr Östradiol, was man hier einmal gut im
- Diagramm erkennen kann. Jetzt passiert auch etwas sehr spannendes, denn die hohe Konzentration von Östradiol hat nun
- einen umgekehrten Effekt auf die Hypophyse. Schauen wir uns das Ganze einmal genauer
- an. Statt wie zuvor hemmeln zu wirken, haben wir nun bei einer hohen Konzentration
- von Östradiol eine stimulierende Wirkung und wir haben dann eine verstärkte Ausschüttung der beiden Hormone, vor
- allem aber von LH. Wenn wir uns einmal wieder die Hormonspiegel anschauen, sehen wir, dass
- die LH Konzentration am Ende der Folikelphase sehr schnell ansteigt. Das wird dann auch als LH Peak bezeichnet.
- Dieser LHPAK ist nun auch der Startschuss für die nachfolgende Ovulation, also dem Eisprung. Während
- der Ovulation sorgen spezielle Enzyme, sogenannte Kollagenasen, dafür, dass der Folikel geöffnet wird. Auf diese Weise
- kann die Eizelle nun austreten und wird abschließend von der Tube aufgenommen. Eine Befruchtung der Eizelle ist nun für
- ca. 24 Stunden möglich. Im Anschluss folgt dann direkt die Lutealphase. Der nun leere Folikel verändert sich
- zunehmend und besitzt zu Beginn aufgrund von Einblutung eine rötliche Färbung. Aus diesem Grund bezeichnet man den
- leeren Folikel jetzt auch als Corpus Rubrum. Corpus bedeutet Körper und Rubrum steht für die Farbe rot. Das ist
- allerdings nur ein Zwischenstadium, da sich die Zellen unter dem Einfluss von LH weiter verändern. Das Hormon LH
- spielt nämlich eine wichtige Rolle. da es zur Bildung des Corpus Luteum führt. Dieser wird aufgrund seiner gelben Farbe
- auch Gelbkörper genannt. Wir können uns also merken, dass das lutinisierende Hormon LH entscheidend
- für die Bildung des Corpus Luteum ist. Dieser Gelbkörper produziert nun weitere Hormone, nämlich Östradiol, aber auch
- große Mengen an Progesteron, was wir bisher noch nicht kennengelernt haben. Progesteron hat nun die Aufgabe, das
- Endometrium so zu verändern, dass optimale Bedingungen für die Einlistung und eine mögliche Schwangerschaft
- herrschen, dazu aber gleich mehr. Außerdem sorgt Progesteron dafür, dass der Zerwickschleim cflüssig wird,
- wodurch das Eindringen von Spermien erschwert wird. Eine weitere wichtige Wirkung ist eine negative Ruckköplung,
- die dazu führt, dass kein weiterer Eissprung imselben Zyklus ausgelöst wird. Wenn wir uns einmal die
- Hormonspiegel wieder anschauen, sehen wir einen deutlichen Anstieg von Östradiol und Progesteron in der
- Lutealphase und wieder niedrige LH und FSH Werte. Kommt es zu einer Befruchtung, bleibt
- der Gelbkörper durch das Hormon HCG, das vom frühen Embryo produziert wird, erhalten und setzt dadurch weiter
- Progesteron frei. Auf diese Weise bleibt das aufgebaute Endometrium bestehen und die Menstruation bleibt aus.
- Findet jedoch keine Befruchtung statt, stirbt der Gelbkörper nach etwa 14 Tagen ab und wird zu einer kleinen
- Bindegewebsnarbe, dem Corpus Albikans. Mit dem Abbau des Gelbkörpers sinkt der Progesteron und Östrogenspiegel rapide,
- was dazu führt, dass Teile des Endometriums abgestoßen werden und die Menstruationsblutung einsetzt. Und damit
- startet dann auch wieder der nächste Zyklus. Nachdem wir jetzt die Vorgänge im Ovar
- kennengelernt haben, schauen wir uns nun die Veränderung des Endometriums ein wenig genauer an. Das Endometrium,
- welches hier noch einmal markiert ist, lässt sich ganz allgemein in zwei Schichten einteilen. Zum einen das
- Stratum basale und zum anderen das Stratum funktionale. Für uns interessant ist jetzt das
- Stratum funktionale, da dieses während des Menstruationszyklus eine Reihe von Veränderung durchmacht.
- Das Stratum Basale hingegen ist vor allem für die spätere Regeneration dieser Schicht wichtig.
- Insgesamt lassen sich die zyklischen Veränderungen des Endometriums in drei Phasen unterteilen. Die erste Phase ist
- die Desgramationsphase und geht ungefähr vom ersten bis vierten Zyklustag. Während dieser Phase kommt es
- zu Einblutung in das Stratumfunktionale mit anschließender Abstoßung des Gewebes und damit setzt dann auch die
- Menstruationsblutung ein. Die Funktion der Menstruationsblutung ist es also, die oberste Schicht des Endometriums
- nach nicht erfolgter Schwangerschaft wieder auszuscheiden. Damit das nun auch erfolgreich ablaufen kann und das
- Menstruationsblut dabei nicht koaguliert, ist die Blutgerinnung lokal weniger stark aktiv.
- Machen wir nun weiter mit der nachfolgenden Proliferationsphase, welche etwa während des 5. Zyklustages
- stattfindet. Wie wir vorhin gesehen haben, steigt während der Foliegelphase die Konzentration an Östradiol stark an.
- Dieser Hormonanstieg führt nun dazu, dass das Stratum funktionale wieder aufgebaut wird. So nimmt die Schleimhaut
- schnell wieder in Größe zu und es bilden sich neue Blutgefäße und Drüsen aus. Die letzte Phase, die sogenannte
- Sekretionsphase, beginnt dann im Anschluss ab dem 15. Zyklustag. Wie vorhin bereits angesprochen ist hier
- Progesteron Schlüsselhormon. Während der Lutealphase wird es in großen Mengen vom Gelbkörper produziert
- und es sorgt nun dafür, dass das Endometrium bestens auf eine Einstung und Schwangerschaft vorbereitet ist. Aus
- diesem Grund finden eine Reihe von strukturellen und funktionellen Veränderungen statt. welche man
- zusammenfassend auch als Dezidualisierung bezeichnet. So wachsen z.B. die Drüsen des
- Endometriums weiter und zeigen dabei ein typisches Sägeblattmuster. Außerdem beginnen sie vermehrt
- glykogenhaltigen Schleim zu bilden. Auch die Arterien zeigen, wie man hier sehen kann, eine markante Spiralform, weshalb
- man sie nun auch Spiralarterien nennt. Die Zellen des Stratumfunktionale lagern zudem vermehrten Nährstoffe wie z.B.
- Glykogen, Proteine und auch Lipide ein. Man bezeichnet die Zellen dann als Prädiduauerzellen
- und diese spielen eine wichtige Rolle in der Ernährung des einnistenden Keims während der frühen Schwangerschaft.
- Findet jedoch nun keine Schwangerschaft statt, führt der Abfall von Progesteron zu einer Kontraktion der
- Spirallarterien. Das Gewebe wird auf diese Weise schlechter durchblutet und es kommt aufgrund der Ischemie zu einem
- Untergang des Stratum Funktionale. Dieses wird dann anschließend wieder in der Deskommationsphase ausgeschieden und
- der Zyklus beginnt von vorne. Fassen wir das Ganze noch einmal kurz zusammen. Der Menstruationszyklus dient der
- Vorbereitung des Körpers auf eine mögliche Schwangerschaft. Eine Reihe von Strukturen arbeiten dabei eng
- miteinander zusammen, wie z.B. der Hypothalamus. die Hypophyse, die Ovarion und auch das Endometrium.
- Definitionsgemäß beginnt der Zyklus mit dem ersten Tag der Menstruation und dauert im Durchschnitt ca. 28 Tage. Im
- Ovarreifen während der Foliegelphase unter FSH Einfluss mehrere Folikel heran, von denen sich jedoch nur ein
- dominanter Grafolikel durchsetzt. Die hohe Östradiolproduktion des Grafolikels löst dann im Anschluss den LHPak aus,
- der den Eisprung am 14. Zyklustag einleitet. In der Lutealphase produziert der aus dem Folikel entstandene
- Gelbkörper oder auch Corpusglute genannt das Hormon Progesteron, das die Gebärmutters Schleimhaut auf eine
- mögliche Einlistung vorbereitet. Wie im Ovar finden parallel dazu auch im Endometrium zyklische Veränderungen
- statt. Während der Deskommationsphase wird das Stratumfunktionale mit der Menstruationsblutung ausgestoßen. In der
- anschließenden Prolferationsphase führt Östradiol zu einem erneuten Aufbau dieser Schicht. Die letzte Phase, die
- Sekretionsphase, sorgt durch verschiedene strukturelle und funktionelle Prozesse dafür, dass das
- Endometrium bestens auf eine mögliche Einlistung vorbereitet ist. Dreh und Angelpunkt hierfür ist die Ausschüttung
- von Progesteron durch den Gelbkörper. Findet keine Befruchtung statt, degeneriert der Gelbkörper, die
- Menstruationsblutung setzt ein und der Zyklus beginnt von vorne. Ich hoffe, dir hat dieses Video über den
- Menstruationszyklus geholfen. Weitere Videos, Zusammenfassung und Abbildung findest du auf unserer Lernplattform
- einfachmedizin.de. D.
Zum Nachlesen
MenstruationszyklusDie Phasen des Menstruationszyklus · Desquamationsphase, Menstruationsphase · Proliferationsphase, Follikelphase · Ovulation und fruchtbare Zyklusphase.
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