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Menstruationszyklus verstehen: Die 4 Zyklusphasen bei Frauen einfach erklärt
Das Wichtigste aus dem Video
Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.
Transkriptautomatisch erstellt · 65 Zeilen
- Bringst du das Wort Zyklus bisher nur mit deiner Periode in Verbindung? Damit wärst du nicht alleine. Tatsächlich beeinflusst dein Zyklus dich und deine
- Stimmung aber jeden Tag. In diesem Video erfährst du, warum du innerhalb eines Zyklus vier verschiedene Phasen durchlebst und warum dir diese
- Phasen vorkommen können, wie die Vierjahreszeiten. Willkommen beim Zykluskompass.
- Jeder neue Zyklus beginnt mit deiner Periode. In deinem vorherigen Zyklus hat sich deine Gebärmutterschleimhaut aufgebaut. Wenn in diesem Zyklus eine
- Eizelle befruchtet worden wäre, hätte sie sich hier einnisten können. Wenn das nicht passiert ist, du also nicht schwanger bist, wird diese
- Gebärmutterschleimhaut nun zusammen mit Blut und anderen Sekreten abgestoßen und ausgeschieden. Das ist das, was wir als Blutung oder eben Periode oder
- Menstruation bezeichnen. Der Tag, an dem deine Periode beginnt, ist der erste Tag deines neuen Zyklus. Im Durchschnitt hält die Blutung etwa
- vier bis 5 Tage an. Es kann aber auch kürzer oder länger dauern. Vielleicht kennst du dein individuelles Blutungsmuster ja schon oder du lernst
- es noch kennen. Bei größeren Unregelmäßigkeiten oder wenn dir sonst etwas komisch vorkommt, wendest du dich am besten an deine Ärztin oder deinen
- Arzt. Während der Periode sind deine Geschlechtshormone, vor allem Östrogen und Progesteron auf dem niedrigsten Stand. Deshalb fühlst du dich vielleicht
- müde, ruhiger oder etwas sensibler als sonst. Und das ist völlig okay so. Diese Phase ist dazu da, dir Ruhe zu gönnen, wenn du sie brauchst. Falls du dich aber
- gut und ausgeglichen fühlst, wunderbar. Du musst während der Periode auf nichts verzichten, was du auch sonst gerne machst, solange es dir gut tut. Aber
- falls du dich in dieser Zeit nicht so wohl fühlst wie sonst und vielleicht Schmerzen hast, probiere einfach aus, was dir hilft. Z.B. eine Wärmflasche auf
- dem Bauch, sanfte Bewegung oder ein Kräutertee. Die Periode darf eine Zeit des Rückzugs und Ausruhend sein, wenn du das brauchst. Es ist ganz normal, wenn
- du zu dieser Zeit etwas weniger leistungsfähig bist als sonst und das darfst du ohne schlechtes Gewissen annehmen.
- Wenn du dir die einzelnen Zyklusphasen als Jahreszeiten vorstellen willst, dann ist die Phase deiner Periode der Winter. Im Winter zieht sich die Natur zurück.
- Ruhe und Regeneration stehen im Vordergrund. Auch dein Körper nimmt sich jetzt eine Auszeit, lässt altes Los und sammelt Kraft für die nächste Phase. Du
- kannst deine Blutung auch als Reinigung ansehen. Es darf gehen, was nicht mehr gebraucht wird, damit etwas Neues starten kann.
- Nach der Menstruation startet dein Körper in eine Art Neuanfang. Er bereitet sich auf den Eisprung vor. In deinen Eierstöcken reift also eine neue
- Eizelle heran. Zusammen mit ihrer schützenden Hülle wird sie Folikel genannt. Deshalb heißt die zweite Zyklusphase auch Folikelphase.
- In dieser Zeit übernimmt das Hormon Strogen die Hauptrolle. Es wird in den heranwachsenden Folikeln gebildet und sorgt dafür, daß sich deine
- Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut und verdickt als Vorbereitung auf eine mögliche Einistung einer befruchteten Eizelle.
- Mit dem Anstieg des Östrogens steigt auch deine Energie. Du fühlst dich oft leichter, klarer im Kopf und besser gelaunt. Viele Frauen beschreiben diese
- Zeit als Phase, in der sie kreativer, kommunikativer und selbstbewusster sind. Das ist kein Zufall. Östrogen beeinflusst die Produktion von Seronin,
- dem sogenannten Glückshormon und das wirkt sich positiv auf Konzentration, Stimmung und sogar auf das Hautbild aus. Dein Körper und dein Geist sind jetzt im
- Aufbau und Wachstumsmodus. Wenn du magst, nutze diese Zeit, um Pläne zu schmieden, neue Projekte zu beginnen oder mehr Bewegung in deinen
- Alltag zu bringen. Dein Körper hat jetzt die Kraft, dich dabei zu unterstützen. Bildlich lässt sich die Folikelphase mit dem Frühling vergleichen. Nach der
- ruhigen, zurückgezogenen Zeit der Menstruation kommt nun frische Energie ins Spiel. Alles wächst, entwickelt sich und erwacht zu neuem Leben. Du spürst
- diesen inneren Aufschung vielleicht deutlich. Mehr Tatendrang, mehr Offenheit, mehr Freude am Leben. Die Folikelphase ist also dein persönlicher
- Frühling im Zyklusjahr. Eine Zeit, in der du aufblühst und dich neu entfaltest. In der dritten Zyklusphase findet dein
- Eisprung statt. Fachlich heißt der Eisprung Ovulation. Deswegen wird diese Phase auch Ovulationsphase genannt. Der Übergang aus der Foliegelphase ist oft
- fließend. Deswegen lassen sie sich zeitlich auch nicht ganz klar voneinander abgrenzen. Und erliege bitte nicht dem Irrglauben, den immer noch
- viele Lehrbücher und Zyklusaps verbreiten. Dein Eisprung findet keineswegs immer genau am 14. Tag deines Zyklus statt. Über individuelle
- Zykluslängen erfährst du mehr in einem anderen Video. Fakt ist aber, in der Ovulationsphase ist ein Östrogen auf seinem Maximallevel. Eine reife Eizelle
- wird aus dem Eierstock freigesetzt und macht sich auf den Weg durch den Eileiter, wo sie befruchtet werden könnte. Dein Körper ist jetzt aus
- biologischer Sicht auf Fortpflanzung eingestellt und das spürst du auf deutlich. Du hast mehr Energie, bist kontaktfreudiger und strahlst
- buchstäblich von innen heraus. Manchmal, vor allem wenn du eigentlich eine introvertierte Person bist, bist du vielleicht selbst überrascht von dir,
- weil du jetzt mehr Lust auf Austausch mit anderen oder neue Begegnungen hast als üblich. Und es ist kein Mythos. Unterbewusst nehmen diese Veränderungen
- oftmals auch andere Menschen an dir wahr. Du wirkst lebendig, offen und charismatisch. Das ist nicht nur Einbildung, sondern ebenfalls hormonell
- bedingt. Östrogen sorgt dafür, dass du dich wohl in deiner Haut fühlst und beeinflusst sogar, wie du sprichst und dich bewegst.
- Der Eisprung selbst dauert nur kurz, doch die Energie dieser Phase kann sich über mehrere Tage aufbauen. Manchmal sind deine Emotionen in dieser Zeit
- überwältigend und das kann auch schon mal ins Negative kippen, z.B. wenn du dich übernimmst und den Stress verfällst. Achte also auch in dieser
- Phase auf dich und das, was du wirklich brauchst. Statt der fünften Runde Zirkeltraining erdet dich vielleicht auch in dieser Phase mal eine sanfte
- Yogaeinheit zum Ausgleich. Die Ovulationsphase ist wieder Sommer in deinem inneren Jahreskreis. Alles steht in voller Blüte. Du bist in deiner
- Mitte, strahst Kraft und Lebensfreude aus, aber manchmal kann es sich auch anfühlen, als würde die Sonne zu intensiv scheinen. Dann geh bilflich
- gesprochen auch in dieser Phase einfach mal nach drin und schau, was dir gut tut. Nach dem Eisprung folgt die sogenannte
- Lutealphase, benannt nach dem luteenisierenden Hormon kurz LH. Dieses Hormon sorgt dafür, dass sich in deinem Eierstock aus der Hülle der gesprungenen
- Eizelle der sogenannte Gelbkörper bildet. Manchmal wird diese Zyklusphase darum auch Gelbkörperphase genannt. Der Gelbkörper wiederum produziert das
- Hormon Progesteron, das jetzt im Mittelpunkt steht. Progesteron sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut weiter aufbaut
- und stabil bleibt. Dein Körper stellt sich darauf ein, eine mögliche Schwangerschaft zu unterstützen. Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat,
- wird die Schleimhaut später wieder abgebaut. Der Körper bereitet sich also leise, aber beständig auf die Menstruation vor.
- Gleichzeitig mit dem Anstieg des Progesterons sinkt nun erstmalig im Zyklus dein Östrogenspiegel. Durch das Zusammenspiel dieser beiden
- Hormone passiert körperlich und emotional viel in dir. Vielleicht erlebst du Stimmungsschwankungen und bist sensibler oder schneller gereizt
- als sonst. Auch Heißhunger, ein größeres Ruhebedürfnis oder das Gefühl, nicht mehr ganz so leistungsfähig zu sein, gehören häufig dazu. Das ist völlig
- normal und hat nichts mit Launenhaftigkeit zu tun, sondern ist eine Folge der hormonellen Veränderungen in dir. Dein Körper arbeitet auf
- Hochtouren, selbst wenn du das nach außen nicht immer spürst, du bist etwas ruhiger, brauchst vielleicht mehr Struktur und Selbstfürsorge.
- Wenn möglich, nutze diese Zeit, um Dinge abzuschließen, zu reflektieren oder kreativ zu sein, ohne dich zu überfordern.
- Am Ende der Lutealphase sinken Progesteron und Östrogen stark ab. Das signalisiert deinem Körper, dass ein neuer Zyklus beginnt und deine nächste
- Periode kurz bevorsteht. Sicherst du es bereits. Die Lutealphase lässt sich gut mit dem Herbst vergleichen. Deine Energie sinkt und dir
- ist oftmals nach Rückzug zumute. Genauso wie in der Natur Bäume ihre Blätter verlieren oder Tiere sich auf den Winterschlaf vorbereiten. Der Kreis
- schließt sich. Mit dem Winter beginnt ein neues Jahr und für dich mit deiner Periode ein neuer Zyklus. Du hast es gesehen. Einen Zyklus zu
- haben bedeutet mehr, als dass einmal im Monat die Periode kommt. Er ist ein Rhythmus, der dich durch vier natürliche Phasen führt. Jede Phase hat ihre eigene
- Energie, ihre Stärken und Bedürfnisse. Wenn du lernst, diesen Rhythmus zu verstehen, kannst du dein Leben besser darauf abstimmen und dich selbst
- liebevoller wahrnehmen. Also hör auf deinen Körper, nimm seine Signale wahr und sieh deinen Zyklus als Kompass, der dich durch dein Leben begleitet. Wenn du
- Lust hast noch mehr über deinen Zyklus, Hormone und Selbstversorge zu erfahren, dann abonniere Zykluskompass, deinen Zyklusgeide für jede Lebensphase. So.
Zum Nachlesen
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