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Menstruationszyklus verstehen: Die 4 Zyklusphasen bei Frauen einfach erklärt

Zykluskompass8:27 14.537 Aufrufe veröffentlicht Auf YouTube

Das Wichtigste aus dem Video

Tipp auf eine Zeit – das Video springt genau dorthin.

Transkriptautomatisch erstellt · 65 Zeilen
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  1. Bringst du das Wort Zyklus bisher nur mit deiner Periode in Verbindung? Damit wärst du nicht alleine. Tatsächlich beeinflusst dein Zyklus dich und deine
  2. Stimmung aber jeden Tag. In diesem Video erfährst du, warum du innerhalb eines Zyklus vier verschiedene Phasen durchlebst und warum dir diese
  3. Phasen vorkommen können, wie die Vierjahreszeiten. Willkommen beim Zykluskompass.
  4. Jeder neue Zyklus beginnt mit deiner Periode. In deinem vorherigen Zyklus hat sich deine Gebärmutterschleimhaut aufgebaut. Wenn in diesem Zyklus eine
  5. Eizelle befruchtet worden wäre, hätte sie sich hier einnisten können. Wenn das nicht passiert ist, du also nicht schwanger bist, wird diese
  6. Gebärmutterschleimhaut nun zusammen mit Blut und anderen Sekreten abgestoßen und ausgeschieden. Das ist das, was wir als Blutung oder eben Periode oder
  7. Menstruation bezeichnen. Der Tag, an dem deine Periode beginnt, ist der erste Tag deines neuen Zyklus. Im Durchschnitt hält die Blutung etwa
  8. vier bis 5 Tage an. Es kann aber auch kürzer oder länger dauern. Vielleicht kennst du dein individuelles Blutungsmuster ja schon oder du lernst
  9. es noch kennen. Bei größeren Unregelmäßigkeiten oder wenn dir sonst etwas komisch vorkommt, wendest du dich am besten an deine Ärztin oder deinen
  10. Arzt. Während der Periode sind deine Geschlechtshormone, vor allem Östrogen und Progesteron auf dem niedrigsten Stand. Deshalb fühlst du dich vielleicht
  11. müde, ruhiger oder etwas sensibler als sonst. Und das ist völlig okay so. Diese Phase ist dazu da, dir Ruhe zu gönnen, wenn du sie brauchst. Falls du dich aber
  12. gut und ausgeglichen fühlst, wunderbar. Du musst während der Periode auf nichts verzichten, was du auch sonst gerne machst, solange es dir gut tut. Aber
  13. falls du dich in dieser Zeit nicht so wohl fühlst wie sonst und vielleicht Schmerzen hast, probiere einfach aus, was dir hilft. Z.B. eine Wärmflasche auf
  14. dem Bauch, sanfte Bewegung oder ein Kräutertee. Die Periode darf eine Zeit des Rückzugs und Ausruhend sein, wenn du das brauchst. Es ist ganz normal, wenn
  15. du zu dieser Zeit etwas weniger leistungsfähig bist als sonst und das darfst du ohne schlechtes Gewissen annehmen.
  16. Wenn du dir die einzelnen Zyklusphasen als Jahreszeiten vorstellen willst, dann ist die Phase deiner Periode der Winter. Im Winter zieht sich die Natur zurück.
  17. Ruhe und Regeneration stehen im Vordergrund. Auch dein Körper nimmt sich jetzt eine Auszeit, lässt altes Los und sammelt Kraft für die nächste Phase. Du
  18. kannst deine Blutung auch als Reinigung ansehen. Es darf gehen, was nicht mehr gebraucht wird, damit etwas Neues starten kann.
  19. Nach der Menstruation startet dein Körper in eine Art Neuanfang. Er bereitet sich auf den Eisprung vor. In deinen Eierstöcken reift also eine neue
  20. Eizelle heran. Zusammen mit ihrer schützenden Hülle wird sie Folikel genannt. Deshalb heißt die zweite Zyklusphase auch Folikelphase.
  21. In dieser Zeit übernimmt das Hormon Strogen die Hauptrolle. Es wird in den heranwachsenden Folikeln gebildet und sorgt dafür, daß sich deine
  22. Gebärmutterschleimhaut wieder aufbaut und verdickt als Vorbereitung auf eine mögliche Einistung einer befruchteten Eizelle.
  23. Mit dem Anstieg des Östrogens steigt auch deine Energie. Du fühlst dich oft leichter, klarer im Kopf und besser gelaunt. Viele Frauen beschreiben diese
  24. Zeit als Phase, in der sie kreativer, kommunikativer und selbstbewusster sind. Das ist kein Zufall. Östrogen beeinflusst die Produktion von Seronin,
  25. dem sogenannten Glückshormon und das wirkt sich positiv auf Konzentration, Stimmung und sogar auf das Hautbild aus. Dein Körper und dein Geist sind jetzt im
  26. Aufbau und Wachstumsmodus. Wenn du magst, nutze diese Zeit, um Pläne zu schmieden, neue Projekte zu beginnen oder mehr Bewegung in deinen
  27. Alltag zu bringen. Dein Körper hat jetzt die Kraft, dich dabei zu unterstützen. Bildlich lässt sich die Folikelphase mit dem Frühling vergleichen. Nach der
  28. ruhigen, zurückgezogenen Zeit der Menstruation kommt nun frische Energie ins Spiel. Alles wächst, entwickelt sich und erwacht zu neuem Leben. Du spürst
  29. diesen inneren Aufschung vielleicht deutlich. Mehr Tatendrang, mehr Offenheit, mehr Freude am Leben. Die Folikelphase ist also dein persönlicher
  30. Frühling im Zyklusjahr. Eine Zeit, in der du aufblühst und dich neu entfaltest. In der dritten Zyklusphase findet dein
  31. Eisprung statt. Fachlich heißt der Eisprung Ovulation. Deswegen wird diese Phase auch Ovulationsphase genannt. Der Übergang aus der Foliegelphase ist oft
  32. fließend. Deswegen lassen sie sich zeitlich auch nicht ganz klar voneinander abgrenzen. Und erliege bitte nicht dem Irrglauben, den immer noch
  33. viele Lehrbücher und Zyklusaps verbreiten. Dein Eisprung findet keineswegs immer genau am 14. Tag deines Zyklus statt. Über individuelle
  34. Zykluslängen erfährst du mehr in einem anderen Video. Fakt ist aber, in der Ovulationsphase ist ein Östrogen auf seinem Maximallevel. Eine reife Eizelle
  35. wird aus dem Eierstock freigesetzt und macht sich auf den Weg durch den Eileiter, wo sie befruchtet werden könnte. Dein Körper ist jetzt aus
  36. biologischer Sicht auf Fortpflanzung eingestellt und das spürst du auf deutlich. Du hast mehr Energie, bist kontaktfreudiger und strahlst
  37. buchstäblich von innen heraus. Manchmal, vor allem wenn du eigentlich eine introvertierte Person bist, bist du vielleicht selbst überrascht von dir,
  38. weil du jetzt mehr Lust auf Austausch mit anderen oder neue Begegnungen hast als üblich. Und es ist kein Mythos. Unterbewusst nehmen diese Veränderungen
  39. oftmals auch andere Menschen an dir wahr. Du wirkst lebendig, offen und charismatisch. Das ist nicht nur Einbildung, sondern ebenfalls hormonell
  40. bedingt. Östrogen sorgt dafür, dass du dich wohl in deiner Haut fühlst und beeinflusst sogar, wie du sprichst und dich bewegst.
  41. Der Eisprung selbst dauert nur kurz, doch die Energie dieser Phase kann sich über mehrere Tage aufbauen. Manchmal sind deine Emotionen in dieser Zeit
  42. überwältigend und das kann auch schon mal ins Negative kippen, z.B. wenn du dich übernimmst und den Stress verfällst. Achte also auch in dieser
  43. Phase auf dich und das, was du wirklich brauchst. Statt der fünften Runde Zirkeltraining erdet dich vielleicht auch in dieser Phase mal eine sanfte
  44. Yogaeinheit zum Ausgleich. Die Ovulationsphase ist wieder Sommer in deinem inneren Jahreskreis. Alles steht in voller Blüte. Du bist in deiner
  45. Mitte, strahst Kraft und Lebensfreude aus, aber manchmal kann es sich auch anfühlen, als würde die Sonne zu intensiv scheinen. Dann geh bilflich
  46. gesprochen auch in dieser Phase einfach mal nach drin und schau, was dir gut tut. Nach dem Eisprung folgt die sogenannte
  47. Lutealphase, benannt nach dem luteenisierenden Hormon kurz LH. Dieses Hormon sorgt dafür, dass sich in deinem Eierstock aus der Hülle der gesprungenen
  48. Eizelle der sogenannte Gelbkörper bildet. Manchmal wird diese Zyklusphase darum auch Gelbkörperphase genannt. Der Gelbkörper wiederum produziert das
  49. Hormon Progesteron, das jetzt im Mittelpunkt steht. Progesteron sorgt dafür, dass sich die Gebärmutterschleimhaut weiter aufbaut
  50. und stabil bleibt. Dein Körper stellt sich darauf ein, eine mögliche Schwangerschaft zu unterstützen. Wenn keine Befruchtung stattgefunden hat,
  51. wird die Schleimhaut später wieder abgebaut. Der Körper bereitet sich also leise, aber beständig auf die Menstruation vor.
  52. Gleichzeitig mit dem Anstieg des Progesterons sinkt nun erstmalig im Zyklus dein Östrogenspiegel. Durch das Zusammenspiel dieser beiden
  53. Hormone passiert körperlich und emotional viel in dir. Vielleicht erlebst du Stimmungsschwankungen und bist sensibler oder schneller gereizt
  54. als sonst. Auch Heißhunger, ein größeres Ruhebedürfnis oder das Gefühl, nicht mehr ganz so leistungsfähig zu sein, gehören häufig dazu. Das ist völlig
  55. normal und hat nichts mit Launenhaftigkeit zu tun, sondern ist eine Folge der hormonellen Veränderungen in dir. Dein Körper arbeitet auf
  56. Hochtouren, selbst wenn du das nach außen nicht immer spürst, du bist etwas ruhiger, brauchst vielleicht mehr Struktur und Selbstfürsorge.
  57. Wenn möglich, nutze diese Zeit, um Dinge abzuschließen, zu reflektieren oder kreativ zu sein, ohne dich zu überfordern.
  58. Am Ende der Lutealphase sinken Progesteron und Östrogen stark ab. Das signalisiert deinem Körper, dass ein neuer Zyklus beginnt und deine nächste
  59. Periode kurz bevorsteht. Sicherst du es bereits. Die Lutealphase lässt sich gut mit dem Herbst vergleichen. Deine Energie sinkt und dir
  60. ist oftmals nach Rückzug zumute. Genauso wie in der Natur Bäume ihre Blätter verlieren oder Tiere sich auf den Winterschlaf vorbereiten. Der Kreis
  61. schließt sich. Mit dem Winter beginnt ein neues Jahr und für dich mit deiner Periode ein neuer Zyklus. Du hast es gesehen. Einen Zyklus zu
  62. haben bedeutet mehr, als dass einmal im Monat die Periode kommt. Er ist ein Rhythmus, der dich durch vier natürliche Phasen führt. Jede Phase hat ihre eigene
  63. Energie, ihre Stärken und Bedürfnisse. Wenn du lernst, diesen Rhythmus zu verstehen, kannst du dein Leben besser darauf abstimmen und dich selbst
  64. liebevoller wahrnehmen. Also hör auf deinen Körper, nimm seine Signale wahr und sieh deinen Zyklus als Kompass, der dich durch dein Leben begleitet. Wenn du
  65. Lust hast noch mehr über deinen Zyklus, Hormone und Selbstversorge zu erfahren, dann abonniere Zykluskompass, deinen Zyklusgeide für jede Lebensphase. So.

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